Spannende Familienwanderungen

Erfrischend: Die 10 schönsten Klammwanderungen

Tosendes Wasser, Wasserfälle, vom Wasser gefräste enge Schluchten - all das kann man in einer Klamm bestaunen. Wir haben die 10 eindrucksvollsten familientauglichen Schluchten-Wanderungen in Bayern, Tirol und im Salzburger Land für euch zusammengestellt.

Die Wimbachklamm im Berchtesgadener Land
© picture alliance / Zoonar | ROBERT JANK

Die von uns vorgestellten Klammwanderungen sind gut erreichbar und - von der Höllentalklamm abgesehen - auch mit kleinen Kindern machbar. Allerdings kann man in die meisten Klammen und Schluchten keine Kinderwägen mitnehmen. Hier sollte man bei Bedarf auf eine Kraxe oder ein Tragetuch setzen.

In unserer Auswahl ist für jeden Geschmack etwas dabei: Es gibt enge Schluchten wie die Seisenbergklamm, Partnach- und Höllentalklamm oder eher offene Wege entlang von Wasserfällen wie z.B. bei den Krimmler Wassserfällen. Eines haben alle Schluchten gemeinsam: Es ist feucht und teilweise recht laut.

Wasser tropft und spritzt in den engen Schluchten von der Decke. Somit ist man mit einer Regenjacke gut beraten. Für den Rucksack sollte man - z.B. bei Partnachklamm und Höllentalklamm - einen Regenschutz dabei haben. Auch gegen tiefere Temperaturen sollte man gewappnet sein, da teilweise nur wenig Tageslicht in die engen Schluchten fällt. 

Unsere Klammwanderungen sind ein wunderbares Spiel der Naturgewalten und faszinieren junge und alte Besucher.

<p>Die Breitachklamm von oben</p>

Die Breitachklamm von oben

© picture alliance / Zoonar | Dirk Rueter

Zwischen Allgäu und Kleinwalsertal: Die Breitachklamm

Am Ende des Kleinwalsertals und direkt vor den Toren Oberstdorfs liegt die Breitachklamm. Hier gräbt sich sämtliches im Kleinwalsertal gesammeltes Wasser durch eine bis zu 150 Meter tiefe Schlucht. Während man im Sommer das gurgelnde Wasser und die tosenden Wasserfälle genießt, kann man hier im Winter meterhohe Eisvorhänge bewundern. Wer dem Weg von der oberen Kasse weiter ins Kleinwalsertal folgt, kann die Wanderung mit einer schönen Rast an der Alpe Dornach oder hinauf zur Sesselalpe verbinden (1,5h, 4,25 Kilometer , 165 Meter Auf-/Abstieg).

  • Zugang entweder von Tiefenbach bei Oberstdorf oder von oben am Parkplatz Walserschanz in Riezlern im Kleinwalsertal.

  • Eintritt: 4,50€ für Erwachsene, Kinder: 1.50€

  • www.breitachklamm.com

<p>Auch ein beliebtes Ziel zum Canyoning: Die Starzlachklamm</p>

Auch ein beliebtes Ziel zum Canyoning: Die Starzlachklamm

© picture alliance / Bildverlag Bahnmüller

Wassererlebnis bei Sonthofen: Die Starzlachklamm

Die Starzlachklamm in Sonthofen ist ein Naturerlebnis für die ganze Familie. Vom Parkplatz in Sonthofen-Winkel geht es in 20 Minuten durch den Wald zur Klammhütte. Von hier geht der Weg vorbei an den eindrucksvollen Schleierfällen. Besonders schön anzusehen sind die schäumenden Wasserstrudel, die trockenen Wassermühlen und das torartige Felsdach. Die Klamm ist vor allem auch mit Kindern sehr gut begehbar.

<p>Eistobel bei Isny im Allgäu</p>

Eistobel bei Isny im Allgäu

© picture alliance / Zoonar / Robert Jank

Bei Isny im Allgäu: Der Eistobel

Beim Eistobel im Allgäu erwarten den Wanderer rauschenden Wasserfälle, tiefen Strudellöcher, riesige Nagelfluhblöcke, gewaltigen Felswänden und ein kleiner Stausee. Für die Wanderung durch die Schlucht und wieder zurück kann man unter mehreren Wegen wählen, die zwischen 1,5 und 3 Stunden dauern.

  • Parken: am Infopavillon an der Argentobelbrücke, 88167 Grünenbach, Hauptstr. 85

  • Eintritt: Erwachsene 2,50 €, Kinder

  • www.eistobel.de

<p>Imposanter Aufstieg zur Zugspitze: Das Höllental</p>

Imposanter Aufstieg zur Zugspitze: Das Höllental

© picture alliance / Peter Schickert

Am Fuße der Zugspitze: Die Höllentalklamm

Die Höllentalkamm erfordert anders als die Partnachklamm schon beim Zustieg etwas Ausdauer. Rund eine Stunde dauert der Zustieg zur Höllentaleingangshütte, an der man den Eintritt bezahlt. Von 150 Meter hohen Felswänden überragt, kann man in der Klamm dem hellblauen Wasser auf einem gesicherten Weg, durch Tunnel und elektrisch beleuchtete Stollen bergauf folgen, Das Wasser windet sich um riesige Fels- und Eisbrocken und stürzt zahllose Wasserfälle hinunter. Vom oberen Ende der Klamm ist es noch in etwa eine halbe Stunde Fußmarsch bis zur Höllentalangerhütte und ihrem genialen Ausblick hinauf über den Gletscher zum Zugspitzgipfel.

  • Parken: in Obergrainau oder Hammersbach (kostenpflichtig)

  • Eintritt: 5,00€ für Erwachsene, Kinder: 2,00€, DAV-Mitglieder: 2,00€, Kinder 7-17 Jahre: 1,00€

<p>Feuchte Angelegenheit: Die Partnachklamm</p>

Feuchte Angelegenheit: Die Partnachklamm

© picture alliance / Zoonar

Zwischen Zugspitze und Wetterstein: Die Partnachklamm

Zwischen Eckbauer und Hausberg gräbt sich in Garmisch Partenkirchen die Partnach auf 700 Meter Länge bis zu 80 Meter tief in den Fels. Der gut ausgebaute Weg bietet spannende Ausblicke in die tosenden Wassermassen, die sich von der Zugspitze herunter ihre Weg durch das Rheintal bahnen.

Die Partnachklamm lässt sich ideal mit einem Weißwurstfrühstück in der Eckbauer-Bahn zu einem Familientagesausflug kombinieren. Oder man folgt dem Weg nach der Klamm hinüber zur Bockhütte oder Reintalangerhütte oder nach einer Übernachtung auf der Knorrhütte sogar ganz hinauf zur Zugspitze. Eine schöne Wanderung geht hier auch entweder über das Oberrheintal oder den Kälbersteig hinauf zum Schachen mit dem königlichen Jagdschloss. Dann allerdings besser ohne Kinder.

  • Parken: in Garmisch-Partenkirchen an der Skisprungschanze.

  • Eintritt: 5,00€ für Erwachsene, Kinder 2,00€

  • www.partnachklamm.eu

<p>Schluchtenwandern mit Aussicht: Die Leutascher Geisterklamm</p>

Schluchtenwandern mit Aussicht: Die Leutascher Geisterklamm

© picture alliance / imageBROKER / Maria Breuer

Wandern mit Geistern und Kobolden: Die Leutascher Geisterklamm

Die Leutaschklamm ist die derzeit längste erschlossene Klamm in den deutschen Kalkalpen. Im Grenzwald zwischen Mittenwald und Leutasch gelegen, fällt in der Leutascher Geisterklamm die Leutascher Ache rund 110 Höhenmeter in Richtung Isar. Den tiefen Einschnitt im Gestein kann man auf drei unterschiedlichen Pfaden erkunden. Ob Wasserfelsteig (der älteste) direkt am Wasser, Koboldpfad (mit kindgerechten Infotafeln) oder Klammgeistweg (mit rund 1,9 Kilometern der längste) - vor allem Kinder werden hier ihren Spaß haben.

  • Parken (kostenpflichtig) in Leutasch direkt am der Geisterklamm

  • Eintritt: kostenlos

<p>Die Krimmler-Wasserfälle</p>

Die Krimmler-Wasserfälle

© picture alliance / Zoonar | Bernhard Klar

Zwischen Tirol und Salzburger Land: Die Krimmler Wasserfälle

Mit 380 Metern Fallhöhe sind die Krimmler Wasserfälle Europas höchste Wasserfälle. Auf guten Steigen lassen sich die Wasserfälle auf voller Länge erkunden, wobei man einen sehr guten Blick auf die unterschiedlichen Stufen erhält.

  • Parken auf kostenpflichtigen Parkplätzen im Umfeld der Wasserfälle

  • Anfahrt über das Zillertal – Königsleiten – Gerlos oder über Kitzbühel – Mittersill – Krimml.

  • Eintritt: 4,00€ für Erwachsene, Kinder 1,00€

  • www.wasserfaelle-krimml.at

<p>In den Fels gefräst: Die Seisenbergklamm</p>

In den Fels gefräst: Die Seisenbergklamm

© picture alliance / imageBROKER | Steffen Wächter

Zwischen Salzburg und Zell am See: Die Seisenbergklamm

Im Salzburger Land und eigentlich näher am Königssee als an Salzburg versteckt sich in Weißbach bei Lofer die Seisenbergklamm. Geführt durch Klammwichtel (für Kinder gibt’s ein kleines Heft zum Punkte/Wichtel sammeln) geht es auf 3,5 Kilometern Länge rund 250 Höhenmeter bergauf. Einkehr entweder an der Kasse oder am oberen Ende der Klamm im Gasthaus Hirschbichl oder Lofeyer.

Die Tour durch die Seisenbergklamm lässt sich ideal verbinden mit dem Besuch der Lamprechtshöhle nur wenige Kilometer entfernt oder einer Begehung des familienfreundlichen Klettersteigs "Zahme Gams" direkt nebenan. Im Sommer bietet sich das schöne Naturbadegebiet Vorderkaserklamm zum Baden an, auch hier kann eine 400 Meter lange und 80 Meter tiefe Klamm erwandert werden.

<p>Zwischen Watzmann und Hochkalter: Die Wimbachklamm</p>

Zwischen Watzmann und Hochkalter: Die Wimbachklamm

© picture alliance / Zoonar | Michael Krabs

Highlight unterhalb des Watzmanns: Die Wimbachklamm

Wer den Watzmann besteigen oder überschreiten will, startet oder endet zumeist an der Wimbachbrücke bei Ramsau. Hier startet auch die familientaugliche Wanderung durch die Wimbachklamm. Vom unteren Ende der Klamm steigt man auf hölzernen Wegen und Treppen entlang des brausenden Wasser hinauf ins Wimbachtal. Verlängern kann man die Tour z.B. indem man dem Weg weiter ins Wimbachgries zum Wimbachschlösschen oder der Wimbachgrieshütte folgt.

  • Parken am Parkplatz Wimbachbrücke (kostenpflichtig), Rotheben 14, 83486 Ramsau bei Berchtesgaden

  • Mit dem Bus: Linie 846 von Berchtesgaden, Haltestelle Wimbachbrücke

  • Eintritt: Erw. und Jugendl. 3,00 Euro, mit Gästekarte 2,50 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei

  • Tickets sind nur am Automaten bei Wimbachs Wollstadl am Eingang der Klamm erhältlich

  • www.berchtesgaden.de/wimbachklamm

Zwischen Zell am See und den Hohen Tauern: Die Kitzlochklamm

Am Ausgang des Rauriser Tals und zwischen Zell am See und St. Johann im Pongau gelegen ist die Kitzlochklamm ein imposantes Schauspiel. Hier kann man auf etwa 1500 Metern Länge und rund 100 Höhenmetern die schöne Klamm begehen, den Canyoningern beim Begehen der Schlucht zusehen oder auch einen Klettersteig in der Klamm begehen (natürlich ohne Kinder).

Wer die Tour durch die Klamm etwas verlängern will, geht weiter zur Wallfahrtskirche Maria Elend mit Waldcafé und wandert dann zurück zum Parkplatz an der Klamm.

  • Anfahrt: Von Salzburg über Bischofshofen – St. Johann im Pongau nach Taxenbach, Saalfelden – Lofer – Zell am See – Taxenbach oder Kitzbühel – Mittersill – Zell am See – Taxenbach.

  • Eintritt: 6,00€ für Erwachsene, Kinder: 4,00€

  • www.taxenbach.at/de/sommer/kitzlochklamm/

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