Nicht nur Österreichs Berg- und Skiführer dürfen wieder Touren anbieten und durchführen.

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+++ Geführte Touren in Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder möglich. +++ In Bayern und Baden Baden Württemberg bislang nur Einzelführungen möglich. +++ 

Update vom 13.05.2020

Bergführer und Bergführerinnen dürfen offiziell auch in Bayern und in Baden Württemberg Touren anbieten - allerdings nur für Einzelpersonen; Gruppenführungen sind momentan allerdings noch nicht erlaubt. Da Schutzhütten im deutschen Alpenraum derzeit noch geschlossen sind, bleibt das Angebot auf Tagestouren beschränkt.

Die Kollegen und Kolleginnen im benachbarten Österreich dürfen seit dem 01. Mai wieder führen. Der Zuspruch hält sich bislang allerdings in Grenzen, wie Walter Zörer, der 1. Vorsitzende des Österreichischen Berg- und Skiführerverbandes (VÖBS) , konstatieren musste. 

"Kollegen wurden seitdem vereinzelt schon wieder für Ski- oder Klettertouren gebucht, freilich handelt es sich dabei nur um den Tropfen auf den heißen Stein", so Zörer in der Onine-Ausgabe der Krone Zeitung. Die Corona-Krise habe den VÖBS "in der Hochsaison getroffen".

Update vom 12.05.2020

Nachdem Österreichs Berg- und Skiführer seit dem 01. Mai offiziell wieder ihrer Arbeit nachgehen dürfen, ist es für ihre Schweizer Berufskollegen und -kolleginnen nun seit dem 11. Mai soweit. 

© SAC

Durch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen in der Eidgenossenschaft dürfen auch Wanderführer und Klettertrainer nun offiziell wieder Touren und Kurse anbieten.

Update vom 05.05. 2020

Wie der Verband der Österreichischen Berg- und Skifüherer (VÖBS) per Newsletter mitteilte, dürfen "alpine Führungskräfte ab dem 01.Mai 2020 wieder offiziell arbeiten". 

Laut neuer Verordnung nun können Gruppen bis 10 Personen (d.h. 1+9 bei geführten Touren) - unter Einhaltung des vorgeschriebenen 2-Meter-Mindestabstands - im Freien unterwegs sein. "Beim Betreten von geschlossenen Räumen ist eine Schutzmaske zu tragen und die Fläche von 10m² pro Person zur Verfügung stehen."

Der VÖBS weißt darauf hin, dass nur Personen Touren oder Kurse buchen sollten, die "sich völlig gesund fühlen". Ebenso sollten nur Bergführerinnen und Bergführer ihre Dienste anbieten, die derzeit keinerlei gesundheitliche Probleme haben. 

Nach Auskunft des Hüttenreferates des Österreichischen Alpenvereins dürfen Schutzhütten im österreichischen Alpenraum ab dem 15. Mai 2020 wieder Tagesgäste bewirten. Es wird damit gerechnet, dass Hütten ab Ende Mai auch wieder für Übernachtungsgäste beherbergen dürfen.

Unsere Meldung vom 23. April 2020

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen derzeit auch das Bergführerwesen im gesamten Alpenraum hart.

Hofft mit seinen Kollegen und Kolleginen ab dem 01. Mai wieder Kunden führen zu dürfen: Walter Zörer (re.), der Vorsitzende des Österreichischen Berg- und Skiführerverbandes.

| © VÖBS

Der Verband der Österreichischen Berg- und Skiführer, der rund 5.500 Berg- und Skiführer, Bergwanderführer, Schluchtenführer und Sportkletterlehrer vertritt, hat nun der österreichischen Staatsregierung einen Kriterienkatalog vorgelegt, "mit dem ein verantwortungsvolles Führen von kleinen Gruppen ab 1. Mai klar möglich ist", wie es in der Pressemitteilung des Verbandes heißt.

Das Datum wurde nicht ohne Grund gewählt. Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte zuletzt am 21. April weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab dem 01. Mai in Aussicht gestellt, von denen auch Outdoor-Sportler profitieren sollen.

Die Ankündigung wurde auch seitens des Österreichischen Alpenvereins begrüßt.

 "Unsere Experten aus der Bergsportabteilung bereiten sich aktuell intensiv auf das 'Draußen sein im Zeichen des Virus' vor: Gemeinsam mit dem Verband alpiner Vereine Österreichs arbeiten wir an Leitlinien für die 'coronagerechte' Ausübung der verschiedenen Bergsport-Outdoor-Aktivitäten mit Personen, die nicht im selben Haushalt leben", so Andreas Ermacora, der Präsident des ÖAV.

Beim Verband der Österreichischen Berg- und Skiführer setzt man darauf, dass der erstellte Kriterienkatalog von der Regierung "in den weiteren Fahrplan zur Öffnung der Dienstleistungen" eingebaut wird, damit geführte Touren in der Alpenrepublik ab Mai wieder möglich sind.

"Der Katalog liegt aktuell noch in den Ministerien und wurde zum Teil schon für gut befunden. Wir müssen aber noch alle Antworten abwarten, um das zu veröffentlichen", so der VÖBS-Vorsitzende Walter Zörer gegenüber alpin.de.

6 Kommentare

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Pit

Na, man darf ja mal gespannt sein, was von der Bergrettung nach dem tollen Corona-Hype noch übrig bleiben wird. Wie man liest, planen selbst in der reichen Schweiz Helikopterunternehmen Entlassungen in großem Umfang, Fusionen und Verkleinerungen der Flotten. Klar, wenn man alleine die Personalkosten im Schichtbetrieb für so eine Rettungsbasis bedenkt.
Und so ein feiner Heli schlägt im Monat auch mal eben mit 60.000 - 90.000 Euronen Leasingrate ins Kontor. Ohne ein einziges Mal abgehoben zu sein.....

Hüttenversorgung, Skydiving, Rundflüge - alles Banane dieses Jahr.

Da hätte man wohl doch lieber gerne den einen oder anderen Berggänger aus mehr oder weniger großer Not gerettet und den Aufwand über die Versicherung abgerechnet?

Herpfar

@Rüdi
Es tut mir leid, dich ich deinem Schmerz so leiden sehen zu müssen.
Um diesen wenigstens etwas nachvollziehen zu können, kannst du mir bestimmt die anderen Gründe mitteilen, "als die, die man uns glauben machen wollte." Kleine Denk- und Akzeptanzhilfe: Eventuell mussten sich die Bergrettungen erst für diese Aufgabe vorbereiten....und Vorbereitung auf etwas Unkanntes dauert meist länger als ein anonymer Forumseintrag.

Gruß vom Herpfar (auch anonym)

olliS.

Diese Entscheidung ist sehr zu begrüßen! Natürlich sind Risiken damit verbunden aber gibt es eine echte Alternative ? Zu viel Existensen stehen auf dem Spiel wenn wir alles dicht halten und verunmöglichen. Man stelle sich nur einmal vor es dauert noch 2-3 Jahre bis es einen Impfstoff gibt. Wollen/können wir das mit den bisherigen Einschränkungen durchhalten ohne soziale Unruhen, Massenarbeitslosigkeit, Kinderarmut usw. zu riskieren ?
Die Alpen leben mit und vor allem vom Tourismus. Das mag einseitig sein aber wurde von uns allen immer so gewollt. Fabriken, Gewerbegebiete, Energiewirtschaft - nein Danke. Schön und heimelig sollte es sein. Und natürlich komfortabel. Wenn man nun versucht dies alles zu retten ist das mehr als legitim. Wer wissen will wie es mal vor dem Tourismus im Alpenraum aussah, dem sei die traurige Geschichte der Schwabenkinder empfohlen.
Und trotzdem: Seien wir alle sehr sehr vorsichtig und respektvoll miteinander.
In dem Sinne: einen schönen und Coronafreien Bergsommer

olli

Rüdi

Und was ist mit der Bergrettung? Ich dachte, man solle daheim bleiben, weil die Rettungseinsätze der Bergwachten unter Corona-Schutzmaßnahmen so schwierig sind? Jetzt, wo es ums Geld der Bergführer und der Hüttenwirte geht, ist das kein Aspekt mehr? Der Virus ist ja nicht verschwunden, Schutzausrüstung bleibt bei Einsätzen notwendig. Hab ich mir doch gleich gedacht, dass da ganz andere Gründe eine Rolle gespielt haben, als die, die man uns glauben machen wollte. Die Funktionäre der Bergwachten und Alpenvereine haben sich als ahnungslose Wichtigtuer und Büttel der Staatsgewalt geoutet!

alpin.de

@alpinist1: So lange die derzeit gültigen Ein- und Ausreisebeschränkungen Bestand haben, ist davon auszugehen. Nach Vorstellung der Regierung Kurz könnte der Grenzverkehr zwischen Deutschland und Österreich aber in absehbarer Zeit wieder rollen. Ob da Bayern mitspielt, werden die nächsten Wochen zeigen.

alpinist1

Diese Regelung gilt dann doch nur für Leute die in Österreich leben, oder?