Das müssen Bergsportler:innen zu den Hüttenöffnungen 2021 in Bayern und Österreich jetzt wissen.

Dieser Artikel wurde am 08. Juni 2021 aktualisiert!

Hüttenöffnungen - Die aktuelle Situation in Bayern:

Ab dem 21. Mai dürfen in Bayern auch Beherberbungsbetriebe offiziell wieder öffnen. Damit sind auch Übernachtungen auf den alpinen Schutzhütten im bayerischen Alpenraum wieder möglich. Seit dem 07. Juni gelten im Freistaat zudem neue Corona-Regelungen, die auch Übernachtungsgäste auf Schutzhütten mehr Freiheiten garantieren. 

Wer vorhat, auf einer der 67 vom Deutschen Alpenverein in Bayern betriebenen Hütte zu übernachten, sollte sich unbedingt vorab auf der Webseite der Hütte oder telefonisch über die Öffnungszeiten zu informieren

Folgende Regelungen solltet ihr grundsätzlich beachten:

  • Hüttenbesuche nur in gesundem Zustand.

  • Erforderlich sind: Ein gültiger Corona-Test oder ein Nachweis der vollständigen Impfung bzw. Genesung.

  • Mitzubringen sind: Eigene FFP2-Maske und Handtuch.

  • Waschräume und Duschen dürfen unter Einhaltung der Hygienevorschriften benutzt werden.

  • Wer eine Mehrtagestour plant, sollte entsprechen viele Selbsttests mitnehmen.

Das gilt es für Übernachtungsgäste auf Hütten in Bayern zu beachten:

Da die Organisation einer Teststation am Berg laut DAV zu aufwändig und organisatorisch nicht umsetzbar ist, bittet der Alpenverein alle Übernachtungsgäste, sich vor dem Aufenthalt auf der Hütte um einen Test zu kümmern. 

  • Ohne Reservierung kein Schlafplatz. Auch für Selbstversorgerhütten gilt eine Reservierungspflicht.

  • Beim Hüttenpersonal ist ein negatives Testergebnis vorzuweisen. Bei einer Inzidenz zwischen 100 und 50 ist alle 48h ein erneuter negativer Test vorzuweisen; in Gebieten mit einer Inzidenz unter 50 muss jeder Gast künftig nur noch bei der Ankunft einen negativen Test vorweisen.

  • Auch Selbsttests vor Ort werden einen Zutritt ermöglichen. Dieser Test gilt allerdings nur für diesen einen Besuch und nur in der betreffenden Hütte.

  • Geimpfte und genesene Personen: Geimpfte (15 Tage nach Zweitimpfung) mit Nachweis (zum Beispiel Impfpass) und Genesene (max. 6 Monate) mit Nachweis der vorherigen Infektion; sowie Kinder unter 6 Jahren.

  • Die Unterbringung in den Matratzenlagern oder Mehrbettzimmern ist abhängig von der Inzidenz des jeweiligen Landkreises. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100: eine Gruppe aus max. 10 Personen bestehend aus Personen eines Hausstands und zwei weitere Hausstände zzgl. zugehöriger Kinder unter 14 Jahren; bei einer Inzidenz unter 50: eine Gruppe aus max. 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten zzgl. zugehöriger Kinder unter 14 Jahren.

  • Nächtigung nur mit eigenem Schlafsack und Polsterbezug (leichter Daunen- oder Sommerschlafsack – kein Hüttenschlafsack!); Auf den Hütten des DAV werden keine Decken ausgegeben. 

+++ Aktuelle Informationen zu Inzidenzwerten, Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen in Bayern findet ihr hier. +++

Das gilt es für Tagesgäste auf Hütten in Bayern zu beachten:

Seit dem 10. Mai ist für Tagesgäste eine Bewirtung im Außenbereich der Hütten erlaubt - vorausgesetzt, die Hütte liegt in einem Landkreis, in dem die 7-Tage-Inzidenz unter 100 beträgt.

+++ Hier erfahrt ihr die aktuellen Inzidenzwerte in Bayern. +++

Wenn der Inzidenzwert zwischen 50 und 100 liegt, sind folgende Regelungen zu beachten: 

  • Bewirtung nur mit negativem Testergebnis! Zugelassen sind: PCR-Test (Gültigkeit: 24h), POC-Antigentest (Gültigkeit: 24h). Geimpfte (15 Tage nach Zweitimpfung) mit Nachweis (zum Beispiel Impfpass) und genesene Personen (max. 6 Monate) mit Nachweis der vorherigen Infektion sowie Kinder unter 6 Jahren müssen keinen aktuellen Test mitbringen.

  • Platzierung am Tisch – ohne Einhaltung vom Mindestabstand: max. 10 Personen bestehend aus Personen eines Hausstands und zwei weiterer Hausstände zzgl. zugehöriger Kinder unter 14 Jahren. Geimpfte und Genesene müssen sich nicht an die derzeitig geltenden Kontaktbeschränkungen halten und dürfen ebenfalls ohne Einhaltung des Mindestabstands am Tisch sitzen.

  • Weitere Informationen zu den Regelungen bei Inzidenzwerten unter 50 findet ihr hier.

Unabhängig von den Inzidenzwerten gelten für Tagesgäste folgende Regelungen:

  • Registrierungspflicht: vollständiger Name, Telefonnummer, Emailadresse oder Anschrift sowie Dauer des Aufenthalts müssen angegeben werden.

  • FFP2- Maskenpflicht, ausser beim Essen und Trinken am Tisch. Ausnahme: Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren müssen einen Mund-Nase-Schutz tragen, Kinder unter 6 Jahren dürfen auf die Maske verzichten.

  • Abstand halten: In allen Bereichen - am Tisch, beim Aufstehen und Hinsetzen, auf den Wegen, der Toilette und auch im Wartebereich - beträgt der Mindestabstand 1,5 Meter.

  • Die gekennzeichneten Laufwege und Sitzflächen sind für jeden Gast bindend. Den Anweisungen des Personals ist Folge zu leisten.

Hüttenöffnungen - Die aktuelle Situation in Österreich:

Seit dem 19. Mai dürfen in Österreich auch Beherbergungsbetriebe, also auch alpine Schutzhütten, wieder öffnen. Das sind die wichtigsten Regelungen:

  • Zutrittstests für Tagesgäste: 3G-Regel (getestet- genesen-geimpft): Gäste müssen bei der Anreise ein gültiges negatives Testergebnis/ Impfzertifikat/ Bestätigung der Genesung vorweisen.

  • Registrierungspflicht (digital oder in Papierform): Gilt für alle Gäste im Innen- und Außenbereich mit Aufenthalt länger als 15 Minuten. Bei Besuchergruppen, die ausschließlich aus im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen bestehen, sind die Daten einer volljährigen Person ausreichend. 

  • FFP2-Maskenpflicht für Gäste in allgemein zugänglichen Bereichen.

  • 2-Meter-Mindestabstand zwischen Gästegruppen. Der Mindestabstand gilt nicht, sofern geeignete Schutzvorrichtungen zur räumlichen Trennung vorhanden sind.

  • Gästegruppen sind Personen eines gemeinsamen Haushalt gleichgestellt.

  • Verköstigung von Gästen analog zu Regelungen der Gastronomie. In Innenbereichen sind vier Personen pro Tisch zuzüglich maximal sechs Kinder zulässig, im Außenbereich erhöht sich die Anzahl der Personen auf 10 pro Tisch sowie maximal 10 Kinder. Der Verzehr von Speisen und Getränken ist im Innenbereich nur im Sitzen erlaubt.

Übernachtungsgäste sollten zudem folgende Regelungen kennen:

  • Übernachtung nur mit einem negativen Testergebnis: Negativer PCR-Test (Gültigkeit: 3 Tage), Negativer Antigentest (Gültigkeit: 2 Tage), digitaler Antigentest zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird (Gültigkeit: 1 Tag). Geimpfte und genesene Personen sind von der Testpflicht - bei Vorlage eines entsprechend Nachweises - befreit. 

  • Bei mehrtägigen Aufenthalten muss jeder Gast nach Ablauf der Gültigkeit seines Zutrittstest ein neues negatives Testergebnis vorweisen.

  • Negative Selbsttests vor Ort werden anerkannt. Allerdings gelten sie nur für einen Besuch und nur in der betreffenden Hütte.

  • Übernachtung nur mit eigenem Schlafsack (leichter Daunen- oder Sommerschlafsack, kein Hüttenschlafsack); Decken werden nicht ausgegeben!

+++ Aktuelle Informationen zu den Ein- und Ausreisebestimmungen findet ihr hier. +++

-----------------------------------------------------------------------------------

Quiz: Teste Dein Wissen über Bergsteigerdörfer

------------------------------------------------------------------------------------

Kommentare auf alpin.de geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors, der jeweiligen Autorin wieder, nicht die der ALPIN-Redaktion.

38 Kommentare

Kommentar schreiben
Styx, Hans

@bikerschnattchen: Das ist mal eine eindrucksvoll vorgetragene Demontsration von Haltung. Gut, sie trägt jetzt rein gar nichts zum Thema (Hüttenöffnung und -regeln) bei. Aber - hey - was soll's, die Meinungsfreiheit gilt zum Glück auch für substanzlose Pauschalkritik, selbstreferentielle und/oder - unfreiwillig - selbstironische Beiträge und auch für David Dunning und Justin Kruger bzw. die lebenden Belege für deren These. Aber sie merken hoffentlich schon noch den kleinen Widerspruch, dass sie für ihre "wichtige" Tirade eben die Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen, die sie anderen abschneiden wollen?

Ich sehe das mit den Hüttenbesuchen und -übernachtungen zu Corona-Bedingungen übrigens so: Die Corona-Regeln werden von den Politikern diktiert und gelten, so lange die Mehrheit der Leute das anstandslos mitmacht. Der Hüttenwirt muss sich dem jedenfalls beugen, will er aufmachen und versuchen, seine Brötchen zu verdienen. Jetzt dient ein Hüttenbesuch aber - bei aller Sympathie für den Hüttenwirt - nicht in erster Linie karitativen Zwecken. Ein jeder Gast (Kunde) wird daher wissen, was er von einem Hüttenbesuch erwartet. Und er wird wissen und erfahren, unter welchen Bedingungen er seine Erwartungen (noch) erfüllt sieht. Ist es noch ein lohnendes Erlebnis, wenn sich man auf der Hütte wie in einem OP verhalten und den nächsten Berggänger wie einen potentiellen Seuchenherd meiden muss? Hat das noch was mit der vielgepriesenen Bergfreiheit zu tun? Oder geht man nicht besser gleich eine einsame Tour, um das Ganze wenigstens temporär hinter sich zu lassen? Wie gesagt, das muss jeder selbst wissen und entscheiden. Wie vieles andere auch...

bikerschnattchen

- o Gott, wenn ich das hier lese - seid ihr alle wichtig !!! . Ihr scheint es nötig zu haben. Schade, dass sich jetzt auch die Alpin-Zeitschrift dafür hergibt - manch wirre Bemerkungen auf dieser Seite zu veröffentlichen.
Liebes Team von Alpin - seid mir nicht böse, aus meiner Sicht fallt ihr in die Kategorie Bildzeitung. Man nimmt alles, was man kriegen kann an Kommentaren, 90 Prozent der Leser finden das ja "geil". Wir wollen ja auch keinen Leser verlieren.
Ich verstehe sowieso nicht, daß Eure Beiträge (die ich größtenteils wirklich gut finde und hilfreich sind) kommentiert werden können. Diese manchmal stumpfsinnigen Kommentare "versauen" - (sorry) Euer Ansehen.
Und ich mag Euch - deshalb diese Kritik.

zzzyeti

In der Schweiz hatten die Hütten in der Frühjahrssaison offen. Keine Testpflicht aber es wurde empfohlen. Die Kapazitäten wurden limitiert aber bei Weitem nicht so stark wie in Deutschland. Wir waren z.B. mit 6 Haushalten 1 Woche unterwegs (wir haben uns freiwillig testen lassen)...
Bei 2 Hütten weiss ich, dass sie vorübergehend wg Corona geschlossen werden mussten (die Crew war in Quarantäne) Ansonsten ist mir von Corona-Ausbrüchen in den Hütten nichts bekannt.

N.N.

Danke, Klaus Hergesheimer, für den Kommentar vom 01.05.2020.
Wir werden die wahren Folgen panischer Überreaktionen der Exekutive in einigen Monaten erleben. Dann dürften allerdings verschiedene "Entscheider" zumindest in D schon nicht mehr im Amte sein.

Augschburger

So, der ÖAV zeigt sich irritiert über die 2 Meter-Regel??
Als ich das gelesen habe, ging mir echt der Hut hoch! Ja, das bedeutet, dass nur noch jede 4. Matratze belegt werden kann. Aber unter Sicherheitsaspekten ist das wohl das MINDESTE oder umgekehrt gesprochen sind enge Matratzenlager momentan einfach unverantwortlich! Offentsichlich ist dem ÖAV wohl Kommerz wichtiger als Gesundheit! Es gab den Fall, dass sich Chor-Mitglieder trotz Abstand angesteckt haben. Ein wesentlicher Risikofaktor sind Menschen, die länger miteinander in einem Raum sind. Und da ist ein Matratzenlager wohl prädestiniert.

rex kramer

-> hans huckebein, hast du bei all deiner grenzwertigen und einseitigen polemik und (die im grunde nichts anderes sind als selbst eine verschwörungstheorie) eigentlich auch argumente in der sache? spricht aus dir die pure panik oder stumpfer opportunismus?

dass es verschörungstheoretiker gibt, dass manche die krise für ihre zwecke politisch ausnutzen möchten, was sicher nicht nur von einer seite versucht wird, heisst aber natürlich nicht, dass die maßnahmen geeignet, erfolderlich und verhältnismäßig waren und sind. "lasse keine "gute" krise ungenutzt, wenn du eine agenda durchbringen möchtest..."

der verweis auf verschwörungstheoretiker ist auch kein argument gegen seriöse kritiker der maßnahmen, insbesondere aus der wissenschaft. dennoch wird versucht, das heterogene konglomerat der kritiker pauschal in einen topf zu werfen mit "verschwörungstheoretikern", um die kritiker insgesamt zu diskretitieren. Das ist letztlich eine ziemlich durchsichtige manipulationstechnik.

wenn aber namhafte professoren wissenschaftliche arbeiten und nachvollziehbare analysen publizieren (wie bspw. prof. ioannidis/stanford), die ein anderes bild ergeben als die offizielle darstellung, die im übrigen vor allem durch apodiktische behauptungen, absolute zahlen und fragwürdige prognosen geprägt ist, sollte man als interessierte öffentlichkeit zumindest zuhören und sich sein eigenes bild machen.

verschwörungstheoretiker mögen menschen sein, die sich beim hinterfragen und der suche nach der wahrheit verirrt haben, vielleicht weil einfache antworten verlockend sind, vielleicht weil sie nicht die hellsten köpfe sind. aber mindestens genauso gefährlich ist es, nicht kritisch zu hinterfragen, sondern stumpf zu glauben und zu gehorchen.

ps1: es gibt kein grundrecht auf panik!

ps2: vielleicht war ja gerade "intubieren" nicht immer so eine gute idee: lies mal die "empfehlung zur behandlung respiratorischer komplikationen bei akuter virusinfektion außerhalb der intensivstation", herausgegeben vom verband pneumologischer kliniken, übrigens schon am 21.03.2020!

Hans Huckebein

Wenn ich mir die Kommentare hier so durchlese, dann bekommt man den Eindruck, dass einige doch zu hoch gewandert sind und zu viel dünne Luft dabei abgekommen haben. Darüber hinaus waren auch keine Wolken am Himmel und die Köpfe sind ziemlich verstrahlt worden. Jedenfalls ist das mein persönlicher Eindruck!

Bei den ganzen Verschwörungstheoretikern (VT), die derzeit da draußen rumlaufen scheinen ja einige hier ihren Ursprung zu finden.

Lasst uns mal folgendes machen.
Wir gehen mal auf ne Intensivstation mit Intubierten und schauen zu, wenn einem Patienten die Lunge von Corona so richtig gefickt wird und er daran stirbt.
Danach gehen wir noch in die Leichenhalle bzw. in die Patho und schauen uns die Organe an von denen die gerade elendig verreckt sind.

Vielleicht gibt es dann eine andere Meinung von einigen Denkbefreiten darüber, warum wir den Lockdown gemacht haben, um die Bevölkerung als ganzes (und da gehören die Alten auch dazu) zu schützen.

Wir hätten auch die Methode Trump nehmen können und dann die Leichen im englischen Garten schön in Massengräber schieben.

Evtl. sollten einige hier weniger auf Attila, Xavier, und den ganzen dummen Rest hören, die ihr Wissen aus 5 Minuten Youtube-Videos gesammelt haben sondern mehr auf die Leute, die ein paar (mehr) Jahre fachspezifisch studiert und (sic!) geforscht haben und die die Politik zu weiteren Maßnahmen beraten.

Kleine Fangfrage: Wenn mein Auto kaputt ist, gehe ich dann zum Bäcker, der mal ein YT-Video darüber gesehen hat oder gehe ich zum Fachmann in die Werkstatt?

Und jetzt husch, husch zurück in die Höhle ihr Trolle

Klaus Hergesheimer

Ich gestehe, ich habe Zweifel.

Ich habe Zweifel, ob die Rolle der Rücksichtsvollen und der Rücksichtslosen in dieser Zeit so eindeutig verteilt ist, wie manche Zeitgenossen glauben machen wollen.


1.)

Vergessen wir einmal, dass die objektiven Zahlen eine besondere Gefährlichkeit von Corona (zum Beispiel gegenüber einer Influenza) gar nicht hergeben.

Vergessen wir, dass jeder Verstorbene, bei dem das Virus festgestellt wird, als Corona-Toter gewertet wird unabhängig davon, ob er wegen oder "nur" mit Corona verstorben ist.

Vergessen wir, dass wir trotz Corona keine Übersterblichkeit verzeichnen müssen - im Gegenteil.

Vergessen wir weiter, dass Corona bei den allermeisten Menschen ohne oder mit milden Symptomen verläuft.

Vergessen wir, dass es eindeutig bestimmte Risikogruppen gibt, die man ganz gezielt schützen könnte, ohne die Wirtschaft und Gesellschaft lahmzulegen.

Vergessen wir, dass das RKI bereits bei der Schweinegrippe Panik geschürt hat und total falsch lag.

Vergessen wir, dass die Entwicklung der Erkrankungen in unterschiedlichen Ländern vergleichbar verläuft, gleich ob vor, während oder völlig ohne Lockdown.

Vergessen wir, dass aber besonderer Aktionismus in diesen Tagen die Ängstlichen zurück in die Arme der Regierung treibt.

Vergessen wir, dass die grundrechtseinschränkenden Maßnahmen der Politik weder sachlich begründet, noch geeignet, erforderlich oder verhältnismäßig sind.

Vergessen wir, dass in Krankenhäusern Kapazitäten leerstehen und der prognostizierte Druck auf das Gesundheitssysem durch Corona gar nicht eingetreten ist.

Vergessen wir ferner, dass die Bergrettung - zumindest in Deutschland - sicher nicht wirklich mit der Bekämpfung der Pandemie oder ihrer Folgen beschäftigt oder gar ausgelastet ist.

Vergessen wir, dass die Ansteckungsgefahr am Berg eher geringer ist als in der Stadt.

Vergessen wir aber nicht ganz, dass Corona in Italien auf ein bereits heruntergewirtschaftetes Gesundheitssystem traf, das bereits bei der Grippewelle 2017 überfordert war.

2.)

Bedenken wir, dass sich Länder wie Italien, Spanien, Portugal und Griechenland seit der Wirtschaftskrise 2007 ff. in einer dauerhaften Rezession befinden, sich also bis heute nicht annähernd erholt haben.

Bedenken wir auch, dass der Tourismus in diesen Ländern einen erheblichen Teil des BIP ausmacht, der für die Sommersaison auszufallen droht.

Bedenken wir, dass bereits die Wirtschaftkrise 2007 ff. die Regierung in Deutschland zwang, 500 Mrd. EUR (= 1/4 aller deutschen Staatsschulden) neue Schulden aufzunehmen.

Bedenken wir vor allem auch, dass Italien bei den Target2-Salden mit 491,62 Mrd. Euro in der Kreide steht, und die Target2-Forderungen Deutschlands schon insgesamt mehr als 935 Mrd. EUR betragen.

Bedenken wir, dass wir als Folge des Lockdowns schon jetzt die größte Wirtschaftskrise seit Ende des zweiten Weltkrieges haben werden mit einem vorausgesagten zweistelligen Rückgang des BIP.

Bedenken wir weiter, dass die wirtschaftlichen Folgen umso dramatischer sein werden, je länger der Lockdown anhält.

Bedenken wir, dass die Folgen dieser Wirtschaftskrise Firmenpleiten, vernichtete Existenzen und eine hohe Arbeitslosigkeit in ganz Europa und darüber hinaus sein werden.

Bedenken wir, dass die Target2-Salden explodieren (und letzlich ausfallen) werden.

Bedenken wir, dass die EURO-Zone in ihrem Bestand existentiell bedroht und bei einem Ausfall Italiens auch nicht zu retten sein wird.

3.)

Fragen wir uns, an wen Deutschland seinen Exportüberschuss zukünfig verkaufen will.

Fragen wir uns ruhig, auf wie wenigen Schultern die gestiegene Soziallast verbleiben wird.

Fragen wir uns, wer dann noch das Gesundheitssystem zu welchen Bedingungen wird finanzieren können.

Fragen wir uns außerdem, was dieses Gesundheitssystem zukünftig noch wird leisten können.

Fragen wir uns ehrlich, welche realen Opfer ein reduziertes Gesundheitswesen zeitigen wird.

Fragen wir uns schließlich, welche politischen Verwerfungen das im Ergebnis in Deutschland und in Europa bringen wird.


Und jetzt frage ich, wer rücksichtsloser ist:

Diejenigen, die sich mutig einem beherrschbaren Risiko mit Augenmaß und Selbstverantwortung stellen und die Gesellschaft am Laufen halten wollen.

Oder diejenigen, die sich ängstlich zu Hause verkriechen und die als Preis für die Beruhigung ihrer irrationalen Ängsten die nachhaltige Beschädigung der Wirtschaft, Gesellschaft und der Demokratie in Kauf nehmen, ja einfordern.

Für mich ist die Antwort eindeutig!

Michael T. Heck

@Olli... Sie entscheiden also, wer in den Alpen etwas verloren hat? Aufgrund welcher Ermächtigung?

Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie unkritisch und bereitwillig gehorchen (was Sie mit "Verantwortung" verwechseln) und gerne hätten, dass dies alle anderen auch so handhaben. Ich verweise in diesem Zusammenhang mit den besten Empfehlungen auf meinen Kommentar @Tom vom 22.04.2020, 11:18...

Habe die Ehre!

Olli

@ Michael: Hauptsache „ICH“ - eigentlich haben Typen wie Du in den Alpen nichts verloren. Geh Skifahren. Schön in Ischgl. Da ist Deinesgleichen. Überlasse die Alpen im Sommer denen, die Verantwortung kennen und sich an Regeln, die im Moment nun mal gelten. Ob einem das passt oder nicht.

Seite 1 / 4 Next