Für Tages- und Übernachtungsgäste gibt es einige wichtige Regeln zu beachten. Hier die wichtigsten Infos für euch.

Dieser Artikel wurde am 29. Mai aktualisiert! 

+++ Hüttenübernachtungen in Bayern ab 30. Mai wieder möglich. +++ Reservierung zwingend erforderlich. +++ Übernachtungsgäste müssen leichten Schlafsack (keinen Hüttenschlafsack!), Laken und Kissen mitbringen. +++ Besondere Regelungen auch für Tagesgäste. +++

Wie der Deutsche Alpenverein am 14. Mai auf seiner Webseite mitteilte, habe der DAV in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium ein entsprechendes Konzept für die Hüttensaison in Zeiten von Corona erstellt. Wie auch im Tal gelten strikte Zugangs-, Abstands- und Hygieneregeln.

Zeitplan der Hüttenöffnungen

Gemäß eines Beschlusses des Bayerischen Kabinetts dürfen Gastronomiebetriebe – und damit auch Hütten – wieder öffnen. Dies erfolgt in drei Schritten::

  • ab Montag, den 18. Mai öffnen die Außenbereiche der Hütten.

  • ab Montag, den 25. Mai dürfen Gäste auch den Innenbereich nutzen.

  • ab Samstag, den 30. Mai sind Übernachtungen wieder erlaubt.

Ob und wann eine Hütte tatsächlich öffnet, hängt allerdings von weiteren Faktoren ab, zum Beispiel von der Größe des Außenbereichs, den zu erwartenden Wetterverhältnissen sowie der Möglichkeit, die von den Behörden geforderten Auflagen umzusetzen, so der Alpenverein.

Ganz unabhängig von der Corona-Pandemie haben zu dieser Jahreszeit nicht alle Hütten geöffnet. Der DAV empfiehlt daher, sich vor der Tour auf der Webseite der Hütte oder telefonisch über die Öffnungszeiten zu informieren. Kontaktinformationen liefert die DAV-Hüttensuche

Eine Übersicht bietet der DAV auch auf dieser Seite, die fortlaufend aktualisiert wird.

Mit Umsicht und Ruhe

DAV-Vizepräsident Roland Stierle zeigt sich erfreut über die Wiedereröffnung der Hütten: "Wir sind glücklich, dass die Lockerungen für Gastronomie und Hotellerie auch im alpinen Bereich gelten, das ist ein wichtiges Signal!"

Dennoch warnt er vor einem Ansturm auf die Hütten: "Das wichtigste in der Krise ist immernoch die Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Menschen."

Am besten, man plane auf der Wanderung den Hüttenbesuch nicht zwingend ein. "Wenn man zum Beispiel sieht, dass die Gäste bereits Schlange stehen oder keiner der gekennzeichneten Plätze mehr frei ist, kann man den Hüttenbesuch ja ein anderes Mal nachholen."

Stierle rät deshalb, genug Getränke und Proviant mitzunehmen, um sich auf der Tour selbst versorgen zu können. "Ist dann doch noch ein Platz auf der Berghütte frei, darf man es sich natürlich gemütlich machen."

Diese Regeln sind bei einem Hüttenbesuch zu beachten:

  • Grundsätzlich gelten die gleichen Vorgaben zum Händewaschen, Abstand und Kontaktbeschränkungen wie im Tal!

  • Die gekennzeichneten Laufwege und Sitzflächen sind für jeden Gast bindend. Dies gilt auch für die Anweisungen des Personals.

  • Das Hüttenpersonal nimmt die Kontaktdaten aller Gäste auf, damit die Infektionsketten im Notfall nachverfolgt werden können.

  • Der Mindestabstand beträgt 1,5 Meter – in allen Bereichen: am Tisch, beim Aufstehen und Hinsetzen, auf den Wegen, in den Sanitärräumen und auch im Wartebereich. Ausnahmen hiervon gelten für Personen, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist.

  • Die Hütten dürfen nur in gesundem Zustand besucht werden. Bei Vorliegen von Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung jeglicher Schwere oder von Fieber ist eine Bewirtung leider nicht möglich.

  • Ein Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht – und zwar sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Wie auch im Tal genügen ein Buff-Tuch oder Schal. Lediglich am Tisch ist diese Vorsichtsmaßnahme nicht notwendig.

  • Auf Wartezeiten einstellen: Viele Hütten müssen durch die Abstandsregelungen ihre Sitzkapazitäten stark reduzieren. Gerade bei beliebten Hütten kann es an schönen Wochenendtagen zu langen Wartezeiten kommen.

  • Wanderer sollten genug Proviant und Getränke mitnehmen, um zur Not auch ohne Hüttenbesuch auszukommen.

Hüttenübernachtungen und Reservierungen

Ab dem 30. Mai werden öffiziell auch wieder Hüttenübernachtungen möglich sein. Allerdings werden in dieser Sommersaison nicht alle vom DAV unterhaltenen Häuser auch Schlafplätze anbieten können, da sich nicht auf jeder Hütte die strengen Hygiene-Vorgaben auch umsetzen lassen.

Muss von Übernachtungsgästen mitgebracht werden: Schlafsack (kein Hüttenschlafsack!), Kopfkissen und Bettlaken.

| © DAV / Hauke Bendt

Dies hat zur Folge, dass "voraussichtlich nicht alle Reservierungen, die bereits bestätigt wurden, eingehalten werden können." Wer vorhat, auf einer der rund 80 DAV-Hütten im bayerischen Alpenraum zu übernachten, sollte folgende Punkte beachten: 

  • Zimmer reservieren: Es gilt eine uneingeschränkte Reservierungspflicht! Ohne vorherige Anmeldung gibt es keinen Schlafplatz.

  • Reservierung bestätigen lassen: die Übernachtungskapazitäten auf den Hütten sind deutlich eingeschränkt. Es kann sein, dass auch Reservierungen, die vor einiger Zeit von der Hütte bestätigt wurden, so nicht mehr aufrecht erhalten werden können.

  • Rucksack packen: Neben einem Mund-Nasen-Schutz werden die Gäste je nach Hütte auch einen eigenen wärmenden Schlafsack (keinen Hüttenschlafsack) sowie ein eigenes Kissen und ein eigenes Laken mitnehmen müssen. Details dazu sind vorab mit den Hüttenwirtsleuten abzustimmen. 

  • Abläufe beachten: Jede alpine Unterkunft hat andere bauliche Voraussetzungen und muss die Vorgaben der Behörden anders umsetzen. Allen gemein ist: Gäste werden an der Hütte in Empfang genommen und dort über die Laufwege, Zeitpläne und Vorsichtsmaßnahmen aufgeklärt.

  • Abstand halten: In einem Raum dürfen maximal zwei Hausstände übernachten - unabhängig davon, ob es sich um ein Lager oder ein Zimmer handelt. Für die Nutzung der öffentlichen Waschräume wird es vorgegebene Zeiten pro Raumbelegung geben. Eine ähnliche Prozedur kann es je nach Hütte beim Frühstück und Abendessen geben.

Welche Alpenvereinshütten wann geöffnet haben, erfahrt ihr hier.

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