Was sich zunächst anhört wie die Neuauflage einer legendären Mammut-Kampagne aus dem Jahr 2006 wurde im Fall von Tamae Watanabe offenbar nicht von cleveren Marketing-Strategen ersonnen: Die rüstige Japanerin möchte den von ihr 2002 aufgestellten Altersrekord am Mount Everest nochmals um zehn Jahre nach oben korrigieren.

Bleibt ein Berg der Extreme: Der Mount Everest (Foto: picture-alliance)
Bleibt ein Berg der Extreme: Der Mount Everest (Foto: picture-alliance)

Alpin-Geschichte hat Tamae Watanabe bereits geschrieben: vor zehn Jahren, genauer gesagt am 16. Mai 2002, erreichte die damals 63-jährige Japanerin den Gipfel des höchsten Berges der Erde - und setzte damit einen neuen Altersrekord bei den Damen. Eine Leistung, die bis heute nicht überboten werden konnte. Doch nichts hält bekanntlich für die Ewigkeit und so möchte sich Frau Watanabe diesen Mai daran machen, ihre alte Rekordmarke nochmals um zehn Jahre zu verbessern.

Nach Ansicht von Ang Tshering Sherpa vom asiatischen Bergsteiger-Verband in Nepals Hauptstadt Kathmandu sei dies der 73-Jährigen durchaus zuzutrauen: "Sie ist eine aktive Bergsteigerin, die physisch und mental in der Lage ist, den Everest zu besteigen", so Tshering Sherpa. Doch selbst wenn Watanabe erfolgreich sein sollte, so bliebe ihr der Titel "Ältester Mensch auf dem Everest" verwehrt. Den hat immer noch Min Bahadur Sherchan inne, der 2008 mit 76 Jahren den Gipfel des Berggiganten erreichen konnte.

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