Die vergangenen Tage forderten viele Tote durch Bergunfälle.

Toter am Kanisfluh

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Am vergangnen Mittwoch stürzte ein 21-jähriger Oberndorfer vom 2044 Meter hohen Kanisfluh in Vorarlberg in den Tod. Beim Abseilen im Bereich des Hähle-Sattels auf rund 1800 Metern löste sich ein vom Bergsteiger platzierten Klemmkeil. Daraufhin viel der junge Mann rund 250 Meter in die Tiefe. 

Drei schwere Bergunfälle am Samstag

Am Samstag stürzte ein 51-jähriger Bergsteiger aus dem Raum Regensburg beim Abstieg von der Watzmann-Südspitze rund 150 Meter in die Tiefe. Seine zwei Begleiter stiegen sofort zu ihm ab und leisteten erste Hilfe. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verunglückten zu einem Zwischenlandeplatz, wo er wenig später seinen schweren Verletzungen erlag. 

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Am selben Tag ereignete sich auch auf der Route "Petri Heil" an der Nordwand der westlichen der Drei Zinnen ein schwerer Unfall mit Todesfolge. Ein 23-jähriger Mann wurde von einem Stein getroffen, stürzte daraufhin ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. 

Unterhalb des Gipfels des Schafreuter (auch Schafreiter) im Vorkarwendel brach ebenfalls am Samstag ein 48-Jähiger zusammen und blieb bewusstlos liegen. Der herbeigerufene Notarzt konnte auch hier nur noch den Tod des Mannes feststellen. 

Erneuter Unfall in den Berchtesgadener Alpen und Tote am Sisi-Klettersteig

Am Sonntag ereignete sich in den Berchtesgadener Alpen ein tödlicher Unfall. Ein Wanderer war mit seinen zwei Begleitern auf dem "Unteren Hirschenlauf" im Hagengebirge unterwegs zur Gotzenalm gewesen. Dabei rutschte der 82-Jährige auf einem Stein aus und stürzte etwa 70 Meter tief. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. 

Eine 48-jährige Frau aus Oberösterreich fiel am Sisi-Klettersteig (Schwierigkeitsgrad D) auf den Loser im Ausseerland in der Steiermark mehr als 200 Meter tief über die gesamte Südwand des Berges. Sie rutschte kurz vor dem 1837 Meter hohen Gipfel aus und stürzte in ihr Klettersteig-Set. 

Die Frau hatte ihr Set jedoch falsch eingebunden: Sie befestigte es in der Materialschlaufe des Gurtes, nicht in der Einbindeschlaufe. Die Materialschlaufe, die nicht dafür ausgelegt ist, die Last eines Sturzes abzubremsen oder gar auszuhalten, riss beim Sturz sofort. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. 

Bereits am Donnerstag starb eine 79-Jährige, die sich bei einem Sturz am Loser tödliche Verletzungen zugezogen hatte.

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2 Kommentare

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Andreas Hegyi auf Facebook

@Felix Ux: Es ist aber so das immer mehr Leute ihre Ausrüstung nicht mehr bedienen können oder sich das Zeugs einfach mal geliehen wird ohne sich damit auszukennen.
So wie es früher war, erstmal langsam anfangen und Erfahrung sammeln was Ausrüstung und Touren angeht, ist heute out.

Felix Ux auf Facebook

So dramatisch das auch alles ist...wenn ich in einen D-Klettersteig einsteige und nicht mal in der Lage bin mein Klettersteigset richtig einzubinden....
Zum Teil ist auch die Ausrüstung nur noch zum staunen....hatte bei einer Tour im Hochgebirge ein Pärchen die ohne Wasser gestartet sind und dann auf 3000m dehydriert weder vor noch zurück kamen. Die Berge sind kein Kinderspielplatz...hier heisst der Einsatz nicht Geld...hier spielt man mit dem Leben