Eine Leserin fragt, wie sie sich am besten auf einer Gletschertour einbindet. Hier unsere Antwort.

Beate G., per E-Mail: Ich habe eine Frage zum Einbinden am Gletscher. Auch weil ihr immer empfehlt, sich in die Anseilschlaufe einzubinden, mach ich das so. Jetzt hat mir ein Bergführer mal gesagt, dass er das nicht macht. 

Auf meine Gegenfrage "Warum nicht?" meinte er: "Dann habe ich die Anseilschlaufe frei, um den Seilbund abzubinden und alles ist viel übersichtlicher". Ist das richtig?

Antwort von Olaf: Das ist absolut richtig. Aber so gesehen "Profi-Prozedere". Denn du wirst wahrscheinlich keinen Seilbund (Seil, das über die Schulter aufgenommen ist und immer wieder gelängt oder gekürzt wird, je nach Situation) abbinden.

Das ist eine der wenigen Situationen oder Gründe, wo ein paralleles Einbinden sinnvoll erscheint. Aber wie gesagt, das ist für einen "Nichtbergführer", der nicht mit einem sich ständig ändernden Seilbund arbeitet, nicht relevant. 

Ergo: Binde dich weiter so ein, wie du es gewohnt bist, also in die Anseilschlaufe.

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Mehr Fragen von Lesern und Usern sowie die Antworten von Olaf findet Ihr unter: alpin.de/olaf.

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

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