So wird das Bergwetter vom 1. bis 3. Mai

Wochenendaussichten: Perfektes Bergwetter am langen Wochenende

Im Bergbericht fasst der DAV die Wochenendaussichten in Sachen Bergsport zusammen: Zum 1. Mai wechselt der Bergbericht wie jedes Jahr in den Sommer-Modus. Deshalb wird die Lawinenlage nur noch bei ganz besonderen Entwicklungen thematisiert. Das verlängerte Wochenende bringt tolles Bergwetter, wobei im Hochgebirge noch recht viel Schnee liegt.

Tiefergelegen und südseitig sind die Tourenverhältnisse schon beinahe sommerlich. 
© DAV/Klaus Listl

Tourenverhältnisse

In den deutschen Mittelgebirgen herrschen trockene und schneefreie Wegverhältnisse. In den Bayerischen Alpen gilt das für südseitige Touren bis ca. 1900 m. So ist beispielsweise der südseitige Aufstieg zum Kramer (1985 m /Ammergebirge) schneefrei, während man bei der anschließenden nordseitigen Umrundung noch auf große Schneefelder trifft.

In den nördlichen Kalkalpen gilt das insbesondere für große nordseitige Kare und mit Latschen bewachsene Karst-Hochflächen. So war gestern der Anstieg zur Sarsteinhütte (1650 m/ Dachsteingebirge) komplett schneefrei, während auf dem Weiterweg über das Karst-Plateau zum Hohen Sarstein (1975 m) immer wieder große Schneefelder zu queren waren. Diese waren meist auch nicht tragfähig, weswegen die Mitnahme von Gamaschen eine goldrichtige Entscheidung war.

In Bezug auf hochgelegene Skihochtouren wurden aufgrund der nach wie vor gut eingeschneiten Spaltenzonen und der nicht allzu hohen Temperaturen in den letzten Tagen noch recht gute Verhältnisse gemeldet.

Wochenendwetter im Mittelgebirge

In der Eifel und im Rothaargebirge wird der Freitag sehr sonnig. Zum Sonntag hin ziehen dann mehr Wolken auf und es wird auch windig. Die Maximaltemperaturen pendeln am Kahlen Asten (841 m) um 18°C.

Im Harz und im Thüringer Wald bleibt auch der Samstag noch sonnig. Der Sonntag wird dann eher bewölkt. Auf dem windigen Brocken (1148 m) liegen die Höchstwerte zwischen 13°C und 17°C am Sonntag.

Im Elbsandsteingebirge wird Samstag der sonnigste Tag. Auf dem Großen Zschirnstein (560 m) liegen die Höchstwerte zwischen 17°C und 21°C.

Im Bayerischen Wald ist es inklusive Sonntag wolkenlos. Die Maximaltemperaturen steigen am windigen Großen Arber (1456 m) von 10°C auf 18°C.

Im Schwarzwald wird Freitag der sonnigste Tag. Am Samstag ist es leicht bewölkt und am Sonntag dann eher bedeckt. Am Feldberg (1493 m) liegen die Höchstwerte bei 14°C.

Wochenendwetter in den Alpen

Der Freitag wird in den Ostalpen sehr sonnig, im Westen auch über weite Strecken wolkenlos. Ganz im Osten tauchen teils Wolken auf, die am Nachmittag teils auch dichter ausfallen können. Im Westen windschwach und wärmer, im Osten noch kühl und teils unangenehm windig. Die Nullgradgrenze liegt ganz im Osten bei 2000 m steigend, im Westen bei 3200 m.

Auch der Samstag bringt viel Sonne. Nachmittags bilden sich im Westen Quellwolken, auf der westlichen Alpensüdseite steigt das Gewitterrisiko geringfügig an, evtl. auch in den Allgäuer Alpen. Auch im Osten steigen die Temperaturen. Die Nullgradgrenze pendelt um 3100 m.

Mit leicht auflebendem Südwind bringt der Sonntag noch wärmere Verhältnisse. Es geht zunächst sonnig weiter, nachmittags bilden sich vor allem im Westen aber mehr Quellwolken.

Fazit

Am Freitag macht es in den Alpen Sinn, sich nach Westen hin zu orientieren, wo es wärmer und weniger windig ist. Am Sonntag wird wiederum in Richtung Osten die Sonne am längsten scheinen.

Man sollte sich weiterhin möglichst südseitige Touren bis etwa 1800 m heraussuchen. In anderen Expositionen, im Latschen- sowie im Waldbereich muss man auch darunter mit Altschneefeldern rechnen. Dann sind hohe, feste Bergstiefel, Gamaschen und Teleskopstöcke zu empfehlen. Weil es in den Nächten zumindest bis Samstag durchfrieren dürfte, ist die Mitnahmen von Grödeln, bzw. Spikes zudem eine sehr gute Idee.

Und auch für den Start in die (Sport-)Klettersaison ist das verlängerte Wochenende sehr gut geeignet, wobei jetzt auch südseitige Touren in den Bayerischen Voralpen mit ins Spiel kommen.

Text von Michael Pröttel

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