Absturz auf der Nordseite der Messnerin
Der Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag (24. April 2026) im Bereich der Messnerin (1835 m) im Hochschwabmassiv. Die 58-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung war allein unterwegs und befand sich bereits im Abstieg vom Gipfel. Nach Angaben der Polizei sowie der Bergrettung Tragöß war sie auf einem unmarkierten, aber in Karten verzeichneten Steig unterwegs, als sie gegen 13:20 Uhr die Orientierung verlor und vom Weg abkam. In der Folge stürzte sie im steilen, unwegsamen Gelände mehrere Meter talwärts.
Die Wanderin konnte nach dem Sturz selbstständig einen Notruf absetzen, war jedoch nicht mehr gehfähig. Einsatzkräfte der Bergrettung Tragöß stiegen zur Unfallstelle auf und übernahmen die Erstversorgung. Anschließend wurde die Verletzte zu einer geeigneten Stelle gebracht. Von dort erfolgte die Bergung mittels Tau durch den Notarzthubschrauber Christophorus 12. Nach der Taubergung wurde die Frau vom Rettungshubschrauber in das Unfallkrankenhaus nach Graz geflogen. Laut offiziellen Angaben erlitt sie bei dem Sturz schwere Verletzungen.

Taubergung im steilen Gelände an der Messnerin : Die verletzte Wanderin wurde per Notarzthubschrauber ausgeflogen.
Über die Messnerin
Die Messnerin (1835 m) ist ein markanter Gipfel im südlichen Hochschwab und vor allem von Tragöß aus ein beliebtes Tourenziel. Der bekannteste und einzige markierte Anstieg führt über die Südwestflanke auf den Gipfel. Daneben existieren mehrere unmarkierte Zustiegsvarianten: So kann die Messnerin etwa aus dem Haringgraben über die Pillsteiner Alm von Osten her erreicht werden – technisch unschwierig, jedoch mühsam und im oberen Bereich weglos durch steiles Gelände. Auch von Norden führt mit dem Zustieg über den Scheidecksattel ein nicht markierter Jagdsteig über den Sperberkogel (1580 m) zum Gipfel. Eine weitere Variante verläuft aus dem östlichen Josertal über den Rabenstein (1483 m) zur Pillsteiner Höhe.
Zusätzlich ist die Messnerin auch ein Ziel für Kletterer: Über Westgrat und Westwand führen mehrere längere Routen. Am Nordwestgrat steht zudem die markante Berglandspitze, ein eigenständiger Klettergipfel mit eigenen Routen.

0 Kommentare
Kommentar schreiben