Immer mehr Menschen entdecken den Klettersport für sich. Damit die ersten Schritte in der Vertikalen gelingen, haben wir ein paar Tipps für Anfänger.

Aufgrund der Corona-Pandemie blieben Kletter- und Boulderhallen lange geschlossen. Auch wenn von einer Rückkehr zur Normalität noch nicht die Rede sein kann, wird das Klettern in der Halle (vor allem aber in den Außenbereichen) in immer mehr Anlagen und unter Berücksichtigung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln wieder möglich. 

Es dürfte nur noch eine Frage von wenigen Wochen sein - die anhaltend positive Entwicklung bei den Inzidenzwerten immer vorausgesetzt -, bis auch das Kursangebot wieder hochgefahren werden wird. Grund genug, sich für den Einstieg in den Klettersport fit zu machen!

Vom Schnupper- zum Klettergrundkurs: Wie funktioniert's?

Zuallererst einmal braucht man "nur" die Motivation, sich für einen Kurs anzumelden. Am besten eignet sich sicherlich fürs Erste ein Schnupperkurs. Das Gute an diesem Angebot ist die Möglichkeit, ohne großen finanziellen Aufwand die Sportart auszuprobieren. Sämtliche Kletterausrüstung, angefangen bei den Schuhen bis zum Sicherungsgerät, wird im Normalfall vom Anbieter gestellt. Im Schnitt muss man mit etwa 20 bis 50 Euro Kursgebühr rechnen.

Hat man nach dem Schnuppern Lust auf mehr, sollte man einen Klettergrundkurs belegen. Dort erlernt man die Grundlagen für das selbstständige Klettern, vor allem die Sicherungstechnik und das Ablassen, verschiedene Klettertechniken und eventuell erste Erfahrungen im Vorstieg bekannter Routen. 

Die Kosten für einen Kurs (durchschnittlich 8 bis 10 Stunden) bewegen sich je nach Anbieter zwischen 130 und 170 Euro. Gerade Leute, die unter der Woche arbeiten, können in speziellen Wochenendkursen in kompakter Form das nötige Know-how fürs selbstständige Klettern lernen.

Entscheidet man sich, einen Grundkurs zu belegen, sollte man sich auch eine Kletterausrüstung anschaffen, ansonsten zahlt man relativ hohe Leihgebühren, und in gebrauchten Kletterschuhen zu klettern, ist auch nicht jedermanns Sache.

Das eigene "Kletterzeug": Was benötige ich?

Wie gesagt, spätestens bei der Anmeldung zum Grundkletterkurs sollt man sein eigenes "Kletterzeug" haben. Wir empfehlen hier folgende Grundausstattung: Klettergurt, Sicherungsgerät, HMS-Karabiner, Kletterschuhe, evtl. Chalk-Bag.

Hier findet ihr unsere Packliste Hallenkletten. Für eine Großansicht klickt auf das Produktbild:

Etliche Bergsportausrüster bieten entsprechende Einsteiger-Sets an. Und der Deal lohnt sich. Der Preis für eine Grundausstattung mit den oben genannten Elementen liegt in etwa bei 150 Euro. Kauft man sich die Teile einzeln, muss man meist deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Wer dann noch nicht genug hat vom Konsumrausch, kann sich zudem ein Seil, einen Satz Expressen und einen Helm zulegen. Der ganze Spaß kostet dann nochmal ca. 250 Euro. Dafür ist man dann aber auch reif für den Felsen. Theoretisch! Denn vorher heißt es, ab in die Halle und Kurs absolvieren!

Wer bietet Kurse an?

In der Regel sind die Kletterhallen erster Anlaufpunkt. Dort gibt es ein großes Kursangebot für jeden Geschmack - von Schnuppern über Wochenendkurs bis zum Fortgeschrittenen- Techniktraining. Ist eine DAV-Sektion Träger der Halle, kann man sich in der jeweiligen Geschäftsstelle über das Kursangebot informieren.

Aber auch Bergschulen sind gute Adressen, um abzuheben. Hallenkurs-Angebote sucht man bei den professionellen Bergschulen meist vergeblich. Für den Einstieg ins Felsklettern sind sie aber die perfekten Partner:

  • Alpinschule Bavaria

  • Hauser Alpin

  • Bergschule Oberallgäu

  • Mammut Alpine School

  • DAV Summit Club

  • Bergsteigerschule des OeAV

Hallenklettern: Wo kann ich klettern?

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+++ Alle unsere Berg-Rätsel für SchlauBERGEer findet ihr hier. +++

Text von Romana Bloch