Bewertungsskala am Klettersteig

Klettersteig: Wie schwer ist "schwierig"?

Klettersteig ist nicht gleich Klettersteig. Leicht und schwer, talnah oder alpin, alpine Steiganlage oder sportliche Hangel-Höchstleistung. Wir beantworten die Leserfrage: Gibt es eine Umrechnung der Klettersteig-Kategorien zur besseren Einstufung seines Könnens?

Olaf klärt das schon: Wie schwer ist die Einstufung "schwierig" am Klettersteig?
© picture alliance / imageBROKER / Moritz Wolf

Am Klettersteig: Schwierigkeiten richtig einstufen?

Tanja K., per Mail: Ich habe immer Probleme mit der Einstufung der Klettersteige und suche dann nach einem Klettersteig, den ich kenne und vergleiche den Buchstaben. 

Aber wenn der Buchstabe des neuen Klettersteigs höher ist, dann weiß ich oft nicht, ob das immer noch in meinem Bereich liegt oder schon darüber ist. Gibt es eine Art "Umrechnung" der Klettersteig-Buchstaben und I-VI o.ä., damit man sich hier leichter tut?

Kann man Kletter- und Klettersteigschwierigkeiten vergleichen?

Antwort von Olaf: Grundsätzlich ist deine Herangehensweise ja richtig. Von dem auszugehen, was man kennt und sich dann langsam "vorarbeiten". Aber klar: Die Bewertungen sind nie linear. 

Eine Umrechnung in die UIAA-Skala, mit der ja Kletterrouten bewertet werden, gibt es nicht und würde auch keinen Sinn machen, weil die Anforderungen zu unterschiedlich sind. Aber es gibt eine Übersicht über die verschiedenen Bewertungssysteme auf Klettersteigen. 

In den letzten Jahren hat sich die Buchstaben-Bewertung (also die Schall-Skala) weitestgehend durchgesetzt. Und mit der Erklärung dahinter, was einen da "erwartet", finde ich das schon ganz gut.

<p>Die unterscheidlichen Skalen zur Bewertung von Klettersteigen und die Inhalte dazu.</p>

Die unterscheidlichen Skalen zur Bewertung von Klettersteigen und die Inhalte dazu.

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Mehr Fragen von Lesern und Usern sowie die Antworten von Olaf findet Ihr unter: alpin.de/olaf.

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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Eure Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Eure Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

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3 Kommentare

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Tanja auf Facebook

Ich habe nach der AW von Olaf auch noch was dazu gefunden.
Als ich letzten Sommer den Innsbrucker KS (1.Teil) gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass da 3 Stellen waren, an denen ich mit 160 cm riesige Probleme hatte, weil ich einfach zu klein bin. Jemand mit 180 cm konnte an diesen Stellen den Griff/Tritt, bei dem ich Probleme hatte, locker erreichen.
Schade, dass solche Hinweise leider nur selten in den KS-Führern erwähnt werden.

Ein Gast

Auch bei der Gegenüberstellung Hüsler-Skala / Schall Skala sieht man immer wieder Unterschiede – da gibt es keine Einheitlichkeit.
Ich war jetzt auf der Seite des Schall Verlags und orientiere mich jetzt an deren Gegenüberstellung:

K1 -> A
K2 -> B
K3-K4 -> C
K4-K5 -> D
K6 -> E

MB

Hallo,
natürlich kann man das grob mit der UIAA Skala abschätzen!
A = gesicherter Wanderweg
A/B = 1
B = 2
B/C = 3
C = 4
usw..

Bei C ist ungefähr die Schwelle wo Leute die nicht klettern an ihre Grenze kommen, was man bei Anfängern in der Halle ebenfalls im Bereich 4 beobachten kann. Jemand der eine 8 klettert wird auch jede längere E Passage klettern können.