Am 16.04.2019 verunglückten David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelley am Howse Peak tödlich.

Der 16. April 2019 markiert das Ende einer Ära. An jenem schwarzen Dienstag erreichen die beiden Tiroler Extremalpinisten Hansjörg Auer und David Lama zusammen mit ihrem US-amerikanischen Seilpartner Jess Roskelley über die extrem herausfordernde Route "M16" den Gipfel des Howse Peak (3295 m).

Prägten den modernen Alpinismus: Hansjörg Auer und David Lama. 

Prägten den modernen Alpinismus: Hansjörg Auer und David Lama. 

| © David Lama / Red Bull Content Pool

Beim Abstieg kommt es zur Katastrophe: Das Trio wird von einer Lawine aus der Wand gerissen. Nicht nur die alpine Szene reagiert weltweit geschockt auf die Nachricht vom Tod der drei Profibergsteiger.

"Klettern und Bergsteigen im Grenzbereich ist kein Spiel ohne Risiko – aber eines, ohne das ich nicht leben kann. […] Das Einzige, was zählt, ist der Moment. Ich will etwas tun, das mich fordert. Ganz oder gar nicht. Je intensiver, umso mehr bekomme ich retour und umso mehr spüre ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin", so Hansjörg Auer 2015 in einem Interview.

Wie Lama war auch Auer bereit, bei seinem Tun die eigenen körperlichen wie mentalen Grenzen auszuloten und, wenn möglich, weiter zu verschieben. Als Hasardeure galten die beiden Tiroler aber mitnichten. 

Und so stellte sich für viele nach dem tragischen Unfall die Frage, wie diese äußerst erfahrenen und besonnenen Ausnahme-Alpinisten an dem Dreitausender ihr Leben verlieren konnten.

2020 hat sich John Roskelley, der Vater von Jess, mit einem Team von "Bergwelten" in der kanadischen Provinz Alberta auf Spurensuche begeben, um vielleicht am Howse Peak Antworten zu erhalten.

Die sehenswerte Reportage "Den Himmel erklommen" ist in der Mediathek von ServusTV abrufbar.

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