Lawinenabgang im Variantenbereich von Kühtai@(zwischenHeadlineTag)>
Laut einer Presseaussendung der Polizei Tirol vom 25. Februar 2026 ereignete sich gegen 14:55 Uhr ein Lawinenunfall im Variantenbereich des Skigebiets Kühtai. Eine fünfköpfige internationale Gruppe startete an der Bergstation der Hohen Mut Bahn und fuhr in den rund 35 bis 40 Grad steilen Hang unterhalb des Gipfels "Die Mute". Zwei Personen verließen den Hang frühzeitig in Richtung Piste, drei weitere setzten ihre Abfahrt in Richtung Graf Ferdinand Haus fort.
Dabei lösten sie ein Schneebrett von etwa vierzig Metern Breite und rund 150 Metern Länge aus. Eine Person wurde teilverschüttet, konnte jedoch von den Begleitern rasch befreit werden. Mitarbeiter der Bergbahnen Kühtai beobachteten den Abgang und alarmierten umgehend die Rettungskette. Die Besatzung des Notarzthubschraubers Martin 2 sowie die Alpinpolizei trafen die Gruppe beim Graf Ferdinand Haus an. Die Beteiligten gaben an, dass niemand verletzt wurde und sich keine weiteren Personen im Hang befanden. Nach einem Erkundungsflug wurde der Einsatz beendet.

Im Hintergrund der Zwölferkogel. Die roten Kreise zeigen "Die Mute" und das "Graf Ferdinand Haus".
Mehrere Lawinenabgänge am Hintertuxer Gletscher@(zwischenHeadlineTag)>
Bereits gegen 11:30 Uhr meldete die Pistenrettung am Hintertuxer Gletscher einen Lawinenabgang im Bereich der Talstation des Sessellifts "Lärmstange" auf 2230 m. Nach Angaben der Polizei Tirol fuhren ein 47-jähriger Brite und eine 41-jährige US-Amerikanerin vom Tuxerfernhaus ins freie Gelände. Beim Queren eines rund dreißig Grad steilen Hangs löste der Mann ein Schneebrett von etwa sechzig bis siebzig Metern Breite und rund hundert Metern Länge aus. Er wurde oberflächlich mitgerissen, blieb aber unverletzt. Seine Begleiterin befand sich oberhalb der Abrisskante und wurde nicht erfasst.
Während der Shuttleflüge des Notarzthubschraubers Alpin 5 meldete dessen Besatzung weitere Lawinenabgänge rund dreihundert Meter oberhalb der ersten Abrisskante. Die Bergrettung Tux, drei Lawinenhundeführer und die Alpinpolizei suchten die Kegel ab. Zusätzlich wurden zwei spontane Lawinenabgänge an der Weißen Wand und im Bereich Malgrube beobachtet. Insgesamt mussten sieben Lawinenkegel – drei große und vier kleinere – abgesucht werden. Es gab keine Verschütteten oder Verletzten. Erst am 22. Februar 2026 sind zwei schwedische Skifahrer auf der gesperrten Skiroute "Unterm Eisbruch" von einer Lawine erfasst worden.
Einordnung der Lage: Neuschnee, Erwärmung und schwache Altschneedecke@(zwischenHeadlineTag)>
Der Lawinenlagebericht vom 25. Februar 2026 für die Region Zillertaler Alpen, und Sellrain beschreibt eine weiterhin gefährliche Lawinensituation - Warnstufe 4 über der Waldgrenze. Viel Neuschnee, stürmischer Wind und eine schwache Altschneedecke führten zu einer ausgeprägten Störanfälligkeit. Bereits einzelne Wintersportler konnten laut Expert:Innen "leicht Lawinen auslösen". Mit der außergewöhnlichen Erwärmung am Mittwoch nahm zudem die spontane Aktivität nasser Lawinen deutlich zu.
Die Gefahrenstellen lagen zahlreich im Bereich und oberhalb der Waldgrenze, besonders an West-, Nord- und Osthängen. Dort konnten Lawinen bis in tiefe Schichten durchreißen und groß werden. Auch an Südost-, Süd- und Südwesthängen oberhalb von rund 2600 m bestanden einzelne Gefahrenstellen. Fernauslösungen waren möglich.
Erwartete Entwicklung der Lawinenlage@(zwischenHeadlineTag)>
Laut aktuellem Blogeintrag auf Lawinen.report vom 25. Februar 2026 wird sich die angespannte Situation in den kommenden Tagen nur langsam entspannen. Die außergewöhnlich warmen Temperaturen bleiben zunächst bestehen und führen zu einer weiteren Durchfeuchtung der Schneedecke, besonders in mittleren und tiefen Lagen. Gleichzeitig bleibt der Neuschnee der vergangenen Tage in höheren Bereichen schlecht mit dem Altschnee verbunden.
Mit zunehmender Sonneneinstrahlung steigt die Gefahr von nassen Lockerschnee- und Gleitschneelawinen im Tagesverlauf deutlich an. In höheren Lagen bleibt die Gefahr trockener Schneebrettlawinen bestehen, da die schwachen Schichten im Altschnee weiterhin leicht gestört werden können. Erst mit einer deutlichen Abkühlung oder einer stabilisierenden Schönwetterphase ist mit einer nachhaltigen Entspannung zu rechnen.


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