Ohne alpine Erfahrung und Schutzausrüstung

Schneeschuhwanderer lösen Lawine aus und werden mitgerissen

Ohne alpine Erfahrung und Schutzausrüstung unterwegs: Eine Gruppe Schneeschuhwanderer löst eine Lawine aus und wird mitgerissen. Die Polizei spricht von "Glück" für die Beteiligten.

Für die Bergwacht war zunächst unklar, wie viele Personen von der Lawine verschüttet wurden.
© picture alliance / Fotostand / Wassmuth

Lawinenauslösung nahe Schönau am Königssee

Schneeschuhwanderer haben in den Berchtesgadener Alpen eine Lawine ausgelöst und sind davon mitgerissen worden. Laut Polizei wurde nur einer von ihnen leicht verletzt. Die Gruppe sei ohne alpine Erfahrung und die erforderliche Schutzausrüstung losgezogen, hieß es. "Sie haben Glück gehabt", sagte ein Polizeisprecher. 

Als die Einsatzkräfte am 28. Februar 2026 um 11:30 Uhr alarmiert wurden, war zunächst unklar, wie viele Personen von der Lawine verschüttet waren. Zwei Einsatzkräfte der Bergwacht wurden mit dem Rettungshubschrauber in das Gebiet geflogen, wie die Polizei mitteilte.

Wanderer befreien sich eigenständig

Den Angaben nach waren die Schneeschuhwanderer am Samstag nahe Schönau am Königssee (Landkreis Berchtesgadener Land) zu fünft unterwegs. Drei von ihnen hatten beim Überqueren der Nordwestseite des Windschartenkopfs die Lawine ausgelöst. Die Wanderer wurden bis zu einer Kante mitgerissen, an der der Hang steil abfällt. Sie konnten sich selbst befreien. Zwei der Wanderer blieben unverletzt, der dritte wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus geflogen.

Bergwacht sucht Gelände mit Hunden und LVS ab

Die Gruppe hatte angegeben, als einzige im Bereich unterwegs gewesen zu sein. Die Bergwacht hatte das Gelände zur Sicherheit nach weiteren verschütteten Personen abgesucht, ohne Ergebnis. Dabei kamen unter anderem Lawinensuchgeräte und Spürhunde zum Einsatz.

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