Wir haben euch gefragt, ob zukünftig schon vor einer Bergtour Parkplätze reserviert werden sollten, um den starken Besucheransturm im Alpenraum besser zu lenken? Hier findet ihr sämtliche User-Kommentare zu unserem Kontrovers-Thema.

Stau, volle Parkplätze und verärgerte Bergsteiger: Um Parkplatzprobleme in den Griff zu bekommen, sollten Ausflügler am besten schon vor der Bergtour ein Park- Ticket buchen können. Wer keines mehr bekommt, sollte gar nicht erst anreisen.

Montagmittag in Pontresina: Wir sind früh losgefahren, gut im Zeitplan und wollen entspannt zur Tschiervahütte aufsteigen. Einziges Problem: Alle Parkplätze sind voll – am Bahnhof, am Wanderparkplatz und weiter oben im Ort ebenfalls. Ich werde ungeduldig. 

Das Auto soll möglichst ohne Schweizer Strafzettel drei Tage in Pontresina stehenbleiben. Eine halbe Stunde und fünf Schleifen später haben wir doch Glück und finden eine der begehrten Standflächen. Dieses Szenario kennt jeder Bergsteiger. 

Um den Besucheransturm und den damit einhergehenden Parkplatznotstand unter Kontrolle zu bringen, haben die Allgäu Top Hotels nun einen Vorschlag gemacht: Die Parkplätze in den am stärksten frequentierten Orten im Allgäu sollen erfasst und im Internet hinterlegt werden, damit sich Wanderer schon von daheim aus ein Ticket buchen können. 

Wer für das Wunschziel kein Online-Ticket bekommt, soll erst gar nicht anreisen. Eine sinnvolle Besucherlenkung sagen die einen – die anderen bezweifeln, dass das die Lösung des Problems sei. Denn so wären spontane Bergtouren definitiv passé.

Die gesammelten Stimmen unserer User findet ihr in den Kommentaren, das Ergebnis unserer Kontrovers-Umfrage präsentieren wir euch hier.

20 Kommentare

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Berghorn

.....Wie soll man so noch spontan eine Bergtour planen......

Im Grunde ein Widerspruch, entweder ich plane eine Tour oder entscheide mich für diese spontan. Plane ich, kann ich früh genug vor Ort sein, starte ich spontan, kann es eben eng werden.

Wenn Tourismusgebiete mit großer Werbetrommel rühren, dann sollen sie auch die Infrastruktur bereitstellen. Ein bekanntes Problem.

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Man muss nur wissen, wo man hin fährt. Die üblichen Hotspots und Gondelberge meiden wir. Und da wir noch immer der Meinung sind, dass eine Bergtour früh beginnt, haben wir auch keine Parkplatzprobleme. Öffentliche Verkehrsmittel wären schön und gut, halte ich aber für so schnell nicht realistisch (außer man wohnt in München und dann hat man wieder das Problem mit den überfüllten Bergen).

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Es wird sich auf Dauer nicht vermeiden lassen, für stark frequentierte Ausgangspunkte in Bezug auf Bergtouren einen Parkplatz zu reservieren. Auf den Berghütten ist das ja auch Pflicht geworden. Dies aber auch um das ignorieren der Reservierung kostenpflichtig abzuwickeln. Leider ist es aber auch so, dass in beiden Fällen spontane Unternehmungen fast nicht mehr möglich sind.

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Bedenklich, dass diese Diskussion überhaupt geführt wird. Verantwortungsvolles Verhalten - und nicht wegen einem einzigen Tag von weiss ich nicht woher in die Berge karren mit dem Auto - heisst die einfache Lösung. Und plötzlich hat es auch an Hotspots wieder für 'normale Bergsteiger' Platz genug zum Parken - und zum Wandern...

Trischberger

Beispiel Parkplatz Schlegeisspeicher: Do kurz vor 10:00. Mautgebühr 14 Euro, keine Info zur Parkplatzsituation vor der Mautstelle. Oben kein regulärer Parkplatz, Wildparken auf allen freien Flächen. Nach sofortiger Rückfahrt fanden wir vor der Mautstelle eine lange Schlange wartender PKW-Fahrer, die schon bezahlt hatten. Das ist schon dreist, was die Betreiber im Zillertal so treiben, von der Umweltbelastung ganz zu schweigen. Daher sind wir für eine bessere Steuerung der Verkehrsbelastung in den Bergen, wenn es sein muß auch mit Parkplatzreservierung.

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Wer die Natur liebt, sollte besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen

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Wie soll man so noch spontan eine Bergtour planen? Man muss ja auch und vor allem die Wetterlage mit einbeziehen und manchmal noch relativ kurzfristig umentscheiden.

Michael Debertin

Zur Natur- und Bergverbunfenheit gehört auch Umweltbewusstsein und Rücksicht auf andere. Wer das nicht respektiert handelt schlichtweg egoistisch und braucht sich über harte Strafen und den Zorn der Anwohner nicht wundern wenn einfach irgendwo geparkt wird und der Müll einfach in die Natur „wandert“.

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Parallel dazu braucht es ein allgemeines Umdenken: Weg vom Individualverkehr, hin zum ÖPNV, der in besserer Taktung fahren sollte und auch vom Fahrplan her aufeinander abgestimmt sein sollte. Und was soll das bitte mit den E-Bikes am Berg? Alle reden vom Klimawandel, aber keiner will Strom sparen... absurd... Nutzt sie gerne im Tal, wo die entsprechende Infrastruktur für Ladepunkte vorhanden ist, aber bitte lasst die Berge doch naturbelassen.

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Für Besucher ist es eine gute Lösung, denn wenn man derzeit einen Parkplatz haben möchte muss man bereits sehr früh los, weshalb das Thema Spontanität sowieso schon nicht mehr gegeben ist.

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