Nachdem die klassischen Fleecejacken in der Hochzeit der Softshells fast vom Markt verschwunden waren, ist das Angebot an Materialien inzwischen größer denn je. Wir haben eine kleine Auswahl für Euch getestet.

Wer hat sich nicht schon mal an einem kühlen Winterabend zu Hause in sein Fleece gekuschelt und war glücklich über dieses Teil. Aber für uns Alpinisten hat ein Fleece ja eigentlich eine andere Aufgabe: Es soll am Berg wärmen! Die Alleskönner unter den Bekleidungsschichten weisen inzwischen eine immense Bandbreite auf. 

Von der hauchdünnen Schicht, die eher als Unterwäsche dient, bis zur dicken Jacke, die robust und schwer ist und als äußere Lage getragen werden kann, gibt es alles. Der klassische Einsatz allerdings ist die Nutzung als wärmende Schicht über einem Funktionsshirt, ohne etwas drüber. Oder als warme zweite Lage unter einer wie auch immer gearteten Jacke. 

Die Funktionsweise von Fleecen ist einfach: Durch die vielen kleinen Härchen entstehen Luftpolster, die für die Isolation sorgen. Anfangs waren die Fleecehärchen immer ganzflächig angebracht, so wie es heute beispielsweise bei der Variante Thermal Pro von Polartec noch der Fall ist. Die sind warm und super angenehm zu tragen, brauchen aber recht viel Volumen, wenn man sie verpackt. 

Heute wird oft versucht, mit partiellen Polstern zu arbeiten, so wie es an den Produkten von Karpos und Salewa und auch Houdini der Fall ist. In den Zwischenräumen (Kanälen) zwischen den einzelnen Luftkissen befindet sich Luft, die isoliert, aber beim Packen kein Volumen „verbraucht“, und auch nichts wiegt. Das funktioniert gut, ist aber, wie bei fast allen Fleece, sehr windanfällig: Im Sturm wird die aufgewärmte Luft davongeweht. 

+++ Für die Schicht drüber: Hier geht es zu unserem aktuellen Test nachhaltiger Hardshelljacken. +++

Bei dem Produkt von Houdini mit Power Air steckt die Idee dahinter, die Fleecekissen komplett „einzupacken“, um so das Mikroplastik, das beim Waschen in das Abwasser gelangt, zu reduzieren. Eine sinnvolle Initiative, die aber zulasten des Gewichts geht. Power Air ist deutlich schwerer als herkömmliche Fleeceprodukte und ist auch nicht so kuschlig. Das Schöne an der großen Auswahl: Jeder findet das Fleecejacken- oder -pullovermodell, das ihn am meisten anspricht. Da ist dann das größte Problem, sich für das Lieblingsteil zu entscheiden.

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