Mit Kleinkind auf die Zugspitze fahren?@(zwischenHeadlineTag)>
Frage von Holger per E-Mai: Wir wollen mit unserer elf Monate alten Tochter gerne auf die Zugspitze fahren. Ist das sinnvoll oder sollte einer von uns lieber mit ihr unten bleiben?
Mit Kleinkind auf die Zugspitze? Das geht!@(zwischenHeadlineTag)>
Antwort von Olaf: Ich sehe für ein gesundes Kind keine Probleme. Wenn du mit Kind fliegst (und das tun ja viele), bist du auch Druckverhältnissen wie auf ca. 2500 Metern ausgesetzt. Ihr werdet ja nicht ewig auf dem Gipfel bleiben, sondern wahrscheinlich nach spätestens zwei Stunden wieder runterfahren. Wenn es dem Kind nicht gutgeht, wird es sich schon melden (also quengelig sein oder schreien). Dann müsst ihr halt zusehen, dass ihr wieder runterkommt. Für den Druckausgleich in der Bahn hilft ein Schnuller im Mund.
Kleinkind und Höhenlage:
Höhen ab 2500 m können bei empfindlichen Menschen Symptome wie leichte Kopfschmerzen oder Müdigkeit auslösen – das gilt auch für Kleinkinder.
Es ist sinnvoll, sich langsam an die Höhe zu gewöhnen, aber bei einem kurzen Besuch wie auf der Zugspitze ist das Risiko gering.
Achtet auf Verhaltensänderungen: Wird das Kind ungewöhnlich still, schläft auffällig viel oder ist sehr unruhig? Dann besser wieder mit der Bahn ins Tal!
Macht es euch oben gemütlich, genießt die Aussicht, aber bleibt nicht zu lange. Nehmt warme Kleidung, Snacks, etwas zum Trinken und natürlich den Lieblingsschnuller mit. Und denkt dran: Nicht der Gipfel ist das Ziel – sondern ein entspannter Familienausflug!
Und: nehmt für den Aufstieg lieber die Zahnradbahn und tastet euch langsam an die Höhe heran! Hat das Kind unten am Gletscher keine Probleme, geht's vermutlich auch am Gipfel.
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Olaf Perwitzschky ist ALPIN-Testredakteur und staatlich geprüfter Bergführer. Berge sind seine Leidenschaft - und Ihre Fragen sind ihm Herausforderung! Jeden Monat beantwortet er Ihre Anliegen im ALPIN-Heft unter der allseits bekannten Rubrik "Olaf klärt das schon!".

1 Kommentar
Kommentar schreibenWir hatten eine ähnliche Situation; wir wollten 1 Woche in einer AV-Hütte bleiben mit unserer damals 1-Jährige Tochter. Zu Hause haben wir uns informiert und bevor wir aufgestiegen sind, haben wir einige Akklimatisierungstouren gemacht. Hat dann wunderbar geklappt. Dass es nicht bei jedem Kind klappt haben bekannten erfahren; die Tochter bekam ab 2.500m ständig Nasenbluten. Also einfach auf eure Tochter hören und ggf. wieder runter.
Viele Grüsse,
Rene