Neue Bestzeit auf Klassiker-Route am Mont Blanc
Die klassische Speed-Route führt von der Kirche in Chamonix über die Grand-Mulets-Route zum 4806 m hohen Gipfel des Mont Blanc und wieder zurück. Rund 30 Kilometer und etwa 3700 Höhenmeter sind dabei zu bewältigen.
Am 25. April starteten Samuel Equy und Mathéo Jacquemoud um 6:56 Uhr ihren Versuch. Equy erreichte den Gipfel nach 3:41 Stunden, Jacquemoud folgte rund eine Minute später. Nach einer schnellen Skiabfahrt kehrten beide gemeinsam nach Chamonix zurück. Gesamtzeit: 4:41:24 Stunden.
Damit verbesserten sie die bisherige Bestmarke von William Boffelli um rund zwei Minuten. Dessen Zeit von 4:43:24 Stunden war erst im Mai 2025 aufgestellt worden.
Bereits im Vorfeld hatte sich gezeigt, dass die Verhältnisse anspruchsvoll sind. Vor allem die sogenannte Jonction – eine stark zerklüftete Gletscherzone zwischen den klassischen Lagerpunkten – stellte eine Schlüsselstelle dar.
Laut den Alpinisten habe eine ausgeprägte Bruchlinie das Gelände zusätzlich erschwert. Im Aufstieg mussten sie teilweise sichern und Zeit investieren, um die Passage zu überwinden.
Entwicklung eines Rekords
Für Jacquemoud ist die Route seit Jahren ein Maßstab: Bereits 2013 hatte er hier eine Bestzeit von 5:06 Stunden aufgestellt. Diese hielt über ein Jahrzehnt, bevor sie zuletzt mehrfach verbessert wurde.
Drittes Großprojekt in kurzer Zeit
Der neue Rekord ist Teil einer außergewöhnlichen Saison von Mathéo Jacquemoud. Erst wenige Wochen zuvor durchquerte er die gesamten Alpen aus eigener Kraft, von Wien bis Nizza, in rund 20 Tagen. Dabei legte er rund 2200 Kilometer und 86000 Höhenmeter zurück.
Kurz darauf stellte er gemeinsam mit William Boffelli auch auf der Haute Route von Chamonix nach Zermatt eine neue Bestzeit auf: 13 Stunden und 27 Minuten für rund 100 Kilometer und über 8000 Höhenmeter – eine Strecke, für die normalerweise mehrere Tage benötigt werden.



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