- Nordseite bleibt geschlossen: Everest nur über Nepal erreichbar
- Höhere Permitpreise: Nepal zieht Gebühren deutlich an
- Neue Vorgaben für Personal: Versicherungen und Tagespauschalen
- Guide-Quote: Solo-Aufstiege faktisch ausgeschlossen
- Tourism Bill weiterhin nicht beschlossen
- Icefall Doctors bereiten die Route vor
Nordseite bleibt geschlossen: Everest nur über Nepal erreichbar
Für ausländische Bergsteigerinnen und Bergsteiger bleibt die tibetische Nordseite des Mount Everest auch in der Frühjahrssaison 2026 geschlossen. Expeditionen sind dort weiterhin ausschließlich chinesischen Teams vorbehalten. Expeditionsleiter Lukas Furtenbach bestätigte, dass keine Genehmigungen für internationale Gruppen erteilt werden. Eine offizielle Mitteilung der chinesischen Behörden liegt zwar nicht vor, doch die Praxis der vergangenen Jahre setzt sich fort. Die Folge: Die nepalesische Südseite wird erneut stark ausgelastet sein.
Höhere Permitpreise: Nepal zieht Gebühren deutlich an
Nepal hat die sechste Novelle der Expeditionsregeln verabschiedet und in der Nepal Gazette veröffentlicht. Damit sind die Änderungen rechtskräftig. Das Permit für die Normalroute am Everest kostet nun 15.000 US-Dollar statt zuvor 11.000 US-Dollar. Auch an anderen Achttausendern steigen die Gebühren: Für Kangchendzönga, Lhotse, Makalu, Dhaulagiri und Annapurna I erhöht sich der Frühjahrstarif von 1800 auf 3000 US-Dollar. Für den Manaslu galt dieser Satz bereits im Herbst 2025.
Neue Vorgaben für Personal: Versicherungen und Tagespauschalen
Die Gazette bestätigt zudem stark erhöhte Versicherungssummen für nepalesisches Expeditionspersonal. Für Bergführer werden künftig 2 Millionen Rupien (13.800 Dollar) fällig, zuvor waren es 500.000 Rupien (3450 Dollar). Auch die Tagespauschalen steigen: Ein Climbing Sherpa erhält nun 1200 Rupien pro Tag, umgerechnet rund 8,25 US-Dollar.
Guide-Quote: Solo-Aufstiege faktisch ausgeschlossen
Neu ist die Vorgabe, dass bei kommerziellen Achttausender-Expeditionen mindestens ein Bergführer oder Climbing Sherpa auf zwei Kundinnen oder Kunden kommen muss. Streng ausgelegt würde dies Solo-Besteigungen verhindern. Mehrere nepalesische Anbieter erklärten jedoch, dass Profibergsteiger die Regel umgehen könnten, indem sie einen Guide bezahlen, aber eigenständig klettern. Eine offizielle Klarstellung der Regierung steht aus.

Tourism Bill weiterhin nicht beschlossen
In internationalen Medien wurde zuletzt häufig berichtet, die geplante Tourism Bill sei bereits verabschiedet. Laut Faktenlage ist das nicht korrekt. Zwar hat die Nationalversammlung (Oberhaus) die Vorlage angenommen, doch das Repräsentantenhaus muss noch zustimmen. Die Parlamentswahl am 05. April verzögert den Prozess zusätzlich. Damit gilt für die Frühjahrssaison 2026 weiterhin das bisherige Tourismusgesetz. Die viel diskutierte 7000er-Pflicht für Everest-Aspiranten ist somit noch nicht in Kraft.
Icefall Doctors bereiten die Route vor
Das Team der Icefall Doctors hat das Basislager auf der Südseite erreicht. Die acht Sherpas richten die Route durch den Khumbu-Eisbruch ein und sichern sie während der gesamten Saison. Teamchef ist erneut Ang Sarki Sherpa, der seit 2008 im Eisbruch arbeitet.


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