Notruf nach über 12 Stunden am Berg
Am 19. Februar 2026 startete ein 50-jähriger Vater gemeinsam mit seinen beiden Töchtern (17 und 21 Jahre) sowie dem 22-jährigen Freund der älteren Tochter eine Tour mit Langlaufski auf den Dürrenstein. Die Route führte über den Höllgraben zur Ybbstalerhütte und weiter in Richtung Gipfel.
Rund 100 Höhenmeter unterhalb des 1.878 Meter hohen Gipfels gerieten die beiden jungen Frauen im Bereich steiler Abbrüche in Panik. Gegen 18:45 Uhr setzte der Vater einen Notruf ab. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Gruppe bereits seit über zwölf Stunden im winterlichen Gelände.
Aufwändige Rettung bei schwierigen Bedingungen
Aufgrund widriger Wetterverhältnisse und bis zu einem Meter Neuschnee gestaltete sich der Einsatz schwierig. 16 Einsatzkräfte der Bergrettung sowie zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei erreichten die vier tschechischen Staatsbürger gegen 22:50 Uhr.
Der Abstieg erfolgte über die Legsteinhütte und die Ybbstalerhütte. Eine Person musste teilweise getragen werden. Erst um 02:30 Uhr erreichte die Gruppe wieder ihren Ausgangspunkt.
Der Dürrenstein im Winter
Der Dürrenstein ist der dritthöchste Gipfel der Ybbstaler Alpen in Niederösterreich. Im Winter führen verschiedene Skitouren mit Ausgangspunkten nahe des Bergsteigerdorfs Lunz zum Gipfel. Langlaufski sind für das Gelände nicht geeignet. Sicher ein Grund, weswegen nach Angaben der Behörden Tourenplanung, Ausrüstung und Zeitmanagement unzureichend gewesen sein dürften. Die Verrechnung der Einsatzkosten wird geprüft.



14 Kommentare
Kommentar schreibenIch glaube nicht, dass die "Langlaufwanderer" davon ausgingen, wenns nicht klappt dann rufen wir eben die Bergwacht. Das einzige was man Ihnen wie viele anderen die in Not geraten auch vorwerfen kann ist: Warum in Gottes Namen dreht man nicht rechtzeitig um. Der Berg ist auch an anderen Tagen noch da!
Es waren keine normalen Langlaufskier wie wir sie aus der Loipe kennen.
Es waren breitere Langlaufsk für Touren mit Stahlkanten und Spezialbindungen, wie sie zb für Grönlandexpedition eingesetzt werden oder der Hermann Meier bei seine Südpoltour verwendete
Das einzige Problem erkenne ich bei der Schneelage und dem damit größeren Aufwand beim Spuren.
Da wäre eine frühzeitige Entscheidung notwendig gewesen
Mit Langlaufski geht man nicht bei 1 m Neuschnee auf einen Bergifel. Die spinnen ja..
Selber Bergsteiger und in einer Rettungsorganisation tätig.
Ich möchte keine Verbote und Vorschriften wie ich in die Berge zu gehen habe. Ich fände es schön weiterhin in den Bergen die Freiheit zu geniessen und da lang zu gehen wo ich lust habe. Natürlich ist nicht besonders weitsichtig so Ausgerüstet eine solche tour zu machen.
Mit dem Auto zu schell zu fahren ist auch nicht schlau. Als Retter nehme ich persönlich vorbehaltslos meinen Auftrag wahr. Das ist unsere Passion als Retter. Aber es soll niemand erwarten dass er immer und überall gerettet wird. Wir lieben unser Leben und riskieren dieses nicht für jede/n der nicht wusste was er macht.
Für mich ist das erst mal eine respektable Leistung. 12 Stunden lang auf Ski unterwegs in der kalten Luft, sicher mit kurzen Pausen. Sie haben nur echt übers Ziel hinaus geschossen. Ich finde, sie hätten vorher mit einem erfahrenen Bergführer sprechen sollen, ob das zu schaffen ist, um sich vielleicht für eine kürzere Tour zu entscheiden. Auf jeden Fall haben sie eine Menge dazu gelernt. Alle Achtung!
Das ist Hass von Unwissenden. Wart ihr dabei?
Urteilt nicht über andere, damit Gott euch nicht verurteilt. Denn so wie ihr jetzt andere richtet, werdet auch ihr gerichtet werden.
Ich finde es unfassbar, dass normale Urlauber im Winter Berggipfel ohne professionelle Bergführer machen dürfen.
Das ist nur was für sehr bergerfahrene Sportler mit Bergführer.
Sie bringen zusätzlich das Leben von der Bergrettung in Gefahr.
Es sollte, meiner Meinung nach, schlichtweg verboten werden, dann entsteht vielleicht wieder mehr Respekt vor der Gewalt der Berge.
Was ist mit uns los???
Im Winter muss da eine Familie unbedingt einen Berg (Gipfel !) besteigen...hat keine Ahnung von der richtigen Ausrüstung, der aktuellen Wetterlage (1 Meter Neuschnee) und ist über 12 Stunden unterwegs.
Wir Europäer haben keinen Respekt mehr vor den Naturgewalten.
Als sei die Natur bloßes Entertainment
Die armen Retter.
Hoffentlich werden ihm alle Kosten auferlegt!!danke an das Rettungs Team ,habe sehr großen Respekt Doris