Neue Analyse zeigt beschleunigte Erwärmung@(zwischenHeadlineTag)>
Ein internationales Team von Klimaforschenden warnt in einer aktuellen Veröffentlichung im Fachjournal “One Earth” vor einer möglichen Entwicklung hin zu einer dauerhaften Heißphase des Planeten. Das Klima entferne sich zunehmend von den stabilen Bedingungen, die die menschliche Zivilisation über Jahrtausende geprägt hätten, heißt es in der dpa-Meldung. Mehrere Teile des Erdsystems könnten näher an einer Destabilisierung sein als bislang angenommen.
Die Forschenden beschreiben ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, das die Erde in ein sogenanntes “Hothouse” führen könnte, eine Phase, in der sich die Erwärmung selbst verstärkt und kaum noch aufzuhalten wäre.
Temperaturschwellen früher überschritten als erwartet@(zwischenHeadlineTag)>
Seit rund 11.700 Jahren herrscht ein vergleichsweise stabiles Klima, das die Entwicklung von Landwirtschaft und Ökosystemen begünstigte. Um diese Bedingungen zu bewahren, sieht das Pariser Klimaabkommen vor, die Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Laut der Analyse wurde diese Schwelle bereits über zwölf Monate hinweg im Jahr 2024 überschritten.
Das ganze wurde begleitet von Hitzerekorden, Waldbränden und Extremwetter. Viele Modelle hätten diesen Zeitpunkt später erwartet, was die Geschwindigkeit der Klimakrise unterstreiche. Ein Teil des jüngsten Temperaturanstiegs sei auf den Rückgang von Aerosolen zurückzuführen, die normalerweise Sonnenlicht reflektieren. Weniger Schwebeteilchen könnten die Wolkenbildung beeinflussen und so zusätzliche Erwärmung begünstigen.
Kipppunkte rücken näher – auch in den Bergen@(zwischenHeadlineTag)>
Die Forschenden warnen, dass mehrere Kippelemente des Erdsystems bereits sehr nah an kritischen Schwellen liegen könnten. Dazu zählen:
Das Schmelzen des grönländischen Eisschilds
Der Verlust des westantarktischen Eisschilds
Das Auftauen von Permafrost
Das Absterben großer Waldgebiete
Das Schmelzen von Gebirgsgletschern
Das Verlust von Bodenkohlenstoff
Der grönländische Eisschild zeige bereits Anzeichen einer Destabilisierung und könne bei einer Erwärmung zwischen 0,8 und 3,4 Grad kippen. Solche Prozesse könnten den Meeresspiegelanstieg beschleunigen und zusätzliche Treibhausgase freisetzen.
Politische Zusagen reichen nicht aus@(zwischenHeadlineTag)>
Die derzeitigen internationalen Klimaschutzversprechen würden laut Studie auf einen Erwärmungspfad von etwa 2,8 Grad bis zum Jahr 2100 hinauslaufen. Das ist deutlich zu viel, um Kipppunkte sicher zu vermeiden. Die Unsicherheit über die genaue Lage dieser Schwellen sei kein Grund zum Abwarten, sondern ein Argument für sofortiges Handeln, betonen die Forschenden.
Was bedeutet das für den Bergsport?@(zwischenHeadlineTag)>
Die beschriebenen Prozesse betreffen alpine Regionen besonders stark. Das Schmelzen von Gebirgsgletschern und der Verlust von Permafrost gehören zu den potenziellen Kipppunkten. Der Deutsche Alpenverein weist darauf hin, dass Permafrost im Hochgebirge wie ein natürlicher “Klebstoff” wirkt: Taut er auf, verlieren Felswände an Stabilität, was zu häufigeren Felsstürzen, Routenabbrüchen und veränderten Zustiegen führen kann.
Auch Gletscher ziehen sich rapide zurück, was Spaltenzonen verändert und klassische Hochtouren anspruchsvoller oder unpassierbar macht. Für Bergsportlerinnen und Bergsportler bedeutet das: Tourenplanung wird komplexer, Zeitfenster verschieben sich, und die Bedeutung aktueller Lageberichte steigt. Der DAV betont, dass sich alpine Risiken durch den Klimawandel schneller verändern als früher angenommen und eine konservative Risikoeinschätzung zunehmend wichtiger wird.
Lösungsansätze: Was jetzt nötig wäre@(zwischenHeadlineTag)>
Zu den zentralen Maßnahmen zählen laut Studie:
Schneller Ausbau erneuerbarer Energien
Schutz kohlenstoffreicher Ökosysteme
Politische Rahmenwerke, die Kipppunktrisiken berücksichtigen
Globale Überwachung kritischer Erdsysteme
Nur mit vorausschauender Regierungsführung und internationaler Kooperation lasse sich das verbleibende Zeitfenster nutzen.


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