Vom Begleiter als vermisst gemeldet

Bergsteiger am Ortler tödlich abgestürzt

Am vergangenen Wochenende (30.-31. August 2025) ist am Ortler ein Bergsteiger tödlich verunglückt. Der Mann galt seit Samstag als vermisst, Rettungskräfte fanden seine Leiche im Rahmen einer großangelegten Suchaktion.

Bergsteiger am Ortler tödlich abgestürzt (Symbolbild, keine aktuellen Verhältnisse!)
© IMAGO / Ulrich Wagner

Bergsteiger am Ortler tödlich abgestürzt

Der Tourenpartner hatte den 54 Jahre alten Bergsteiger Samstagabend als vermisst gemeldet, nachdem dieser nicht wie verabredet zur Payerhütte angekommen war. Am Vormittag waren die Männer gemeinsam dorthin aufgebrochen. Im Aufstieg hatten sie sich jedoch aufgrund unterschiedlichen Gehtempos getrennt. Dabei hatte der Vorausgehende seinen Kameraden schließlich aus den Augen verloren.

Die noch am Abend eingeleitete Suche musste zwischenzeitlich aufgrund schlechter Wetterbedingungen unterbrochen werden. Am Sonntag rückten die Rettungskräfte erneut aus und konnten den Vermissten per Hubschrauber leblos am Berg lokalisieren. Laut ersten Erkenntnissen war der Bergsteiger aus unbekannter Ursache etwa 80 Meter abgestürzt, wobei er tödliche Verletzungen erlitt. Die Leiche wurde von den Einsatzkräften geborgen und ins Tal gebracht.

Der Ortler (3905 m): Anspruchsvolle Berg- und Hochtour auf den höchsten Berg Südtirols

Mit 3905 Metern ist der Ortler der höchste Berg Südtirols. Drei markante Grate ziehen zum Gipfel hinauf. Auf seiner Nordwestabdachung sitzt eine mächtige Eiskappe. Heikel sind am exponierten Ortler-Massiv die rasanten Wetterstürze. Für eine erfolgreiche Besteigung ist neben Kondition und Gletscherkenntnissen eine komplette Hochtourenausrüstung erforderlich. Die selbst ab der Payerhütte lange Tour empfiehlt sich nur bei absolut stabiler Wettervorhersage. Der Normalweg von der Payerhütte verläuft über Fels (III- UIAA, wenige Sicherungshaken und -stangen) und Eis (bis 40 Grad).