Suche nach dem Vermissten eingestellt

Update zum tödlichen Lawinenunglück bei Zermatt: Möglicherweise viertes Todesopfer

Am Ostermontag (01.04.2024) ereignete sich am Riffelberg über Zermatt ein Lawinenunglück bei Gefahrenstufe vier. Laut aktuellem Ermittlungsstand wurden mindestens vier, möglicherweise fünf Menschen mitgerissen, drei von ihnen starben, eine wird noch vermisst. Eine Person konnte verletzt geborgen werden.

Tödliches Lawinenunglück bei Zermatt: Mindestens drei Menschen sterben (Symbolbild)
© IMAGO / Eibner

Update vom 04.04.2024: Möglicherweise vierte Person verschüttet, weitere Beteiligte identifiziert

Wie die dpa mitteilt, kam bei dem Lawinenunglück über Zermatt möglicherweise eine vierte Person ums Leben. Ein 30-jähriger Skifahrer wurde in dem Gebiet ebenfalls als vermisst gemeldet. Die Suche sei allerdings zwischenzeitlich eingestellt worden, teilte die Kantonspolizei mit. Die Beamten stehen laut Pressebericht in engem Kontakt zu den Angehörigen des Vermissten. Zwischenzeitlich konnte auch die Identität der beiden bislang unbekannten Opfer geklärt werden. Neben dem 15-Jährigen US-Amerikaner starben eine 25-jährige Kanadierin und ein 58-jähriger Schweizer. Ein weiterer Skifahrer hatte schwer verletzt gerettet werden können.

Zudem wurde durch Medienberichte bekannt, dass es sich bei dem verstorbenen 15-Jährigen um den Sohn eines in den USA bekannten olympischen Schwimmers handele. Eine zugunsten der Familie ins Leben gerufene Spendenaktion brachte bereits nach wenigen Stunden mehr als 10.000 US-Dollar ein.

Update vom 03.04.2024: Identität der Toten teilweise geklärt

Wie dpa und Polizei vermelden, befindet sich unter den Toten des Lawinenunglücks ein 15-jähriger US-Amerikaner. Bei den weiteren Todesopfern handelt sich um einen Mann und eine Frau, die beide noch nicht abschließend identifiziert werden konnten. Bei dem schwer verletzten vierten Opfer des Unglücks handelt es sich um einen 20 Jahre alten Schweizer.

Die Rettungskräfte hatten die Suche nach weiteren Opfern am Abend des Unfalltags eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hat in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei die Untersuchung des Geschehens eingeleitet.

Meldung vom 02.04.: Tödliches Lawinenunglück bei Zermatt - Mindestens drei Menschen sterben

Wie die dpa berichtet hatte sich der Lawinenabgang am Riffelberg über Zermatt im Variantenbereich des Skigebiets ereignet. Mindestens vier Freerider waren laut aktuellem Ermittlungsstand gegen 14 Uhr trotz Gefahrenstufe vier abseits der gesicherten Pisten unterwegs, als als sich in einem steilen Hang ein Schneebrett löste.

Wie die Air Zermatt auf ihrer Webseite berichtet, folgte auf den Notruf ein Großeinsatz. Vier Helikopter, Lawinensuchhundeführer und Rettungsteams wurden umgehend zum Unglücksort geflogen. Insgesamt suchten 45 Retter den Lawinenkegel nach Vermissten ab, darunter acht Lawinensuchhundeführer, 13 Rettungsspezialisten, 15 Feuerwehrleute sowie Skilehrer und Pistenpatrouilleure.

Drei Personen konnten nur noch tot aus den Schneemassen ausgegraben werden, eine vierte wurde verletzt aus den Schneemassen befreit und ins Krankenhaus gebracht. Zu Identität und Gesundheitszustand machte die Polizei laut dpa keine Angaben. Da zwischenzeitlich keine Vermisstenmeldungen eingingen, gehen die Retter nur von den vier Variantenfahrern aus. Dies bestätigte der Rettungschef dem Medium "Blick".

Große, störanfällige Triebschnee-Ansammlungen

Während der Ostertage war die Lawinengefahr durch Neuschnee und orkanartige Winde im Alpenraum rapide angestiegen. Es bildeten sich große, störanfällige Triebschnee-Ansammlungen. "Einzelne Wintersportler können stellenweise Lawinen auslösen, auch sehr große. Touren und Variantenabfahrten erfordern große Vorsicht und Zurückhaltung", lautete die Prognose des Lawinenlageberichts.

Noch immer schätzt das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung die Lawinengefahr für das betreffende Gebiet vom Wallis bis nach Graubünden als groß ein. Montagabend wurde weiterhin die Gefahrenstufe vier auf der fünfstufigen Skala ausgegeben.

3 Kommentare

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Neutrino

…nicht nur „eigentlich“..-da hat man nix zu suchen!! Manch einer/-eine betrachtet ein LVS wohl als Lebensversicherung….leider weit gefehlt ??
Aufrichtiges Beileid an die Hinterbliebenen!

Victoria auf Facebook

auch mit LVS Ausrüstung hat man auf einem steilen Hang bei Stufe 4 eigentlich nix zu suchen....

Kilian auf Facebook

Ist bekannt, ob die verunglückten Skifahrer mit LVS Ausrüstung ausgestattet waren?