Die Bergrettung Tirol ruft mit einem Video erneut dazu auf, auf Ausflüge in die Berge zu verzichten.

Klar: Das derzeit tolle Wetter lädt dazu ein, in die Berge zu gehen und die "Zwangspause" für Touren zu nutzen. Doch zuhause bleiben ist weiterhin das, was von Bergfreunden erwartet wird. 

Politisch angeordnete Ausgangsbeschränkungen und diesbezügliche Apelle von Alpenvereinen und Bergrettungsorganisationen haben nichts von ihrer Gültigkeit verloren, auch wenn Tirol die Quarantäne für das gesamte Landesgebiet am heutigen Dienstag aufhebt. Zwar sind dort sportliche Aktivitäten im Freien wieder erlaubt, jedoch sollen risikoreiche Aktivitäten weiter unterlassen werden.

Viele Berggeher halten es aber anscheinend nicht aus, die Füße still zu halten. Immer wieder kommt es daher auch zu Unfällen und die Bergrettung muss in den Einsatz.

Die Bergrettung Tirol ruft in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Südtirol, Trentino, Veneto und Belluno in einem Video erneut dazu auf, Freizeitaktivitäten in den Bergen zu unterlassen. 

Seht hierzu auch diesen Spot:

Der Bergrettung geht es vor allem darum, Ressourcen (v..a. Schutzkleidung und Desinfektionsmiittel) zu schonen. Das Personal unterstützt aufgrund der Coronakrise beispielsweise die Gesundheitsämter. 

"Die Ressourcen der Krankenhäuser und der Einsatzkräfte sind derzeit eindeutig anders gefordert. Aus diesem Grund bitten wir eindrücklich, von sportlichen Aktivitäten in den Bergen Abstand zu nehmen", so die Bergrettung Tirol.

Nichtsdestotrotz rücken die Bergretter bei Unfällen natürlich aus. Dafür wurden die Einsatzkräfte mit Schutzmaterial ausgestattet. Tirolweit wurden auch 22 Bergrettungsfahrzeuge adaptiert, um Corona-infizierte Patienten abtransportieren zu können.

2 Kommentare

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Tom

Selten einen sinnloseren Kommentar wie den von "Rüdi" gelesen.

Rüdi

Ohjeh. Sozialer Druck, Schuldgefühle, Angst erzeugen - die Bergrettungen schrecken vor gar nichts mehr zurück. In Tirol sind Bergtouren generell (noch) verboten. In Deutschland nicht. Dort gehören Aktivitäten auch in den Bergen zum grundrechtlich geschützten Bereich. Die Bergwachten erfüllen einen gesetzlichen Auftrag. Das sehr respektable ehrenamtliche Engagement vieler Bergwachtler rechtfertigt nicht, moralische Appelle gegen Jedermann in die Welt zu setzen. Etwas anderes könnte gelten, wenn die Bergrettung freiwillig organisiert ist und erfolgt. Ist sie aber nicht. Was würde man sagen, wenn die Rettungskräfte in der Stadt einen Appell starten, die Wohnungen nicht zu verlassen und auf keine Leitern zu steigen, weil sie sich bei Einsätzen nicht der Gefahr der Ansteckung aussetzen wollen?