Dem Appell "Bleibt daheim!" verleiht der Allgäuer Urlaubsort besonderen Nachdruck.

Strahlend blauer Himmel, viel Sonnenschein und am Wochenende auch noch angenehme Temperaturen. Vielen fällt es schwer, bei derartigen Bedingungen auf Bergtouren zu verzichten.

Und in vielen Regionen der bayerischen Alpen gehen auch nach wir vor Menschen trotz vieler gegenteiliger Appelle in die Berge. Der Markt Oberstdorf möchte dies nicht und hat wegen der Corona-Gefahr seine Wanderwege gesperrt.

"Aufgrund der Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung vom 20.03.2020 wird das Wanderwegenetz rund um Oberstdorf geschlossen. Ministerpräsident Markus Söder ruft die Bevölkerung dazu auf, sich an die Ausgangsbeschränkung zu halten und, außer kurzen Sport-Einheiten alleine oder mit der Familie, zu Hause zu bleiben. Dazu gehört natürlich auch der Verzicht auf Wanderungen und Bergtouren.

Momentan sollte das Gesundheitssystem nicht unnötig belastet und auf alle Aktivitäten, die ein Verletzungsrisiko bergen, verzichtet werden. Wenn wir gemeinsam zusammen helfen und zu Hause bleiben, können wir bald wieder die wunderschöne Oberstdorfer Bergwelt genießen", so die Erklärung auf www.oberstdorf.de.

Dass man auch daheim etwas für seine Fitness tun kann, zeigt unsere Fotogalerie mit witzigen Social-Media-Posts:

10 Kommentare

Kommentar schreiben
Bergfreund

Wer die kausalen Zusammenhänge erkennt wird verstehen, warum wenige Entscheidungen für diejenigen treffen müssen, die es einfach nicht verstehen wollen.

Niemandem wird die Bewegung verboten, wo steht das?

Wirklich traurig ist es, dass viele stets auf Ihre Rechte bestehen aber bedauerlicherweise nicht einsehen wollen auch Pflichten zum Schutz
Ihrer Mitmenschen zu tragen.

Es ist unmöglich anderen das Leben zu erklären, und schon gar nicht auf die vielen Argumente zu reagieren in denen nur Unverständnis vertreten wird.
Ein neuer Artikel und die gleichen Argumente, es wird immer so weitergehen - Leider!


P.S.

...Die Leute müßten sich halt auch merken wo sie jetzt unerwünscht sind, und dann in guten Zeiten diese Gegenden auch meiden....

Das ist eine gute Idee, bitte bleiben Sie den Bergen am besten für immer fern, vernunftsressistente und uneinsichtige brauchen wir nicht!!!

Mario

Ich verstehe auch nicht, warum man auf die Aktivitäten verzichten soll, die ungefährlich sind und bei denen man eh fast nie Kontakt zu anderen hat. Das ist einfach nicht nachvollziehbar und wirft auf die restriktiven Einschränkungen insgesamt ein undurchdachtes Bild. Treffen vermeiden, klar. Parties, verständlich, aber wandern?? Schwachsinn.

Egon

In der Zwischenzeit hat sich das Coronavirus einen weitern Ableger zugelegt, das uns Bekannte befällt die Atmungsorgane, das Neue, Gott sei Dank noch nicht so verbreitet, das Hirn.
Für alle die es noch nicht kappiert haben, wie es scheint sind hier einige dabei. Bei einem Bergrettungseinsatz stellt sich heraus das der Verunfallte positiv ist, was passiert dann? Die gesamte Bergrettungsmanschaft einschließlich der Hubschrauberbesatzung sind 14 Tage in Quarantäne. Dann kann es doch passieren das der Tourengeher liegen bleibt weil keine Bergrettung und keine Helibesatzung mehr da ist. Also Hirn einschalten, die sau blöden Sprüche das man Bewegung nur bei Alpintouren hat und zu Hause in der heimatlichen Umgebung rostet man ein, kann ich nicht mehr höhren.

Hans Retter

Ich finde, es ist schon ein Unterschied, ob ich eine hochalpine Tour mache oder eine 2-Stunden-Wanderung auf halber Höhe. Was soll da schon passieren, außer das man sich evtl. den Knöchel verknackst? Diese Maßnahme ist weder verhältnismäßig noch vernünftig. Drinhocken stärkt die Immunabwehr auf jeden Fall nicht.

Franz Meiser auf unserer Facebook-Seite

@Martin Melle: Du vergisst dabei, dass die Berg- und Wasserrettung ausschließlich ehrenamtlich geleistet wird. Im bewohnten Bereich ist der Rettungsdienst ganz anders organisiert. Ihr habt leider keinen Einblick, was wir derzeit zusätzlich leisten müssen und das eigtl. als Hobby. Jeder Freizeitunfall im Augenblick, ist einfach einer zu viel und wäre vielleicht vermeidbar gewesen

Martin Melle auf unserer Facebook-Seite

Leider hat der DAV ja auch gut vorgelegt mit seiner Position. Gerade nochmal die aktuelle DAV Unfallstatistik in Bezug auf Bergwandern etc. studiert. Wenn man ansatzweise Verhältnismäßigkeit berücksichtigt, ist das alles echt Blödsinn, was anderes fällt mir da nicht ein. Hochrisikotouren mal außen vorgelassen, Zustimmung dazu

Andi

Natürlich müssen wir aufpassen, dass wir Distanz wahren und so die Ausbreitung des Virus verlangsamen. Aber wir tun gerade alles, um unserem Immunsystem zu schaden: Wir gehen weniger an die Sonne, bewegen uns kaum noch, ernähren uns womöglich auch noch schlecht und die psycische Gesundheit leidet bei vielen Menschen unter Isolation und Zukunfts- und Exitenzängsten. Wir müssen den Leuten doch die Möglichkeit geben, sich fit zu halten, gesund zu bleiben und ihr Immunsystem zu stärken. Darum bin ich ganz entschieden gegen Sperrungen und vor allem gegen Denunzianten.

Wolfgang Schmied auf unserer Facebook-Seite

Die Leute müßten sich halt auch merken wo sie jetzt unerwünscht sind, und dann in guten Zeiten diese Gegenden auch meiden

Kay-Uwe Nerger auf unserer Facebook-Seite

Eine Schande,das es noch nicht bei allen angekommen is

Martin Melle auf unserer Facebok-Seite

Ich kann die Unverhältnismäßigkeit kaum nachvollziehen. Die führenden Virologen empfehlen explizit auch längere Spaziergänge im Haushaltsverbund. Auch unter dem Aspekt, dass wir mit der Covid-19 Situation und den Einschränkungen uns länger arrangieren müssen. Und wir brauchen alle funktionierende Immunsysteme und die bekommt man u.a. durch Bewegung an der frischen Luft.bDas Argument der Reduktion des Verletzungsrisikos... Naja, da würde ich als erstes die privaten Haushalte sperren, Radfahren und Hausarbeit sowie Heimwerken verbieten