David Schneider und Florian Hagl stellten vor zwei Jahren ein neues Gipfelkreuz auf die Zwölferspitz.

Als vor zwei Jahren das Gipfelkreuz der Zwölferspitze durch Blitzschlag zerstört wurde, entschieden sich David Schneider und Florian Hagl dazu, in Eigenregie an Ort und Stelle ein neues aufzustellen. 

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Die beiden Tiroler zimmerten also kurzerhand ein neues Holzkreuz und schleppten dieses - zusammen mit 60 Kilogramm Zement, Werkzeug und Wasser - auf den Berg.

Doch statt an dem neuen Kreuz den Ausblick zu genießen und dabei in aller Ruhe "a Gipfehalbe" zu trinken, scheinen einige Gipfelstürmer "nix besseres zum doa ham, ois auf des Kreuz zum klettern, sich drauf zum stellen oder kopfüber dran zuhängen und dann nix besseres zum doa ham, als des dann no ganz stoiz auf Instagram zu posten."

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Die Turnerei stört vor allem Flo Hagl, der seinem Ärger über "solche scheiss Aktionen" jetzt auf Facebook Luft gemacht hat. Sein Post vom 25. November ist bisher, Stand 28. November, unglaubliche 28.000 Mal geteilt worden - auch von uns. 

Für ihren "Kreuz-Coup" bekommen David und Flo auch von den Fans unseres Facebook-Kanals überwiegend Lob und Anerkennung. Aber es gibt ebenso kritische Stimmen; so kommentierte Franz Friebel: 

"Eurer Meinung nach ist das Bedürfnis eure Religion zur Schau zu stellen höher zu bewerten als das Bedürfnis anderer Menschen von Religion möglichst unbehelligt zu bleiben. Ich sehe nicht weshalb ich dem zustimmen sollte. Berge sind öffentliche Räume und damit in Europa auf dem Gebiet säkularer Staaten. Auf welcher Grundlage soll anderen Leuten verwehrt werden daran zu klettern? Kommt mir bitte nicht Respekt, schließlich zeigt ihr auch keinen Respekt gegenüber allen die keiner oder einer anderen Religion angehören. Ums kurz zu fassen: Wer sich das Recht heraus nimmt ein Kreuz aufn Berg zu stellen, muss damit klar kommen, dass andere sich das Recht nehmen daran zu klettern."

"Woraus entnimmst du, dass die zwei Kreuzaufsteller keinen Respekt vor anderen Religionen haben? Kreuze auf den Bergen sind Tradition in unseren Breitengraden - im Himalaja reißt auch niemand die Fähnchen ab. Was soll das?", so die Replik von Andrea-Maria Knecht auf den Kommentar von Franz Friebel.

Und Thomas Junold ergänzt: "In anderen Ländern wehen Gebetsflaggen auf den Gipfeln. Wo ist der Unterschied zu einem Kreuz? Respekt ist eine Grundeinstellung, das gilt auch für Symbole."

Was sagt Ihr zu der Kreuz-Diskussion? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare!

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24 Kommentare

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suizoloco

"Berge sind öffentliche Räume und damit in Europa auf dem Gebiet säkularer Staaten"

Prinzipiell richtg aber in erster Linie sind die Bergregionen die Heimat von Menschen. In den meisten Alpenregionen sind das Christen die seit Jahrhunderten mit der Natur und Gott leben.

Wenn man nun zu Gast ist, respektiert man die örtlichen gegebenheiten, egal ob es ein Kreuz ein Halbmond, Gebetsfahnen ein Davidsstern oder was auch immer ist.

Ebner Helge

Der Herr Friedel soll unseren Kulturraum verlassen, er soll dort hingehen, wo er tun lassen kann was er will bzw. glaubt tun zu müssen. Vielleicht nach Mekka, dort sollte er auch herumturnen - wie lange ?
Jeder Raum hat seine Kultur, zu der muß man sich bekennen. Jeder Raum braucht auch seine Ordnung, nach der sich jeder zu richten hat.
Jeder Raum verdient auch seinen Respekt.
Hat Herr Friedel keine Kinder ? Können die grenzenlos machen und tun was sie wollen? Ohne Grenzen ?
Menschen wie Herr Friedel sind langfristig die Zerstörer unseres kulturellen Lebensraumes.

Manfredo

Anpacken, anstatt nur rumlabern - genau das haben die beiden getan, prinzipiell eine Aktion mit Vorbildcharakter!

Und dass sie sich wegen der Kreuzturnerei aufregen, so ist das ganz klar nachvollziehbar, sie haben die Plackerei auf sich genommen und das Kreuz nebst Montagematerial hinaufgetragen. Verständlich, dass die beiden dann nur wenig Verständnis für die Turnübungen haben.

Vielleicht denkt der eine oder andere "Turner" einfach mal darüber nach, oder noch besser, meldet sich mal freiwillig für eine Reparatur und trägt das Material auch selbst hinauf. Spätestens dann dürfte der Respekt hergestellt sein.

Hierzulande gibt's eben Kreuze auf den Bergen, warum kann man das nicht einfach so stehen lassen und versucht ständig die mittlerweile maßlos übertriebene Diskussion "wir sind alle bunt" zu führen.

Vermutlich dürften sich die wenigsten Gipfelbesucher mit anderem Religionshintergrund selbst darüber aufregen , also lasst mal 4 gerade sein.

Klaus Grade

Toleranz bitte vor Religionen und Traditionen der Bergbewohner überall auf der Welt!
Kein sensibler Mensch würde es wagen, im Himalaya buddhistische Symbole zu zerstören oder in muslimischen Ländern islamische Symbole. Auch respektieren wir zurecht den Glauben der Andenbewohner an Pachamama.
Aber irgendwie scheint es bei einigen Zeitgenossen in Mode gekommen zu sein, auf christlichen Symbolen herumzutrampeln. Für mich sind Gebirge spirituelle Orte, also haben religiöse Symbole auch dort ihren Platz. Das grenzt niemanden aus. Am Gipfelkreuz darf jeder beten, meditieren oder einfach die Aussicht genießen.

welli

Mir scheint dem Herrn Friebel wehre lieber ein Halbmond auf unseren Bergen. Man soll ja tolerant sein gegenüber den Intoleranten.

Bergsteiger

Top Aktion von den zwei!!!
Gipfelkreuz wurde vom Blitz zerstört und in Eigenleistung wieder aufgebaut. Darauf kann man stolz sein.
@ Kollege Friebel: ohne Worte. Am besten wandern sie aus. Steht ihnen als freier Bürger ja frei. Ein Tipp zur Zielwahl: Am besten außerhalb des Alpenraums, da hier selbst die neutralsten Länder Gipfelkreuze haben.

Normal denkender Mensch

Ihr zwei seit super, ich schätze euch so ein normale tolle Eltern, schöne Kindheit freude am Leben!
Richtig so.
Neider habt ihr überall!
Grüße ein alter normaler Mensch mit Hirn.

Simon Brenner

@Heinz Buchmann... mein Großvater war unter den Nationalsozialisten im Gefängnis. Wegen seiner politischen Überzeugungen. Er wäre definitiv nicht stolz oder würde sich freuen ob sinnfreier Klimmzüge an einem Kreuz, obwohl er nicht religiös war. Dazu hatte er zuviel Respekt und Anstand. Kraft durch Freude, das waren die anderen! Gehörte DEIN Opa etwa zu denen?

Martin van W auf Facebook

@Franz Friebel

Ich finde es prinzipiell gut wenn du dir die mühe machst deine argumente zu untermauern. es ist dennoch wichtig unterschiedliche sichtweisen zu respektieren. im alpenraum werden von den meisten menschen gipfelkreuze als höchsten punkt eines berges geschätzt. und vielen bedeutet so ein kreuz aus verschiedensten gründen viel. nur weil du das nicht nachvollziehen bzw. verstehen willst heißt das nicht dass wir jetzt alle kreuze abmontieren oder abschätzig betrachten sollten.

Naturfreund

Was für Depp, dieser Herr Friebel.
Entschuldigung das hat raus müssen.

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