Von den derzeitigen Wetter-Kapriolen lassen wir uns die Stimmung nicht vermiesen, denn der "richtige" Frühling kommt bestimmt noch. Und dann heißt es wieder "ran an den Fels". Für alle Kletter-Anfänger haben wir ein paar Tipps parat!

Zur Kletterhalle fährt man mit dem Auto und macht wenige Schritte bis zur Kunstharzwand. Und schon kann es losgehen (wer macht sich heute noch warm ...).

Oberstes Gebot für Einsteiger: Langsam herantasten.

| © Birgit Gelder

Draußen ist alles ein bisschen anders. Das geht mit der Auswahl des Klettergebietes los. Was ist geeignet, welche Infos gibt mir der Führer, auf was muss ich achten?

Ist die Auswahl getroffen, geht es mit der Anreise weiter. Denn die "Waldparkplätze", die Ausgangspunkt für viele Klettergebiete sind, findet kein Navi.

Gehen wir mal davon aus, dass diese ganzen Einstiegshürden im Vorfeld "erfolgreich" gemeistert wurden. Wir stehen am Wandfuß und sind schon das erste Mal nass geschwitzt. Wohl dem, der jetzt ein Wechselshirt dabei hat. Und auch was Trinkbares wäre nicht schlecht, das nächste Bistro ist weit weg.

Welche Route ist denn nun geeignet? Ein Führer mit einem guten Topo sollte immer dabei sein, aber in natura sieht das dann alles doch ganz anders aus. Ist das die richtige Route? Sind wir überhaupt im richtigen Sektor? Und puh, das sind ja doch ein paar Meter bis zum ersten Haken.

Draußen ist anders - Überraschungen warten!

Oberstes Gebot: Langsam herantasten. Klettergebiete mit angeschriebenen Routennamen erleichtern das Zurechtfinden. Und lieber ganz defensiv mit Routen zwei oder drei Grade unter der Leistungsgrenze beginnen. Denn draußen ist anders. Und wer sich nicht gleich vorzusteigen traut, sollte einen Partner dabei haben, der das Seil einhängen kann.

Die ersten Klettermeter werden sicherlich die ein oder andere Überraschung bereithalten. Ja, es können auch Griffe oder Tritte ausbrechen. Ja, der Fels ist manchmal so rau, dass es an den Händen wehtut. Ja, der Fels ist manchmal so glatt und abgeschmiert (abgespeckt), dass man selbst auf großen Tritten Mühe hat, nicht wegzurutschen. Es gibt wahnsinnig viel, worauf man achten muss.

Zum Glück kommen meist nicht alle Faktoren zusammen (nass, kalt, brüchig, speckig, stark bewachsen), sonst würden weniger Leute draußen klettern gehen. Und wer erst mal ein paar Touren an einem sonnenüberfluteten, griffigen Felsen geklettert ist und die anfängliche Scheu abgelegt hat, der wird ganz sicher nicht das letzte Mal an "echtem" Fels geklettert sein.

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