Sonderausstellung auf der Festung Königstein

100 Jahre Bergrettung in Sachsen

Wer hätte das gedacht: Die Geschichte der Deutschen Bergrettung beginnt nicht in den Alpen, sondern im Elbsandsteingebirge. Das erfährt man in einer neuen Sonderausstellung, die auf der Festung Königstein zu sehen ist. Die Schau zum Jubiläum "100 Jahre Bergrettung in Sachsen" informiert über Anfänge und Entwicklung des Dienstes zur Bergung, Rettung und medizinischen Versorgung von Menschen in unwegsamem Gelände.

100 Jahre Bergrettung in Sachsen
Abseilen anno 1950 (Foto: Archiv H.-D. Meissner).
Abseilen anno 1950 (Foto: Archiv H.-D. Meissner).

Die erste Institution zur Bergrettung in Deutschland wurde 1912 gegründet. Es war die Samariter-Abteilung des Sächsischen Bergsteigerbundes. Heute ist sie als Bergwacht Sachsen dem DRK-Landesverband Sachsen zugeordnet.

Die neue Sonderausstellung "100 Jahre Bergrettung in Sachsen", die von April bis Oktober auf der Festung Königstein zu sehen ist, vollzieht die faszinierende Entwicklung des Rettungsdienstes nach: von den Anfängen mit einfacher Bergsteigerausrüstung bis hin zu Hubschrauber und moderner Rettungstechnik.

Alle Exponate stammen aus der historischen Sammlung der DRK-Bergwacht und haben zumeist einst tatsächlich dabei geholfen, Menschenleben zu retten.

"Unermüdlicher, unentgeltlicher und unentbehrlicher Einsatz"

Zahlreiche Fotos illustrieren die dramatischen Einsätze der ehrenamtlichen Rettungsengel, erzählen von Mut und Leichtsinn, von Glück und Tragik am Berg - und von der täglichen Bereitschaft der Helfer, ihr eigenes Leben für das Leben anderer aufs Spiel zu setzen.

"Ich gratuliere den sächsischen Bergrettern zum 100jährigen Jubiläum und der Festung Königstein zur Realisierung dieser wunderbaren Schau", erklärt Klaus Brähmig MdB, Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz e.V. anlässlich der Ausstellungseröffnung.

Impression von der Sonderausstellung „100 Jahre Bergrettung in Sachsen" (Foto: Sebastian Thiel).
Impression von der Sonderausstellung „100 Jahre Bergrettung in Sachsen" (Foto: Sebastian Thiel).

"Die Arbeit der Bergretter erleben meist nur die Betroffenen. Und viel zu selten bekommen die tapferen Männer und Frauen die öffentliche Anerkennung, die ihnen für ihren unermüdlichen, unentgeltlichen und dabei so unentbehrlichen Einsatz gebührt."

Eine Aktivurlaubsregion wie die Sächsische Schweiz, die mit ihrer einzigartigen Naturlandschaft jährlich Hunderttausende Wanderer, Radfahrer, Kletterer und sonstige Touristen aus der ganzen Welt anzieht, sei ohne eine leistungsfähige Bergrettung undenkbar, sagt der Tourismusverbandschef.

Umso mehr freue er sich, dass es nun eine Ausstellung gibt, welche die Arbeit der Retter erklärt und anerkennt.

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