Sieben Alpenländer, sieben Gipfel, siebenmal die höchsten. Die Bergführer von Hauser alpin haben eine hübsche alpine Fleiß- und Schweißarbeit im Angebot: sieben geführte Touren auf die jeweils höchsten Berge der Schweiz, Frankreichs, Deutschlands, Österreichs, Italiens, Sloweniens und Liechtensteins.

7 Summits in 26 Tagen: Alexander Römer. Bild: Hauser Exkursionen.
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Alexander Römer, Bergführer und Leiter der Bergschule Hauser Alpin hat die Seven Summits der Alpen mit einem Filmemacher und - je nach Berg - unterschiedlichen Reisegästen innerhalb von nur 26 Tagen bestiegen.

"Ich habe 2903 Kilometer Fahrstrecke hinter mir. Von Ost nach West, quer durch die Alpen von Slowenien über Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Italien und Frankreich. Im Aufstieg auf alle Seven Summits der Alpen waren es über 16.000 Höhenmeter."

Vom Triglav bis zum Mont Blanc

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Als erster wurde der 2864 Meter hohe Triglav in Slowenien in Angriff genommen. Der Zustieg ist leicht, sehr lang, aber abwechslungsreich. Lediglich der felsige Gipfelaufbau erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die ausgesetzten Stellen sind teilweise mit Drahtseilen versehen.

Erste Station der Serie: Der Triglav. Bild: Hauser Exkursionen.

Anschließend ging es weiter nach Heiligenblut in Österreich, Ausgangspunkt für die Besteigung des 3798 Meter hohen Großglockner . Über die Salmhütte führte der Weg hinauf zur Adlersruh, der höchstgelegenen Hütte in den Ostalpen.

"Anstatt das Knacken von hart gefrorenem Eis war nur Wasserrauschen wie an einem Sturzbach zu hören. So war es leider auch bei allen folgenden hohen Gipfeln", beschreibt Römer seinen Eindruck.

Eine Reportage aus unserer Rubrik Tourenbuch über den Großglockner finden Sie hier. Zum dritten Gipfel, der Zugspitze in Deutschland, stieg er bei über 35 Grad Celsius zwischen riesigen Kalkwänden durch das Reintal zur gleichnamigen Hütte auf und am nächsten Tag unter wolkenverhangenem Gipfel über einen gesicherten Steig zum Gipfelkreuz.

Vom Triglav bis zum Mont Blanc: Für eine Fotogalerie der "Seven Summits der Alpen" mit den wichtigsten Informationen klicken Sie auf das Bild oder auf diesen Link. Besonders angetan war Römer von der Vorderen Grauspitz in Liechtenstein: "So stelle ich mir das Bergsteigen vor 100 Jahren vor. Kein Weg, kein Schild, nur ein paar Trittspuren führen über abschüssiges Plattengelände und ausgesetzte Grate zum höchsten Gipfel des Fürstentums. Keine Menschenseele war unterwegs. Nur ein großes Rudel Steinböcke versperrte den Weg. Und die Aussicht auf das Dreiländereck Österreich, Schweiz und Liechtenstein ist von oben einmalig."

Gedrängel: Am Gran Paradiso geht's zu...

Über den Großen Sankt Bernardino verlief die Fahretappe zum Gipfel Nummer fünf, dem italienischen Gran Paradiso , der über die Rifugio Vittorio Emanuele II bei bestem Wetter erreicht wurde. Das Gipfelerlebnis hat Römer allerdings weniger beglückend in Erinnerung: "Die letzten 80 Höhenmeter waren chaotisch. Mindestens 80 Personen drängten sich an dem Tag auf den schmalen und abschüssigen Kletterpassagen Richtung Gipfel. Es war ein einziges rücksichtsloses Geschubse. Am Nadelöhr kurz vor dem Gipfel pfiff auch noch eiskalter Wind über unsere Köpfe, während wir minutenlang in der Warteschleife standen."

Entschädigt dafür wurden der Bergführer und seine Begleiter in der Schweiz auf der Dufourspitze - für Römer der schönste Gipfel der Seven Summits der Alpen. "Steil, schmal, mit langem Zustieg und gigantischem Ausblick auf die umliegenden 4000er und im Gegensatz zu den anderen 4000ern relativ wenig los. Alpinistisch ist er, verglichen mit den anderen sechs, am schwierigsten zu besteigen."

Vom Triglav bis zum Mont Blanc: Für eine Fotogalerie der "Seven Summits der Alpen" mit den wichtigsten Informationen klicken Sie auf das Bild oder auf diesen Link. Zuletzt folgte in Frankreich der Mont Blanc , mit 4810 Metern der höchste Berg der Alpen. "Insgesamt steht er für mich auf dem hintersten Platz. Die Zustiege sind aus heutiger Sicht von objektiven Gefahren, wie z.B. Stein- und Eisschlag, deutlich mehr gefährdet als noch vor einigen Jahren. So wurden bei unserem Abstieg, kurz nach der Steinschlagrinne, zwei Bergsteiger, die alleine unterwegs waren, getroffen und per Hubschrauber ausgeflogen. Bei der Vielzahl der Outdoor-Sportler aus aller Welt, von denen etliche den Anforderungen nicht gewachsen sind, passiert dennoch erstaunlich wenig. Denn viele Seilschaften sind auch auf dem heutigen Normalweg mehr als überfordert. Die Hütten sind völlig überfüllt und die Wege zum Gipfel immer überlaufen." Eine Reportage aus unserer Rubrik Tourenbuch über den Mont Blanc finden Sie hier. Doch trotzdem - alles in allem war die Besteigung der "Seven Summits der Alpen" in nur 26 Tagen von Ost nach West auf den Wegen der Erstbesteiger für Alexander Römer "eine fantastische Unternehmung".

Eine "fantastische Unternehmung": Alexander Römer hat's genossen. Bild: Hauser Exkursionen.

Info:

Alle Besteigungen geführt in Gruppen zwischen 2 und 10 Teilnehmern. Mit 110 Euro belastet die Zugspitze das Portemonnaie am wenigsten. Die Dufourspitze ist mit 590 Euro der Gipfel, der den Sammlern am teuersten zu stehen kommt. Für jeden bezwungenen Gipfel gibt es ein Zertifikat.

Weitere Informationen:

www.seven-summits-der-alpen.de

www.hauser-exkursionen.de

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