Bei Zustieg zu Biwak verstiegen

In Steilgelände blockiert: Skitourengeher nachts aus 3.100 Metern Höhe gerettet

Zwei Skitourengeher gerieten am späten Samstagabend (02. Mai 2026) am Krumlkeeskopf in der Goldberggruppe in rund 3.100 Metern Höhe in steilem Gelände in Bergnot. Die geplante Biwak-Übernachtung wurde zum Notfall. Ein nächtlicher Einsatz mit dem Hubschrauber RK1 brachte beide unverletzt ins Tal.

Nächtlicher Bergrettungseinsatz: Tourengeher aus Steilgelände gerettet.
© Bergrettung Rauris

Nächtlicher Bergrettungseinsatz: Tourengeher aus Steilgelände gerettet

Die beiden Männer aus Österreich und den Niederlanden waren im Bereich des Krumlkeeskopf unterwegs und hatten eine Übernachtung im Otto-Umlauft-Biwak geplant.

Kurz vor Erreichen des Biwaks kamen sie jedoch in rund 3.100 Metern Höhe an einer technisch schwierigen Stelle nicht mehr weiter. Ein Ausweichen in die steile Nordflanke war nicht möglich. In dem etwa 40 bis 45 Grad steilen, felsdurchsetzten Gelände blieben die beiden erschöpft und unterkühlt stecken. Um 21:29 Uhr setzen die beiden Skitourengeher einen Notruf ab.

Da ein Aufstieg der Einsatzkräfte mehrere Stunden gedauert hätte, wurde der nachtflugtaugliche Rettungshubschrauber RK1 aus Fresach angefordert. Bei guten Sichtverhältnissen – unter anderem durch Vollmond und wenig Wind – gelang es der Crew, die beiden Alpinisten per Winde aus dem Gelände zu bergen und ins Tal zu fliegen.

Im Einsatz standen neben dem Hubschrauberteam fünf Bergretter sowie die Alpinpolizei.

<p>Der Rettungshubschrauber RK1 im Einsatz</p>

Der Rettungshubschrauber RK1 im Einsatz

© Bergrettung Rauris

Krumlkeeskopf und Otto-Umlauft-Biwak: Skitourenziele oberhalb der Großglockner-Hochalpenstraße

Der Krumlkeeskopf liegt in der Goldberggruppe auf einem markanten Kamm, der sich vom Bereich der Großglockner-Hochalpenstraße nach Osten bis zum Hocharn zieht. Die Großglockner-Hochalpenstraße ist seit 25. April 2026 wieder geöffnet und durchgehend befahrbar. Sie führt von Ferleiten im Salzburger Land über das Hochtor nach Heiligenblut in Kärnten. Im April und Mai bietet sie eine gute Ausgangslage für hochgelegene Skitouren- und Skihochtouren-Ziele in den Hohen Tauern.

Ein zentraler Stützpunkt in diesem Bereich ist das Otto-Umlauft-Biwak auf knapp 3.000 Metern Höhe. Die kleine Biwakschachtel bietet Platz für rund acht Personen und dient als Notunterkunft für Alpinisten und Weitwanderer, etwa auf dem Zentralalpenweg. Aufgrund der abgelegenen Lage ist das Biwak nur über lange und anspruchsvolle Zustiege erreichbar – etwa aus dem Fleißtal, von Kolm-Saigurn über den Hocharn oder vom Bereich der Großglockner-Hochalpenstraße.

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