Alpinunfall in der Südwand der Grohmannspitze

Kletterunfall in den Dolomiten: 19-Jähriger stürzt 30 Meter ins Seil und stirbt

Ein tödlicher Kletterunfall ereignete sich in den Grödner Dolomiten: Ein 19-jähriger Südtiroler stürzt in der Südwand der Grohmannspitze rund 30 Meter ins Seil. Trotz raschem Rettungseinsatz kann der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Die genaue Unfallursache ist derzeit unklar.

Die Berggipfel der Dolomiten in Südtirol mit Langkofel, Plattkofel und Grohmannspitze.
© picture alliance/dpa / Patrick Pleul

Sturz im Vorstieg in der Route "Harrer"

Der Unfall ereignete sich am 18. April 2026 gegen 10:20 Uhr in der Südwand der Grohmannspitze (3126 m) in den Grödner Dolomiten. Laut Medienberichten, unter anderem von ORF Tirol und stol.it, verunfallte ein 19-jähriger Südtiroler in der Kletterroute "Harrer".

Der Alpinist stürzte im Vorstieg aus bislang ungeklärter Ursache rund 30 Meter ins Seil. Nähere Details zum Sicherungsverlauf oder möglichen Zwischensicherungen wurden zunächst nicht bekannt.

Unmittelbar nach dem Unfall wurden Rettungskräfte alarmiert. Im Einsatz standen der Notarzthubschrauber, die Bergrettung sowie die Carabinieri. Trotz des schnellen Eingreifens konnte der Notarzt nur noch den Tod des jungen Kletterers feststellen.

Klassische Dolomitenroute mit alpinem Charakter

Die Route "Harrer" an der Grohmannspitze (3126 m) zählt zu den klassischen Kletterlinien der Dolomiten. Die rund 600 Meter lange Tour im Schwierigkeitsgrad UIAA IV führt in 16 Seillängen durch die Südwand und wurde am 6. Juli 1936 von Heinrich Harrer und Kurt Wallenfels erstbegangen.

Die Linie bietet überwiegend festen Fels, ist jedoch lang und ausgesetzt. Für die reine Kletterzeit werden etwa fünf bis sechs Stunden angegeben, mit Zu- und Abstieg ergibt sich eine ausgedehnte hochalpine Unternehmung. Entsprechend richtet sich die Route an erfahrene Alpinisten mit sicherer Klettertechnik und guter Tourenplanung.