Rettung per Helikopter

Vom Gewitter überrascht: Wanderer rettet sich am Hochschwab in Biwakschachtel

Ein 19-jähriger Wanderer ist am Sonntag (19. April 2026) im Hochschwabgebiet von einer Gewitterfront überrascht worden und in Bergnot geraten. Der junge Mann konnte sich in eine Biwakschachtel retten und wurde später per Hubschrauber geborgen.

Rettungshelikopter im Einsatz
© Bergrettung Thörl

Vom Gewitter überrascht: Wanderer rettet sich am Hochschwab in Biwakschachtel

Der Wiener war nach Polizeiangaben über das Trawiestal auf den Hochschwab aufgestiegen, beim Abstieg geriet er gegen 14 Uhr in eine Gewitterfront. In der exponierten Hochfläche verschlechterten sich die Bedingungen rasch, weshalb der 19-Jährige Schutz in einer Biwakschachtel suchte von dort einen Notruf absetzte.

Gemeinsam mit der Bergrettung Thörl und der Alpinpolizei wurde eine Rettungsaktion eingeleitet. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen war ein sofortiger Hubschraubereinsatz zunächst nicht möglich. Erst nach einer Wetterbesserung konnte der Polizeihubschrauber zur Biwakschachtel fliegen und den durchnässten sowie unterkühlten Wanderer aufnehmen und ins Tal fliegen.

Erst nach einer Wetterbesserung konnte der Polizeihubschrauber zur Biwakschachtel fliegen und den durchnässten sowie unterkühlten Wanderer aufnehmen. Er wurde ins Tal geflogen.

Hochschwab: Anspruchsvolles Gelände mit schnellen Wetterumschwüngen

Der Hochschwab liegt in den nördlichen Kalkalpen der Steiermark und zählt zu den markantesten Gebirgsgruppen Ostösterreichs. Charakteristisch ist das weitläufige, verkarstete Hochplateau mit Gipfeln über 2000 Metern, das sich zwischen den Tälern rund um Thörl, Tragöß und Wildalpen erstreckt. Für Bergsteiger spielt der Hochschwab eine wichtige Rolle:

Das Gebiet bietet eine große Bandbreite an Touren – von langen, alpinen Wanderungen über klassische Klettersteige bis hin zu anspruchsvollen Winter- und Skitouren. Gleichzeitig verlangt das Gelände durch seine Weitläufigkeit, spärliche Infrastruktur und oft rasche Wetterumschwünge eine gute Orientierung, solide Planung und Erfahrung. Gerade auf dem Plateau kann sich das Wetter schnell ändern, Rückzugsmöglichkeiten sind begrenzt, Situationen wie im aktuellen Fall sind daher keine Seltenheit.

Im Hochschwab-Gebiet gibt es rund ein Dutzend Biwakschachteln, verteilt über das weitläufige Hochplateau und die wichtigsten Übergänge. Diese kleinen Notunterkünfte sind bewusst einfach gehalten und dienen in erster Linie als Schutzraum bei Wettersturz oder Notfällen, nicht als reguläre Übernachtungsplätze wie Hütten. Gerade wegen der Größe und Abgeschiedenheit spielen sie eine wichtige Rolle: Bei plötzlichen Wetterumschwüngen – etwa Gewittern, Nebel oder Schneefall – können sie im Ernstfall entscheidend sein.

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Gerade wegen der Größe und Abgeschiedenheit des Hochschwab-Plateaus spielen sie eine wichtige Rolle: Bei plötzlichen Wetterumschwüngen – etwa Gewittern, Nebel oder Schneefall – können sie im Ernstfall entscheidend sein.

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