Erschöpft, durchnässt und orientierungslos: Wanderinnen gerettet@(zwischenHeadlineTag)>
Zwei Wanderinnen sind am Wochenende im Bereich Tragöß-Oberort in eine Notlage geraten und mussten per Hubschrauber gerettet werden. Die beiden Frauen waren gegen Mittag in Richtung Sonnschienalm aufgebrochen. Ihr Weg führte sie durch den sogenannten Klammgraben. Aufgrund der winterlichen Verhältnisse war der markierte Wanderweg jedoch nur teilweise erkennbar.
Auf etwa 1.440 Metern kamen die Frauen im schwierigen Gelände nicht mehr weiter und verloren schließlich die Orientierung. Die Wanderinnen setzten einen Notruf per Mobiltelefon ab. Mittels GPS-Standortbestimmung konnte ihre Position rasch eingegrenzt werden. Da eine bodengebundene Rettung in dem steilen und verschneiten Gelände viel Zeit in Anspruch genommen hätte, wurde die Alpinpolizei von einem Polizeihubschrauber unterstützt, um die genaue Örtlichkeit aus der Luft zu lokalisieren.
In Zusammenarbeit mit der Bergrettung Tragöß konnten die erschöpften und durchnässten Frauen schließlich aufgefunden werden. Sie wurden mit dem Hubschrauber zu einer nahegelegenen Schutzhütte geflogen und anschließend von der Bergrettung sicher ins Tal begleitet. Beide Frauen blieben unverletzt und benötigten keine weitere medizinische Versorgung im Krankenhaus.
Sicher Winterwandern: Das müsst ihr derzeit beachten@(zwischenHeadlineTag)>
Diese grundlegenden Hinweise müsst ihr in der immer noch dunklen Jahreszeit beachten:
Ausrüstung: Erste-Hilfe-Set, Stirnlampe (!), warme Kleidung, Mütze, Handschuhe, Rettungsdecke, Biwaksack, Riegel und (warmes) Getränk gehören wie ein voll geladenes Handy und gegebenfalls eine zusätzliche Powerbank in jeden Rucksack!
Aktuelle Wetter- und Lawinenberichte prüfen. Schneefallgrenzen und Temperaturen berücksichtigen. Ab welcher Höhe liegt Schnee? Wie viel?
Exposition der Tour checken: Ist sie nordseitig oder südseitig? Das kann erhebliche Unterschiede bezüglich der Schneemenge auf der geplanten Route machen!
Für den Fall, dass man auf Schnee trifft: Am besten Grödel (oder Spikes) sowie Gamaschen dabeihaben. Auch Stöcke (mit Schneeteller) sind hilfreich.
Tour realistisch planen: Dauer, Höhenmeter und Schwierigkeit an Verhältnisse und eigene Kondition anpassen. Gegenüber dem Sommer stark verringerte Stundenzahl an Tageslicht bedenken.
Checken, ob eventuell auf der Route liegende Hütten geöffnet haben. Ist dies nicht der Fall, entsprechend Proviant und fehlende "Aufwärm- und Ruhemöglichkeit" bedenken.
Bei Unsicherheit: Frühzeitig umkehren und in der eigenen Spur absteigen.
Route mitteilen: Angehörige oder Freunde informieren, wohin man geht und wann man zurück sein will. Bei Überschreitung des Rückkehrzeitpunktes Rettungskette vereinbaren.


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