Einsatzkräfte bestens ausgebildet und in der Lage, Risiken realistisch einzuschätzen@(zwischenHeadlineTag)>
Die Bergrettung Salzburg reagiert auf wiederkehrende Rückmeldungen in sozialen Medien. Kommentare wie "Leben aufs Spiel setzen" oder "Helden" tauchten zuletzt vermehrt im Zusammenhang mit Lawinen- und Alpineninsätzen auf. Nun stellt die Organisation klar: Entscheidungen über Einsätze würden nicht leichtfertig getroffen. Die Einsatzkräfte seien bestens ausgebildet und in der Lage, Risiken realistisch einzuschätzen.
Lawineneinsätze würden grundsätzlich von der Alpinpolizei begleitet. "Ist die Gefahr zu groß, kann es aufgrund von Rücksprachen zwischen Einsatzleitung und Alpinpolizei auch durchaus einmal sein, dass wir nicht sofort ausrücken", heißt es in einer Stellungnahme. Diese Abwägungen träfen erfahrene Fachleute.
Gleichzeitig betont die Bergrettung, dass alle Mitglieder freiwillig im Einsatz stehen. "Alle unsere Einsatzkräfte stehen ehrenamtlich und im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten zur Verfügung. Darauf sind wir stolz." Auch wenn Einsätze mitunter aufwendig und körperlich wie psychisch fordernd seien, verfüge man über ausreichend gut ausgebildete Kräfte.
Appell für mehr Eigenverantwortung@(zwischenHeadlineTag)>
Im selben Atemzug appelliert die Organisation an Bergsportlerinnen und Bergsportler, Verantwortung zu übernehmen. Eine sorgfältige Tourenplanung sei essenziell. Wer unsicher sei, könne sich bei alpinen Vereinen wie dem Alpenverein oder den Naturfreunden ausbilden lassen oder im Zweifelsfall einen staatlich geprüften Bergführer engagieren.
Auch zum Thema Kostenverrechnung nimmt die Bergrettung Stellung. Zwar arbeiten sämtliche Mitglieder ehrenamtlich, dennoch würden Einsatzkosten in Rechnung gestellt. Diese Einnahmen flössen direkt in Ausbildung und Ausrüstung – ein wichtiger Bestandteil der Finanzierung, die sich neben Förderbeiträgen und Sponsoring zusammensetzt. "Kein Bergretter und keine Bergretterin wird dafür bezahlt", stellt die Organisation klar.
Abschließend empfiehlt die Bergrettung eine ausreichende Versicherung, etwa über eine Förderermitgliedschaft. Für einen Jahresbeitrag von 36 Euro sei man weltweit abgesichert – und unterstütze zugleich die Arbeit der freiwilligen Retterinnen und Retter, die 24 Stunden täglich und ganzjährig einsatzbereit sind. Der entsprechende Facebook-Post der Bergrettung Salzburg erhielt über 3000 Likes.
Was die Bergrettung leistet und welche Kosten nach einer alpinen Notlage auf euch zukommen, haben wir in diesen Beiträgen für euch recherchiert:

2 Kommentare
Kommentar schreibenMan muss die Bergrettung unterstützen, habe bei unserem Verein auch langjährig ehrenamtliche gearbeitet, jetzt ein wenig zu Alt. Man sollte die Personen in Verantwortung ziehen die solchen Unglücke momentan auslösen, weil sie nicht ausreichend ausgebildet sind. Meinen habe 3 Tage Tiefschneefahren gelernt und könnten jetzt Tiefschnee fahren, bis ich das könnte habe mindestens 6 Monate gebraucht und länger. Und danach immer zu 2 , die 2 Person war meistens ein erfahrener Skilehrer aus unserem Verein. Diese Personen die solche Unglücke auslösen haben noch nicht mal einen Schneekurs mitgemacht. Wie man die verschiedenen Schneeverhältnisse bestimmen kann, bevor man loslegt und abseits der Piste fahren will dann bleibt am auf der festen Piste und fährt nicht Tiefschnee. Mfg Andreas ??
Dem Artikel kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen, und zwar in beiden Richtungen, in meiner langen "Berglaufbahn" mußte ich teils aus dem Zusammentreffen von dummen eigenen Fehlern und Fehleinschätzungen und aus teils unvorhergesehen Bedingungen (OK, trotzdem auch von mir im nachhinein als eigener Fehler interpretiert), die BW anrufen. Das erste Mal am Bernina sagten sie mir (es herrschte dichtester Nebel und Sturm), "keine Chance, wir können nichts machen, versucht bis zum morgen durchzuhalten", das andere Mal waren sie in 20 Minuten da und dadurch wurde mein Exitus abgewendet.
Nervend ist da immer das Geschreibsel vom "selber bezahlen" oder "die BW bringt sich selbst in Gefahr", da ich davon ausgehe, daß solche Leute selbst nie in den Bergen waren; wobei es natürlich auch unglaubliche Leichtsinnsfehler gibt. Aber Fehler werden gemacht, selbst der kleinste führt zu Ungemach, weshalb diese super Leute dann auch gebraucht werden, wobei ich jedenfalls unendlich dankbar bin, daß es diese Leute gibt, die schon neben mir auch viele andere Bergkameraden gerettet haben. Bruno
PS In diesem Zusammenhang kann ich mir einen Seitenhieb auf die groß diskutierte Sache Notfall am GG nicht verkneifen - was hier mit "Appell an Eigenverantwortung" überschrieben ist. Ich hoffe, daß die nie durch irgendein Urteil in Abrede gestellt wird! Wenigstens die letzte "Eigenverantwortung" und Befähigung, unabhängig von allen Widrigkeiten einer Tour, die Nummer 140 oder 112 wählen zu können.