Einsatzzahlen erneut auf Rekordniveau

Bergrettung Oberösterreich: Über 700 Einsätze im Jahr 2025

Die Bergrettung Oberösterreich hat im Jahr 2025 erstmals mehr als 700 Einsätze verzeichnet. 740 Personen wurden aus alpinen Notlagen geborgen, darunter fast ein Viertel unverletzt.

Die Bergwacht Oberösterreich zählt heute über 850 Mitglieder. 
© picture alliance / Martin Huber

Rekordjahr für Bergrettung Oberösterreich

Die Bergrettung Oberösterreich hat 2025 einen weiteren historischen Höchststand bei Einsätzen erreicht. Insgesamt 701 Mal rückten die Einsatzkräfte aus, eine Steigerung um rund 13 % gegenüber 2024. Die Zahl geborgener Personen stieg auf 740 (2024: 656), fast ein Viertel davon blieb unverletzt. "Wir nehmen einen weiter anhaltenden Trend zum Bergsport wahr", erklärte Landesleiter Christoph Preimesberger.

Zehn Personen kamen im vergangenen Jahr trotz Rettungsmaßnahmen ums Leben, ein Wert deutlich unter dem Zehn-Jahres-Mittel (2023: 26; 2024: 14). Die Statistik zeigt, dass die meisten Notfälle bei Breitensportarten auftreten, während extreme Sportarten nur selten zu schweren Unfällen führen.

<p>Anstieg der Bergrettungs Einsätze von 2016 bis 2025.</p>

Anstieg der Bergrettungs Einsätze von 2016 bis 2025.

© Bergrettung Oberösterreich

Stürze, Hitze und unzureichende Vorbereitung

Die häufigste Unfallursache bleibt Stürzen und Stolpern, oft in unwegsamem Gelände. Besonders scheinbar einfache Touren bergen Risiken, wenn Bergsportler die eigenen Fähigkeiten überschätzen, unzureichend ausgerüstet sind oder Wetter und Gelände falsch einschätzen.

Sommerliche Hitze verursachte Ende Mai 2025 insgesamt 13 Einsätze. Kreislaufprobleme, Panikattacken und Stürze führten am häufigsten zu Rettungsmaßnahmen. Im August 2025 bewältigten die Einsatzkräfte 69 Einsätze, teilweise mehrere an einem Tag und sogar an derselben Stelle.

Prävention und Vorbereitung entscheidend

Preimesberger betont, dass eine gute Tourenplanung viele Unfälle vermeidet. Dazu gehören die Analyse des Routenverlaufs, aktuelle Wetterinformationen, angemessene Ausrüstung und das Einschätzen alpiner Gefahren. Für längere Touren empfiehlt die Bergrettung zusätzlich ein Erste-Hilfe-Paket, warme Kleidung und eine Stirnlampe.

<p>Die österreichsiche Bergrettung.</p>

Die österreichsiche Bergrettung.

© IMAGO / STEINSIEK.CH
Produkttest 2023: Erste Hilfe Sets
Sechs Sets für Notfälle auf Tour
Produkttest 2023: Erste Hilfe Sets

Sechs Sets für Notfälle auf Tour, die garantiert in jeden Rucksack passen.

zum Test

Internationale Einsätze und Versicherungsschutz

2025 wurden Menschen aus 28 Nationen gerettet, zwei Drittel davon aus Österreich, 15 % aus Deutschland und zehn Prozent aus Tschechien. Bei einem Ernstfall übernimmt, wenn vorhanden, eine Förderer-Versicherung der Bergrettung Oberösterreich die Kosten für Bergung aus unwegsamem Gelände, inklusive Hubschrauberrettungen und komplexer Sucheinsätze. Ansonsten gibt es ein System, welche Versicherung im Fall der Fälle greift.

Text von Robert Scheitzeneder

0 Kommentare

Kommentar schreiben