Nach Polizeiangaben befand sich der Skitourengeher am frühen Nachmittag allein im ungesicherten Gelände, etwa 100 Meter unterhalb des Gipfelbereichs der Gstemmerscharte. Zuvor war er über das Skigebiet der Riesneralm ins freie Gelände abgefahren und hatte dort für einen weiteren Anstieg auf Skitourenausrüstung umgestellt.
Beim anschließenden nordostseitigen Abfahren löste sich aus bislang ungeklärter Ursache eine Lawine, die den Mann mitriss und verschüttete.
Die beiden erwachsenen Kinder des Verunglückten hielten sich zum Unfallzeitpunkt im Skigebiet auf. Sie beobachteten den Lawinenabgang aus größerer Entfernung und setzten umgehend einen Notruf ab, wodurch die Rettungskette rasch aktiviert werden konnte.
An der Bergung waren die Alpinpolizei, die Pistenrettung der Riesneralm, die Bergrettung sowie der Rettungshubschrauber des ÖAMTC beteiligt. Der Verschüttete konnte durch die schnelle Lokalisierung und Bergung – insbesondere durch die Crew des Hubschraubers C99 – lebend geborgen werden. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Mann mit leichten Verletzungen und Unterkühlung in das Diakonissenkrankenhaus Schladming geflogen.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war im Gebit der Wölzer Tauern oberhalb der Waldgrenze Lawinenwarnstufe 2 (mäßig) ausgerufen.
Die Gstemmerscharte
Das Gebiet rund um die Gstemmerscharte oberhalb von Donnersbachwald ist bei Variantenfahrern und Skitourengehern beliebt. Sie wird oft als Teil der Große Bärneck-Runde angespurt, die auch den Sonntagskarspitz und Mößnakopf umfasst. Die Tour bietet eine Mischung aus sanfteren Aufstiegen und steileren Passagen, mit tollen Abfahrtsmöglichkeiten zum Silberkarsattel und in Richtung Bärneck.


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