Streaming-Tipp: SPANTIK – an untold story

Michi Wohlleben und Mathieu Maynardier reflektieren Spantik-Erstbegehung

Michi Wohlleben hat vor wenigen Wochen einen YouTube-Kanal gestartet. In der neuesten Folge reflektiert er mit dem französischen Alpinisten Mathieu Maynardier dessen Erstbegehung am Spantik im Norden Pakistans. Vor 17 Jahren hatte sich Wohlleben selbst an der Erstbegehung der Route versucht.

Michi Wohlleben und Mathieu Maynardier im Gespräch.
© Maximilian Gierl

Michi Wohlleben und Mathieu Maynardier reflektieren Spantik-Erstbegehung

Vor 17 Jahren wagte sich Michi Wohlleben an eine Erstbegehung am Spantik, einem 7027 m hohen Berg im Norden Pakistans. Was ein großes Abenteuer werden sollte, endete in einer dramatischen Rettungsaktion nach einem Lawinenabgang. Nachdem Mathieu Maynadier mit dem Pakistaner Muizz Ud Din die damals von Wohlleben ins Auge gefasste Route heuer erfolgreich durchsteigen konnte, beschlossen die Freunde, dass es Zeit war für ein gemeinsames Gespräch.

Dafür trafen sich die Kletterer im Alpstein, um die Route und die Erlebnisse gemeinsam zu reflektieren. Im ersten Teil der Folge schildert Michi Wohlleben die damaligen Erlebnisse rund um die geplante Expedition und das Lawinenunglück am Spantik, das letztlich zum Abbruch der Expedition führte. Anhand von erstmals veröffentlichtem Videomaterial wird die Intensität der Notlage in einem Land ohne organisiertes Rettungswesen deutlich. Außerdem verrät Wohlleben, weshalb er nie zum Berg zurückgekehrt ist.

<p>Treffen im Alpstein: Michi Wohlleben (li.) und Mathieu Maynardier (re.).</p>

Treffen im Alpstein: Michi Wohlleben (li.) und Mathieu Maynardier (re.).

© Maximilian Gierl

Im zweiten Teil reflektieren die Alpinisten gemeinsam die gelungene Erstgehung via Ostgrat durch Maynardier und den Pakistaner Mueez Ud Din. Über mehrere Tage kämpfte sich die Seilschaft die 1800 Hm hinauf, drei Biwaknächte verbrachten sie in der Route. Laut Maynadier passierten sie die Schlüsselstelle am letzten Tag des Aufstiegs: zwei Mixed-Seillängen der Schwierigkeit M5, deren mit Eis glasierter Granit präzise Trittsicherheit und Pickelplatzierungen erforderte.Schließlich erreichte die Seilschaft einen Gratpunkt auf 6999 m kurz unterhalb des Gipfels.

Im letzten Abschnitt, wo die Route der beiden auf den Normalweg traf, verhinderten Schneemassen und Verwehungen einen sicheren Gipfelaufstieg. "Wir mussten leider umkehren, aber ehrlich gesagt war die Route der eigentliche Gipfel", schrieb Ud Din zur Entscheidung der Seilschaft. Fünf Tage nach dem Aufbruch kehrte das Duo ins Basislager zurück. Dort nannten sie die Route "Zindabad" (Urdu) und bewerteten sie mit 1800 m, M5, A1, 80°.

SPANTIK – an untold story: Zum Stream der neuen Folge

Alle kommenden Folgen findet ihr auf Michis YouTube-Kanal.

Text von Lubika Brechtel

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