08. Oktober 2025 | Kilian Jornet hat alle 72 Viertausender der USA bestiegen@(zwischenHeadlineTag)>
Er hat es geschafft: Am 4. Oktober 2025 hat Kilian Jornet sein Projekt "States of Elevation" erfolgreich abgeschlossen. Mit Erreichen des Gipfels des Mount Rainier hat der Spanier alle 72 frei zugänglichen Viertausender der USA bestiegen. Und das in einem "Affenzahn" wie man ihn von dem Ultraläufer bereits aus vergangenen Aktionen gewöhnt ist.
Am 03. September startete Jornet das Unternehmen am Longs Peak in Colorado. Es folgte ein 31 Tage langer Supersprint über 72 Gipfel in Colorado, Kalifornien und Washington. Alle (!) Strecken zwischen den Bergen legte Jornet by fair means, das heißt aus eigener Muskelkraft, zurück. Dabei bewältigte er pro Tag etwa eine Etappe der Tour de France, also im Durchschnitt etwa 160 km. Und das zwischen extremen Bedingungen wie Hitze bis 40 Grad und klirrender Kälte zum Ende der Reise.
Zeitweilig begnügte er sich laut eigener Aussage mit etwa 4,5 Stunden Schlaf pro Nacht. "Die Berge lehren uns immer etwas, das Zahlen nicht vollständig erfassen können. 31 Tage lang folgte jeder Schritt und jeder Tritt einer scheinbar unmöglichen Linie durch den amerikanischen Westen. Das Ergebnis war eine Belastungsprobe: 72 Gipfel habe ich mit Muskelkraft bestiegen. Es war hart, wunderschön und ernüchternd", zieht der Läufer auf Instagram Bilanz. Sicher ist: Diese Leistung ist einmalig!
01. Oktober 2025 | Kilian Jornet im Supersprint über Kaliforniens Gipfel@(zwischenHeadlineTag)>
56 Gipfel in 16 Tagen. 78.000 Höhenmeter insgesamt. Knappe 80 km täglich auf dem Rad. Ein Marathon täglich zu Fuß. 5000 Höhenmeter pro 24 Stunden. Man kann es nicht anders sagen: Kilian Jornet ist schneller als die Polizei erlaubt. Nach dieser äußerst beeindruckenden Leistung war allerdings noch längst nicht Schluss: Mit dem Rennrad fuhr der Athlet weitere 1500 Kilometer durch den Südwesten der USA bis nach Kalifornien.
"Die Route schlängelte sich durch Colorados hohe Canyons, führte kurz durch New Mexico, streifte die roten Felsen Arizonas und erstreckte sich bis in die endlose Mojave-Wüste", beschreibt das Team die Strecke in einem Instagram-Post. Fünf Tage benötigte Jornet für dieses eigenständige Abenteuer. Dabei legte er laut eigener Bilanz 282 km pro Tag zurück und saß täglich bis zu 15 Stunden im Sattel. Jornet startete jeden Tag unabhängig vom Wetter und war bei Starkregen, Wind und Wüstenhitze bis 38 Grad unterwegs.
In der Sierra Nevada angekommen machte er sich an den zweiten Teil seines Projekts: Er will alle 4000er Kaliforniens, die sogenannten "Lower 48", besteigen. Mit auf dem Programm standen Norman's 13, 13 über einen Trail miteinander verbundene Gipfel. 160 Kilometer und 12.000 Höhenmeter standen allein dort auf dem Programm. "Die Bedingungen waren anfangs super, wurden aber herausfordernd:
Neue Bestzeit über Nolan's 13@(zwischenHeadlineTag)>
Kurz vor den technischen Abschnitten brachen Schneestürme los, die das Ganze etwas brenzlig machten", sagte Jornet im Nachgang. Doch aufhalten oder gar unterbrechen kam für den Athleten wohl nicht infrage. Trotz einer schmerzhaften Fußverletzung gab der 37-Jährige nicht auf und bewältigte die Strecke in 56 Stunden und 11 Minuten – laut seinem Team eine neue Bestzeit!
Begleitet wurde der Läufer erneut von lokalen Laufprofis, darunter Matt Zupan, Olivia Amber und Piolet d’Or-Preisträger Matt Cornell. Schließlich gönnte sich Jornet nach erfolgreichem Abschluss der Etappe etwas, womit keiner gerechnet hatte: Eine Pause! Fotos zeigen ihn beim Pizzaessen und im Hotelbett. Er soll dort sogar Zeit für eine Dusche gefunden haben.
Die kurze (und mehr als verdiente) Erholung währte jedoch nicht lange, denn die nächsten Rad-Etappen stehen bereits an. Zwei Gipfel fehlen dem Spanier noch zum Abschluss des Projets "States of Elevation": Mount Shasta und Mount Rainier. Danach hat Kilian Jornet alle 4000er der USA by fair means bestiegen. Sein Team rechnet zum Ende der Woche mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Mega-Projekts.


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