Mutig: Alex Megos macht Magersucht-Erkrankung öffentlich@(zwischenHeadlineTag)>
Gegenüber der "Welt" sagte Megos, dass er bereits als Kind in die Krankheit "reingerutscht" sei. "Man realisiert das erst, wenn es schon zu spät ist. Ich kann auch nicht festmachen, zu welchem Zeitpunkt alles angefangen hat. Mit 15 Jahren steckte ich da sicher schon drin – mit 16 und 17 Jahren auch", fügte er im Gespräch an. Zwischenzeitlich habe er nur noch 45 Kilogramm auf die Waage gebracht und spricht von "deutlichem Untergewicht".
Das Interview mit dem gebürtigen Erlanger fand anlässlich des Erscheinens von Megos' Autobiografie "Frei am Fels" statt, die Anfang Oktober in den Handel kommen wird. Bereits vorab thematisierte Megos in überraschend offenen Worten seine von einer Essstörung geprägte Jugendzeit. "Irgendwann wurde das komplette Dasein zur Qual. Ich habe gehofft, einzuschlafen, damit die Nacht rumgeht und ich in dieser Zeit erst mal keinen Hunger verspüre", blickt der Profikletterer heute zurück.
Erst um seinen 18. Geburtstag herum, habe er sich selbst eingestehen können, dass er ein ernsthaftes Problem habe. Noch heute begleite ihn trotz Therapien ein Schatten dieser Erkrankung: "Ich würde sagen, ich bin zu 98 Prozent geheilt. Der ultimative Test ist, ob man nur des Sports wegen ein paar Kilo abnehmen kann, aber danach kein Problem hat, diese wieder zuzunehmen. Das ist bei mir mittlerweile der Fall," sagte er im Gespräch.
Keine Randerscheinung: Magersucht im Klettersport@(zwischenHeadlineTag)>
Esstörungen bei Kletterinnen und Kletterern ist ein Thema, über das lange viel gemunkelt und über das öffentlich ebenso lange geschwiegen wurde. Immer wieder hungerten (und hungern) sich vor allem Profiathletinnen und -athleten herunter, um vermeintlich durch geringeres Gewicht bessere Ergebnisse zu erzielen. Die Konsequenzen für die Gesundheit sind extrem: Osteoporose, das Ausbleiben der Monatsblutung bei Frauen und auch psychische Probleme sind nur einige Folgen der Erkrankung.
Zuletzt war das Thema auch medial stärker in den Fokus gerückt, weshalb sich nationale und internationale Verbände vermehrt für Prävention einsetzen und auch mit Maßnahmen stärker gegen Magersucht vorgehen.
"Magersucht" war nicht das Thema des ALPIN-Interviews im Sommer 2025 mit Megos und seinem Freund, dem Kletter-Urgestein Norbert Sandner. Vielmehr ging es in dem Interview um "50 Jahre Rotpunkt". Hier könnt ihr das Interview als Video ansehen:

1 Kommentar
Kommentar schreibenDanke lieber Alex für Deine Offenheit über dieses Thema zu sprechen. Das macht es anderen leichter, sich zu offenbaren und das ist wichtig.