01. Oktober 2025 | Felssturz am Rubihorn: Jugendgruppe am Gipfel blockiert
Laut neueren Informationen des BR hatte der Felsabbruch am Rubihorn zur Folge, dass eine fünfköpfige Gruppe Jugendlicher am Gipfel blockiert war. Zunächst war in Medienberichten nur von einer geretteten Person die Rede gewesen. Durch den Felssturz war den jungen Wanderern der Rückweg ins Tal abgeschnitten, hinzu kam dichter Nebel, der die Sicht erschwerte. Deshalb entschied sich die Gruppe für das Absetzen eines Notrufs.
Daraufhin stiegen vier Einsatzkräfte der Bergwacht zu Fuß zum Rubihorn auf. Gegen 18 Uhr trafen sie bei den Jugendlichen ein und begleiteten sie sicher über die Abbruchstelle und weiter ins Tal. Gegen 21:30 Uhr lieferten sie alle wohlbehalten in ihrer Unterkunft ab. Unter dem Social-Media-Post der Bergwacht bedankten sich die Geretteten bei den Einsatzkräften. Sie schrieben u. a.: "Vielen Dank, dass ihr uns so schnell geholfen habt, wir sind echt froh dass ihr da wart", "es ist gut zu wissen das man erfahrene und gute bergretter hat" und "Danke für den Einsatz, alleine wären wir dort niemals runter gekommen".
29. September 2025 | Lebensgefahr für Wanderer nach Felssturz am Rubihorn
Bei dem Felssturz, dessen Ausmaße zunächst nicht abschätzbar waren, sei niemand verletzt worden. Das teilten Polizei und Bergwacht mit. Das Gestein habe weder Gebäude noch Sachwerte beschädigt, allerdings sei ein Wanderweg zerstört worden. Nach Informationen von BR und dpa soll es sich um einen knapp 15 mal 15 Meter großen Abbruchsbereich gehandelt haben.
Aufgrund des nass-kalten Herbstwetters waren die Wege zum Zeitpunkt des Abbruchs nicht begangen. Lediglich ein Wanderer habe vom Gipfelbereich einen Notruf abgesetzt, nachdem er den Abbruch gehört hatte. Der Mann konnte von der Bergwacht Oberstdorf sicher zurück ins Tal begleitet werden. Das betroffene Gebiet wurde weitläufig gesperrt.
Heuer kam es bereits an Watzmann, Großglockner, am Hohenzollernhaus und im Ötztal zu teils großen Abbrüchen. In den Schweizer Alpen hatte sogar ein Bergdorf dauerhaft evakuiert werden müssen. Nur wenige Tage später war es vollständig verschüttet worden.
Felsabbruch bereits vor 40 Jahren
Am Rubihorn hatte sich im Juli 1987 schon einmal ein Felssturz ereignet. Damals waren etwa 10.000 bis 15.000 Kubikmeter Geröll ins Tal gedonnert. Ein dadurch entstandenes Schotterfeld prägt bis heute das Landschaftsbild. Der Gipfel ist einer der Oberstdorfer Hausberge, der finale Anstieg über einen teils luftigen Grat gilt als anspruchsvollster Teil der Tour. Beschilderte und gut befestigte Steige führen hinauf zum ausgesetzten Schlussanstieg.


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