24. September 2025 | Tyler Andrews bricht fünften Rekordversuch am Mount Everest ab@(zwischenHeadlineTag)>
Am gestrigen Abend (23. September), 20:30 Uhr nepalesischer Ortszeit, ist US-Athlet Tyler Andrews zu seinem fünften Everest-Rekordversuch aufgebrochen. Zunächst lief auch bei diesem Anlauf alles wie geplant, bereits nach knapp 2,5 Stunden hatte er Camp 1 erreicht. Nachdem er Camp 2 passiert hatte, erreichte er nach insgesamt 4,5 Stunden 6700 Meter und beschloss aufgrund der guten Schneequalität weiter bis auf über 7000 Meter aufzusteigen. Nachdem im weiteren Verlauf die Qualität des Schnees jedoch stark abnahm und die Verzögerungen zu groß wurde, entschied sich der Läufer zum fünften Mal für einen Rückzug vom Berg.
23. September 2025 | Tyler Andrews bricht vierten Rekordversuch am Mount Everest ab@(zwischenHeadlineTag)>
Laut seines Instagram-Accounts wollte Andrews das Basecamp erst um 19 Uhr Ortszeit in Richtung Gipfel verlassen. Von dort wollte er die Nacht durchlaufen, um am Mittwochmorgen den Gipfel zu erreichen. Aufgrund einer spontanen Planänderung startete der Läufer seinen Everest-Versuch jedoch vorzeitig. "Wir sind 24 Stunden früher startklar, die Route ist freigegeben und das Wetter ist super", sagte er in einem Videobeitrag.
Wie bei seinem letzten Anlauf lief Andrews laut eigener Aussage alleine, griff jedoch auf die teilweise bereits befestigten Fixseile am Normalweg zurück. Vor diesem Hintergrund ist unklar, was er mit "freigegeben" meint. In einer früheren Erklärung hatte Andrews von einem Solo-Versuch ohne Unterstützung gesprochen. Es gibt derzeit keine offiziellen Berichte über den Zustand der Route.
Wie bei seinem vorherigen Versuch im Frühjahr diesen Jahres lief Andrews durch den Khumbu-Eisbruch und erreichte Lager drei (ca. 7000 Meter) in weniger als drei Stunden. Er meldete sich zunächst auf 6300 Metern mit einen kurzen Update ("Eine Stunde vom Bergschrund am Fuße der Lhotse-Flanke entfernt"). Ab dieser Marke wurde der Tracker jedoch merklich langsamer, das Team vermeldete Winde mit zunehmender Stärke. Dennoch erreichte Andrews noch die 7000-Meter-Marke.
Zwei Stunden später, gegen 5:45 Uhr nepalesischer Zeit, erschien auf seinem Account eine Story mit der Entscheidung zur Umkehr auf knapp 7400 Metern. Zuvor war der Athlet an einem bereits seilgesicherten Abschnitt über eine zu dünne Schneebrücke in eine Spalte gestürzt. Damit ist auch der vierte Rekordversuch des US-Amerikaners gescheitert.
Was plant Tyler Andrews?@(zwischenHeadlineTag)>
Andrews' Ziel ist es, den 1998 von Kaji Sherpa aufgestellten Rekord (Basecamp – Gipfel) von 20 Stunden und 24 Minuten ohne Sauerstoff zu brechen. Im Gegensatz zu seinen vorherigen Anläufen kündigte Andrews an, bei guten Bedingungen und gesundheitlicher Topform ebenfalls ohne Flaschensauerstoff ins Basecamp absteigen zu wollen. Damit greift der Athlet auch nach der zuletzt von Karl Egloff anvisierten Gesamt-FKT (Basecamp – Gipfel – Basecamp).




3 Kommentare
Kommentar schreibenLieber Holger von Alpin! Vielen Dank für Deine kritische Antwort. Du hast Recht, natürlich obliegt es mir nicht, die von euch ausgewählten Themen zu kritisieren, zumal wie Du schreibst, es viele Leser interessiert. Aber ich erinnere mich sehr gut, wie ihr in einem Artikel, es betraf auch den Everest (den Namen des Bergsteigers habe ich im Moment vergessen, er kehrte auf 7400 Meter um und "knackte" angeblich trotzdem einen alten Rekord), einerseits das "Ankündigungsbergsteigen" und anderseits per se die Rekordjagd kritisiert habt.
Klar, ich könnte auch auf FB (bis aber kein User) verkünden, nächstes Jahr komme ich die Eiger-Nordwand in 1,5 Stunden hoch. Wen interessiert das? Und bei den Rekorden hattet ihr ebenfalls kritisch berichtet, daß ein Vergleich nur unter den gleichen Bedingungen (Schnee, Wind, Temperatur, Zustand der Gletscher etc. etc., bzw. am Everest vermutlich Benutzung der Steighilfen, Zustand dieser, Flaschensauerstoff usw.) möglich ist. Wenn auch nur eine dieser Komponenten verschieden ist, kann das zu erheblichen zeitlichen Differenzen führen, was einen Vergleich ad absurdum führt - mit der Folge, daß kein Rekord gebrochen werden kann. Q.e.d.
Abgesehen von der Logik der Sache stößt mich persönlich als "konservativer Berggänger" diese Rekordjagd ab, aber diese subjektive Ansicht ist natürlich angreifbar. Wem´s Spaß macht, der soll es machen. Und so verbleibt mir, weiterhin andere Artikel über Themen zu lesen, von denen ihr ja auch wirklich viel Verschiedenes anbietet. Ich wünsche Dir und allen in Alpin weiterhin wunderschöne Aufenthalte in dieser herrlichen Welt, mit und ohne Rekordversuch, und vor allem immer eine gute Rückkehr. Euer treuer Leser, Bruno
Lieber Bruno,
wir schätzen Deine Kommentare und Deine Meinung.
Die Antwort, warum wir "über so etwas" berichten ist einfach: Der Everest und das Thema "Speed-Rekorde" interessiert sehr, sehr viele Leser und User.
Und wenn über die Gründe der Umkehr nicht mehr bekannt ist, dann können wir auch nicht mehr als das dazu schreiben.
Wir hoffen, Du bleibst uns gewogen und findest in unseren sonstigen Nachrichten, Knowhow-Themen, Tourentipps, Produkttests undundund genug für Dich lesenswerte Artikel.
Viele Grüße
Holger
Wie meine Meinung ist? Vermutlich wie die von vielen. Ich verstehe alpin.de nach wie vor nicht, warum sie über so etwas überhaupt berichtet. Jetzt evoziert mein Gezeter natürlich den Einwand, "Bruno, dann lies doch einen anderen Artikel oder ein anderes Magazin". Richtig, aber als verantwortungsvoller Liebhaber der Bergwelt interessierten mich die Gründe der Umkehr (worüber man nichts erfährt, außer "starker Wind"). Also welche Fehler man vermeiden sollte.
Weiterhin wieder die unsäglichen Ankündigungen, irgendwelche Rekorde brechen zu wollen. Es ist wirklich die Frage, was das mit "Alpinismus" gemein hat. Ich gehe, was den Everest anbelangt eh noch ein Stück weiter - nach Hillary & Messner (allein und mit Habeler) muß man über den Berg nicht mehr vie berichten. Wenn Menschen dort hochgehen und Freude daran haben und wieder heil zurückkommen, ist schön für denjenigen. Massen-Basecamp, Müll, Tote, irgendwelche Rekorde eher weniger. Bruno