Kampenwandseilbahn: Für Sanierung der Bahn breitere Trasse notwendig@(zwischenHeadlineTag)>
Der Betreiber der Kampenwandseilbahn möchte die fast 70 Jahre alte Bahn sanieren und Gondeln und Stationen auf den heutigen Stand der Technik bringen. In größeren und barrierefreien Gondeln könnten statt bisher vier dann acht Personen nach oben transportiert werden. Die Folge wären verkürzte Wartezeiten und mutmaßlich mehr Fahrgäste. Bis zu 1.500 Personen pro Stunde könnte die neue Seilbahn befördern.

Größere Gondeln, mehr Kapazitäten, Barrierefreiheit: Umweltschützer sehen die Erneuerung der Kampenwandbahn kritisch.
Für den geplanten Ausbau wäre es notwendig, die Liftschneise um einige Meter zu verbreitern. Der Bund Naturschutz hatte gegen die dafür ausgesprochene Genehmigung geklagt und, da die Trasse duch sogenannten Naturwald verläuft, 2023 vor Gericht Recht bekommen. Die Grenzen des Naturwaldes mit besonderem Schutzstatus waren 2020 festgelegt worden.
Im Dezember 2024 wiederum wurden diese Grenzen jedoch vom Bayerischen Forstministerium neu gezogen. Der Antrag der Seilbahnbetreiber auf Berufung des Urteils von 2023 wurde vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof inzwischen zugelassen. Der Fall geht in die zweite Instanz und wird neu verhandelt.
Die Verschiebung der Grenzen des Naturwaldes kritisieren Umweltschützer scharf, da hierdurch wertvoller Bergwald geopfert würde und vermuten hinter der Entscheidung "Vetternwirtschaft" zu Gunsten der Seilbahnbetreiber. Behörden und Betreiber verwahren sich strikt gegen diesen Vorwurf.

Protest gegen Bauvorhaben: Plakat mit der Aufschrift "NO" an der Kampenwand.
Mitglieder von Mountain Wilderness protestieren gegen Ausbau der Kampenwandbahn@(zwischenHeadlineTag)>
Am 2. Mai haben Mitglieder der Umweltschutzorganisation Mountain Wilderness Deutschland gegen die Sanierung der Bahn an der Kampenwand demonstriert. Auf der anspruchsvollen Kampenwand-Überschreitung wurde dabei zwischen den Kletterpassagen ein Banner mit der Aufschrift "Tourismus am Abgrund" enthüllt.
Mountain Wilderness betrachtet einer Pressemitteilung zu der Protestaktion zu Folge die neue Grenzziehung des Naturwaldgebietes entlang der Seilbahntrasse als "Gefallen an die Seilbahnbetreiber". Durch die neue Bahn würden etwa drei Mal so viele Ausflüger in das ökologisch sensible Gebiet transportiert. Auch eine Mountain Wilderness zu Folge geplante Erhöhung der Zahl der Event-Abende an der Sonnenalm lehnen die Naturschützer ab.
Mountain Wilderness hatte bereits im Jahr 2021 zusammen mit der Bürgerinitiative "Rettet die Kampenwand" gegen das Bauvorhaben protestiert und dabei ein großflächiges Plakat mit der Aufschrift "NO" an der Westseite der Kampenwand aufgehängt.



5 Kommentare
Kommentar schreibenGeehrte Sara, ganz klar ist mir ihr Kommentar nicht. Also beim Aufstieg haben Sie keine Angst (Schwindelgefühl), aber beim Abstieg? Nun, das ist meistens so, da man in die Abgründe blickt, aber wenn Sie sich als Anfängerin bezeichnen, sollten sie dann erstmal weniger exponierte Wege gehen und sich nach und nach vorarbeiten. Aber ich meine Sie beruhigen zu können - dort wo eine Seilbahn hoch- und herunterfährt, gibt es meistens keine allzu gefährlichen Abgründe bzw. es gibt Wege, diese normal abzusteigen. Und eigentlich sollte man als Bergsteiger wirklich ohne Probleme sowie rauf- und runterkönnen. Sonst kann es immer zu Problemen kommen, da Sie ja auch in der Mitte der Strecke mit ungewohnten Hindernissen (Abgründen), die einen Seilbahntransport nach Ihrer Ansicht erfordern würden, konfrontiert werden, der dann nicht möglich ist.
Das andere Problem haben Sie schon angedeutet, was ich auch mit Event-Hütten haben - wollen Sie da wirklich hoch? Wo sich Tausende "Eventer" herumtummeln? (das sind die wirklichen Abgründe in den Bergen, die die meisten Bergsteiger zu umgehen versuchen...) Nun, ist Geschmackssache, ich jedenfalls nicht. Viel Erfolg bei Ihrer Eingewöhnung in diesen traumhaften (ruhigen) Regionen unserer Erde wünscht Ihnen, Bruno. PS Natürlich kann man auch bei Angst zuerst die Begleitung eines erfahrenen Bergkameraden erwägen.
Was ist mit dem Anfänger? Das hilft nicht, wenn man sich auch mit entsprechender Ausrüstung blockiert und nicht mit der Seilbahn runter darf, weil es anderen entschieden haben, dass es so nicht sein darf. Verstehe aber, dass es manchmal viel zu viel Touristen gibt, gerade bei Saisonstart- und Saisonende.
Ich möchte irgendwann jeden möglichen Gipfel erreichen, der ich mich zutraue, aber ich mache es langsam, habe erst 2022 mit dem Bergsteigen (Alpin-Wandern) angefangen, und habe Fallangst (ich gehe auch ordentlich Bouldern, um mich damit auseinander zu setzen). Dabei sind diese Seilbahnen sehr hilfreich.
Schöne Grüße - Sara
Timo - Wenn Seilbahnen bestimmen, wer auf den Berg darf - noch mehr lol. Bruno
Wenn Demonstranten auf den Bergen bestimmen wer auf die Berge darf... lol
Danke, gute Aktion! Events können auch im Tal abgefeiert werden, man muß nicht immer die Berge als "Hintergrund" mißbrauchen. Auch nicht auszudenken, bei 1500 "Eventer" pro Stunde, was da oben dann bei Schönwetter los ist.
Aber ich wäre einen Schritt weitergegangen, gleich die alte Bahn abreißen. Für echte Bergliebhaber überall nur ein Segen. Bruno