Ein Plan, der ins Rutschen kam@(zwischenHeadlineTag)>
Ursprünglich hatten die beiden für den 2. Dezember ein anderes Ziel ins Auge gefasst. Doch das Schicksal hatte Pläne: Eine Autopanne auf dem glatten Eis brachte ihre Vorhaben buchstäblich ins Rutschen. Nach drei Stunden harter Arbeit, bei denen sie ihren Wagen aus dem Schnee befreiten saß das Duo bei einer Tasse Kaffee in einem Dorfcafé und schmiedete spontan einen neuen Plan. Oberarzbacher erinnerte sich an eine Linie am Grödner Joch "Schwarzen Wand", von der er gehört hatte. Dort sollten derzeit ausgezeichnete Eisverhältnisse herrschen.
"Warum nicht etwas Neues probieren?", fragte Manuel. Simon war sofort interessiert. Also vereinbarten sie, sich am 9. Dezember erneut zu treffen, um die Herausforderung anzugehen. Mit der Frage im Kopf, ob sie es schaffen könnten, eine kletterbare Linie durch die schwarze, kompakte Felsplatte zu finden, machten sie sich motiviert auf den Weg.
Der erste Versuch – und eine unerwartete Überraschung@(zwischenHeadlineTag)>
Der Anfang lief vielversprechend: Schöne Löcher und Leisten ermöglichten ein zügiges Vorankommen. Doch kaum hatten sie den markanten Beginn der Eisspur erreicht, passierte das Missgeschick: Sie stellten fest, dass sie ihre Eisschrauben vergessen hatten. Das eingespielte Team konnte sich nur noch darüber amüsieren. Kein Problem, dachten sie sich: Der Plan für diesen Tag war dahin, die Fertigstellung der Linie wurde auf einen anderen Tag verschoben.
Am 12. Dezember 2024 nahmen Oberarzbacher und Gietl ihren zweiten Anlauf – diesmal bestens vorbereitet und mit Eisschrauben im Gepäck. Die zweite Seillänge, die eine anspruchsvolle Kombination aus Mixed-Klettern (M8) und Eis (WI6) darstellte, ließ das Kletterherz schneller schlagen. Nach einer anspruchsvollen Kletterpassage folgte die dritte Seillänge, das Highlight: Reinste Eiskletterei (WI5+), die für die beiden kein unüberwindbares Hindernis darstellte. Doch die wahre Herausforderung wartete noch.
Der Schlüssel zur Route@(zwischenHeadlineTag)>
Die vierte Seillänge war die schwierigste. Ein Riss führte unter freihängende Eiszapfen, von denen die Kletterer auf das Eis übergehen mussten. "Die vierte Seillänge war der Schlüssel zur gesamten Route", erklärt Oberarzbacher. "Technisch anspruchsvoll, entschlossenes Klettern und ein absoluter Fokus waren gefragt." Die beiden Alpinisten meisterten die Passage mit Bravour und setzten ihre Route fort.
Am 13. Dezember 2024 war es schließlich soweit: Oberarzbacher und Gietl hatten die gesamte Route frei geklettert. Die vier Seillängen – mit den Schwierigkeitsgraden M5, M8/WI6, WI5+ und M8+/WI5+ – ergeben eine harmonische Linie. "Es ist eine wunderschöne, natürliche Tour, die eine perfekte Mischung aus Eis und Fels bietet. Ihre alpine Charakteristik in dieser atemberaubenden Landschaft macht sie zu einer echten Fünf-Sterne-Tour", schwärmt Gietl.
Anmerkung zum Stil: Die Route wurde im klassischen Stil eröffnet, ohne den Einsatz von Bohrhaken, und ist nun eine glänzende neue Herausforderung für alle ambitionierten Mixed-Kletterer.


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