Er hat's noch drauf: Alex Huber eröffnet Route im Schwierigkeitsgrad 8c+
Alex Huber überraschte vergangene Woche mit einer neuen Erstbegehung an den Barmsteinen. Der Kletterer konnte in seiner Berchtesgadener Heimat zum wiederholten Male eine Route eröffnen: Mit "Mythos" in der Schwierigkeit 8c+ (XI-/XI) beweist der Profi, dass er mit 55 Jahren noch immer "on point" abliefern kann.
Mit 76 Metern Länge, davon eine 25-Meter-Crux, bewies Huber zum wiederholten Male das Auge für die perfekte Linie. Mythos ist "sowas wie ein kleiner Marathon", schreibt der Kletterer auf Instagram. "Nur senkrecht aber alles andere als trivial. In der 25 Meter langen Crux gibt es keinen einzigen vernünftigen Griff oder Tritt. Mit dem letzten harten Zug dann 60 Meter über Grund. Eine harte Aufgabe für die Durchstiegs-Psyche".
Der jüngere der beiden Huber-Brüder erklärt weiter: "Die Herausforderung ist nicht der eine bestimmte superharte Zug sondern die Menge aneinandergereihter unsicherer Züge. Und es ist sicher auch keine Frage der Kraft sondern wie solide man auf diesen Winztritten steht. Diese eine ultralange Seillänge ist eine gewaltige Reise".
Zweite Erstbegehung nach Tumorerkrankung
Unterstützt und fotografisch begleitet wurde der nach seiner Tumorerkrankung wieder zu Topform aufgelaufene Huberbuam vom Tiroler Spitzenkletterer Heinz Zak. Bereits nach der krankheitsbedingten Pause hatte Huber eine Route am Brendelberg erstbegangen. Ihr Name: "Überleben" (bis X) .
Mehr zum bayerischen Spitzenkletterer findet ihr in unserer Fotogalerie zu Alex Huber:



1 Kommentar
Kommentar schreibenWieso soll Mann mit 55 schon klettermüde sein? Viel bewundernswerter halte ich
1. Dass er wieder in seiner Heimat eine Linie geklettert ist, die wenn ich die Bilder so deute nicht dem Mainstream der Henkelkletterei entspricht sondern er eben den Fels nimmt der eben da ist - das ist die wirkliche Auseinandersetzung mit der Natur, dem Fels und das macht auch geschichtswürdige Klettergebiete aus.
2. Auch wenn ich nicht ganz verstehen kann, wieso er keine Klebehaken für solch eine Gegend und Route verwendet - die Absicherung scheint bezüglich Abstände ebenfalls weiterhin zukunftsweisend
Gerade für den 2. Punkt müssen wir Erschließer aus der 2. Reihe doch oft viel ( unberechtigte ) Kritik einstecken - da hat es ein Huber wohl etwas leichter.
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