Zwei deutsche Bergsteiger wurden von einer Lawine in der Ortler-Nordwand erfasst. Beide konnten nur mehr tot geborgen werden.

Zwei deutsche Bergsteiger brachen am Mittwochmorgen zu einer Begehung der Ortler-Nordwand auf. Da sie am Abend nicht von der Tour zurückgekehrten, alarmierten die Angehörigen die Bergwacht. Eine große Suchaktion war die Folge.

Gefährlich: die Ortler-Nordwand

Zu jeder Jahreszeit gefährlich: die Ortler-Nordwand.

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Groß angelegte Suchaktion nach Lawine am Ortler

Als die beiden Tourengeher sich nicht zum vereinbarten Termin um 15 Uhr bei ihren Angehörigen meldeten, schlugen diese Alarm. Der Bergrettungsdienst Sulden startete daraufhin eine große Suchaktion.

Erst nach 19 Uhr am Mittwochabend kamen die Rettungsmannschaften am Unglücksort unterhalb der Ortler-Nordwand an. Meterhohe Schneemassen türmten sich vor ihnen auf, berichtete der Leiter der Bergrettung Sulden, Olaf Reinstadler. Im Laufe des Tages waren bereits drei Lawinen abgegangen, die ersten bereits in den Morgenstunden.

Ortler-Nordwand: zunächst ein Toter, ein Vermisster

Mehrere Bergretter waren mithilfe des Rettungshubschraubers auf den Ortler geflogen worden. Eine Person konnte zügig mittels Lawinensuchgerät unter dem Schnee begraben gefunden werden, war jedoch bereits verstorben.

Der zweite Bergsteiger konnte zunächst nicht geortet werden. Entweder trug er kein LVS-Gerät bei sich, verlor es oder es funktionierte nicht, so die Vermutung. Die Suche musste aufgrund der Dunkelheit am Mittwochabend unterbrochen werden.

Lawine am Ortler: Fund des zweiten Alpinisten

Die Suche wurde am heutigen Donnerstag um 8 Uhr unter der ständigen Gefahr weiterer Lawinen wiederaufgenommen. Im Laufe des Vormittags konnte die Leiche des vermissten Alpinisten von den Einsatzkräften gefunden werden. Er lag unter einem halben Meter Schnee unweit des Fundortes seines Kameraden.

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