Immer mehr Outdoor-Hersteller bieten ihr Equipment nicht nur zum Kauf, sondern auch zum Verleihen an. Wir fragen euch: Funktioniert das für euch? Und lohnt sich das? Die Abstimmung ist beendet.

<strong>"Ich muss nicht alles  besitzen. Erst mal ausleihen und  ausprobieren finde ich super!"</strong><br>Petra Darchinger<br>ALPIN Bildredakteurin

"Ich muss nicht alles besitzen. Erst mal ausleihen und ausprobieren finde ich super!"


Petra Darchinger
ALPIN Bildredakteurin

Uns haben in der letzten Zeit viele Mails erreicht, in denen die unterschiedlichsten Outdoor-Hersteller ihre Produkte zum Leihen anbieten. Man kann fast alles bekommen, egal ob Sommer- oder Winterbekleidung, ABS-Rucksäcke, Zelte oder Schneeschuhe. Aber wie funktioniert das? 

Eigentlich ganz einfach: Man geht auf die Seite des Herstellers, bestellt online, was man haben möchte und bekommt das Equipment zum gewünschten Termin nach Hause geschickt. 

Ab 14.01.2022 im Handel: Die ALPIN Doppelausgabe 02/03 2022!

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| © ALPIN

Entweder läuft das direkt über den jeweiligen Hersteller (z. B. ABS-Rucksäcke, Pyua, Vaude) oder über die Händler, die die jeweilige Marke vertreiben (z. B. Ortovox). Nach Mietende kann die Ausrüstung kostenlos zurückgeschickt werden. 

Leihen oder Kaufen? Wo bleibt beim Leihen die Nachhaltgkeit?

Uns hat auch interessiert, was mit den zurückgegebenen Ausrüstungsgegenständen passiert. Die Antworten waren ziemlich einheitlich: Hersteller oder Händler bereiten die Teile nach den Rücksendungen wieder auf, dann kommen sie erneut in den Verleih. Das heißt, Bekleidung wird gereinigt und eventuell frisch imprägniert. Hardware wie etwa ABS-Rucksäcke werden nach der Rücksendung gewartet und mit neuen Kartuschen ausgestattet. 

Wir glauben, dass dieser Ansatz einer Sharing-Economy zu einer nachhaltigeren Nutzung von Outdoor-Produkten beitragen kann und auch den Geldbeutel schont, wenn man etwa nur einmal im Jahr ein Familienzelt braucht.

Die Abstimmung ist beendet, das Ergebnis erfahrt ihr in diesem Beitrag.

13 Kommentare

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Rüdiger Berlin

Ausleihen vor Ort, AV mit Vorbestellung oder ein guter Freund -in prima. Wenn Kleidung jedesmal gereinigt wird macht das weniger Sinn. Das hin und her schicken kann nicht umweltfreundlich sein. Ausprobieren und dann zurück geben, geht ja schon “leider” auch bei Internetkäufen fast problemlos. Meine Antwort ist A B abhängig von der Ausrüstung.

Lars

Bei Sachen die hin und her geschickt werden, kann man nicht von nachhaltig sprechen. Bei teuren Sachen die man nur 1x im Jahr braucht und auch noch Wartung benötigen macht das noch eher Sinn. Günstig finde ich es auch nicht ich trage eine Jacke etc. Ja nicht nur ein, zwei Tage.

Alina

Ich persönlich leihe mir die Ausrüstung immer erstmal aus, wenn ich eine neue Sportart ausprobiere oder diese nicht so häufig ausüben kann/will. So habe ich mir letztes Jahr von einem Bekannten die Skitouren-Ausrüstung ausgeliehen, das ganze mehrmals ausprobiert und gemerkt, dass es mir unheimlich Spaß macht. Mittlerweile gehe ich jedes Wochenende Skitouren/Skifahren und habe mir meine eigene Ausrüstung letztendlich gebraucht gekauft. Denn auch das ist für mich Nachhaltigkeit: nicht immer alles neu kaufen, sondern auch gebraucht. Dafür gibt es mittlerweile viele Online-Plattformen und Tausch-Börsen/Flohmärkte und häufig sind die zum Kauf angebotenen Ausrüstungsgegenstände wenig bis kaum gebraucht und gut erhalten. Zudem spart man sich dabei noch Geld und schont Ressourcen! Liebe Grüße Alina aus Oberbayern

Hans-Ullrich

Bei einer eigenen Ausrüstung habe ich es im Griff, eventuelle Schäden vorher zu erkennen und diese dann vor Gebrauch auszuwechseln. Bei Leihsachen bin ich mir nicht ganz sicher.

Anonymer Benutzer

Ich habe bereits entsprechende Angebote beim DAV angenommen (Schneeschuhe, Crashpad) und war sehr zufrieden. Nichtsdestotrotz vergesse ich immer wieder wie gut diese Möglichkeit ist.

Anonymer Benutzer

Wir kaufen sehr bewusst Dinge ein, die wir dann auch viele Jahre nutzen. Wir mögen gern frühs entscheiden, ob Schlittschuh oder Skitour oder Zeltnacht. Da macht das vorher Bestellen und Zusenden die Spontanität zu nichte. Meist haben wir vorher durch Ausleihen getestet, ob uns das was taugt. Für Einmalnutzer mit genauer Terminierung ist es eine gute Idee, für spontane Mikroabenteuer eher nicht. Hier wäre jetzt eher die Frage, darf man das aus Gründen des Klimaschutzes noch......

Tom

Ich leihe schon seit Jahren Ausrüstung vom Alpenverein und freue mich, dass die Hersteller diesen Service jetzt auch anbieten. Natürlich sollte Wartung und Pflege nicht vernachlässigt werden.

Anonymer Benutzer

Voor mij persoonlijk is huren nog geen optie, nm klim en hoogtouren doë ik alleen in de zomer, dit ivm de verre reis naar de alpen, 1 a 2 x per jaar. Wil nm voor m,n zelf de zekerheid hebben dat mn klim materiaal up to date is,worst nm verzorgd en goed opgeborgen.

Helge

Alpinmaterial auszuleihen bedeutet ja, daß man nur gelegentlich Bergtouren unternimmt - so wie beim Schifahren zB einmal im Jahr. Der, der sich eigene Sachen besorgt, der hat wahrscheinlich vor, öfter zu gehen. Und ist daher geübter. Und in die Berge sollte man doch geübt sich bewegen, nicht nur gelegentlich. Ausborgen bedeutet daher seltene Touren , ungeübt sein - und das sollte in den Bergen nicht sein.

Florian

Ich leihe mir immer meine Langlaufausrüstung im Ruhpolding an der Chiemgauarena . Man muss nichts transportieren, versorgen, wachsen, austauschen. Das ist schon sehr praktisch! Kosten sind für EUR 39.- für drei Tage auch überschaubar. Das einzige was ich nicht so gut finde ist dass man seit diesem Jahr die Ski bis 16.00 Uhr zurück bringen muss. Da wäre ein bis zwei Stunden länger schon viel besser.

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