Der südkoreanische Höhenbergsteiger Kim Hong-bin, der "Mann ohne Finger", soll beim Abstieg von seinem letzten Achttausender tödlich verunglückt sein.

Am 18. Juli erreichte Kim Hong-bin den Gipfel des Broad Peak. Damit vervollständigte der 56-jährige Südkoreaner nicht nur seine Achttausender-Liste, Hong-bin schrieb mit dem Erfolg an dem 8051 Meter hohen Berg im Karakorum auch ein Stück Alpingeschichte: Vor ihm war es noch keinem Menschen mit Handicap gelungen, alle 14 Achttausender der Erde zu besteigen.

Der Südkoreaner hatte vor 30 Jahren bei einer Solo-Besteigung des Denali aufgrund von Erfrierungen alle seine Finger verloren. Für den Höhenbergsteiger war dieses einschneidende Erlebnis aber kein Grund, das Bergsteigen aufzugeben.

"Wenn der Unfall am Denali nicht passiert wäre, wäre ich ein ganz normaler Bergsteiger geblieben. Die Not ließ mich das scheinbar Unmögliche versuchen. Ich habe die Behinderung, die mir ein Berg beibrachte, dadurch überwunden, dass ich Berge bestieg", so Kim einmal in einem Interview.

Im Lauf der Jahre konnte der ehrgeizige Höhenbergsteiger, der 2002 auch bei den Paralympics in Salt Lake City für sein Heimatland an den Start ging, nicht nur die Seven Summits komplettieren, sondern auch einen Achttausender nach dem anderen besteigen. 

Jüngsten Medienberichten zufolge soll Kim Hong-bin nun beim Abstieg vom Broad Peak in eine 15 Meter tiefe Gletscherspalte gefallen und dabei ums Leben gekommen sein. Stunden vor dem tödlichen Unfall hatte ihm der südkoreanische Präsident Moon noch offiziell auf Twitter seine Glückwünsche übermittelt.

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