Die Extremkletterer Stefan Glowacz und Robert Jasper starten am 20. April auf eine siebenwöchige Expedition nach Baffin Island in Kanada. Mit Schlitten und Snowkites begeben sie sich fernab jeglicher Zivilisation auf die Suche nach der unentdeckten Felswand. Zur Fotogalerie der Expedition

Sie begeben sich auf die Suche nach der unentdeckten Wand: Das Quintett bricht nach Baffin Island auf.
Sie begeben sich auf die Suche nach der unentdeckten Wand: Das Quintett bricht nach Baffin Island auf.

Mitte der 1990er-Jahre überflog der amerikanische Fotograf Eugene Fisher mehrfach die Region um Baffin Island - immerhin die fünftgrößte Insel der Erde. Seine Luftaufnahmen stellen das bisher einzige Zeugnis nie entdeckter Felsformationen dar. Ziel der Expedition ist es, diese Schätze ausfindig zu machen und ihre Erschließung mit einer Freikletterroute zu beginnen. Begleitet werden Glowacz und Jasper bei ihrem Ansinnen von Klaus Fengler, Holger Heuber und Mariusz Hoffman.

Immer auf den Spuren der Inuits, der eskimoischen Volksgruppe, die im arktischen Nordostkanada lebt, erfolgt die Anreise des Expeditionsteams über die Siedlung Clyde River weiter nach Pond Inlet. Dort werden sich die Alpinisten von der Zivilisation verabschieden und ihre Schlitten packen, um mit Hilfe der ortsansässigen Inuits zu den 240 Kilometer entfernten Fjorden aufzubrechen. Der Weg führt die Expeditionsmannschaft mit den Schneemobilen der einheimischen Jäger zunächst entlang der Ostküste und dann auf dem zugefrorenen Meer zu ihrem ausgewählten Ziel, dem Querbitter Fjord. Ein von Kletterern noch nie erforschtes Gebiet, mit Felswänden die über 1000 Meter hoch in die Luft ragen. Zur Fotogalerie der Expedition Haben die Alpinisten die geeignete Wand entdeckt, geht die Herausforderung los. Sie werden sich für einen der vielen Gipfel entscheiden müssen und mehr als zwei Wochen in der Felswand leben, klettern und schlafen. Essen und Trinken reicht nur für 16 Tage. Solange haben die Kletterer Zeit, sich ihren vertikalen Traum zu erfüllen. Eine besondere Gefahr stellen Eisbären dar, die im Frühjahr die Gegend um den Querbitter Fjord häufig frequentieren. Damit sie die Vorräte des Teams nicht plündern, muss die gesamte Ausrüstung des Expeditionsteams in die ausgewählte Wand hoch gezogen werden. Eine weitere logistische Herausforderung stellt die Trinkwasserversorgung dar. Da den Kletterern aufgrund der Steilheit der Wand kein Schnee zur Verfügung steht, den sie zum Trinken schmelzen können, muss auch das gesamte gefrorene Wasser (etwa 300 Liter) von Anfang an mit durch die Wand gezogen werden.

Foto: Google.
Foto: Google.

Im Gegensatz zum Anmarsch wird das Team für die Rückkehr in die Zivilisation auf Schneemobile verzichten. Die 340 Kilometer lange Strecke werden sie lediglich mit Hilfe von Snowkites und Skiern zurücklegen. Die Ausrüstung wird auf Schlitten hinterher gezogen. Ziel ist die im Süden der Insel gelegene Inuit-Siedlung Clyde River. Insgesamt zwei Wochen sind für den Rückweg eingeplant. Zur Fotogalerie der Expedition Quelle: Presseinformation Häberlein & mauerer ag

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Glowacz und Jasper am Murallon