In Garmisch-Partenkirchen erwägt man eine deutliche Erhöhung der Parkgebühren.

Wie der Bayerische Rundfunk am 10. Dezember berichtete, seien in den Skigebieten Fellhorn, Ifen, Kanzelwand und Nesselwang Parkplätze für Wintersportler komplett gesperrt worden. Mit diesem Schritt wolle man vor allem verhindern, dass Skitourengeher die Infrastruktur "unbefugt" nutzen würden, verlautete aus Kreisen der Allgäuer Bergbahnbetreiber.

Nach Ansicht von Ralf Speck, dem Geschäftsführer der Alpspitzbahn Nesselwang, sei diese Maßnahme notwendig gewesen, da dutzende Freizeitsportler die beschneiten Pisten nutzen würden, obwohl es in den geschlossenen Skigebieten derzeit keinerlei Sicherheitsvorkehrungen wie etwa einen Lawinenschutz geben würde. 

War für viele Tourengeher das Ziel am 1. Dezemberwochenende: der Hausberg bei Garmisch-Partenkirchen.

| © Imago

Von gesperrten Abfahrten und Pistenarbeiten hätten sich die Wintersportler ebenfalls nicht abhalten lassen. 

Auch in Garmisch-Partenkirchen dürfte man diesen Schritt genau zur Kenntnis genommen haben. Nachdem die Zugspitz-Region bereits am ersten Dezemberwochenende von Skitourengehern und Skitourengeherinnen "überrannt" worden war, mache man sich in Bezug auf die bevorstehenden Feiertage große Sorgen, betonen die Verantwortlichen vor Ort.

"Wenn das jetzt schon nach ein bisschen Schnee so ist, möchte ich gar nicht wissen, was bei uns in den Weihnachtsferien lost ist", so Elisabeth Koch im Bayerischen Rundfunk. 

Um eine empfindliche Erhöhung der Parkgebühren - von 10 Euro am Hausberg oder der Kreuzeckbahn ist die Rede - komme man nicht herum, so die Rathauschefin von Garmisch-Partenkirchen. "Natürlich müssen wir das jetzt machen", betonte Koch gegenüber dem Merkur. Ob auch - wie im Allgäu - Parkplatzsperrungen als "ultima ratio" in Erwägung gezogen werden, um die Ströme von Freizeitsportlern einzudämmen, ist nicht bekannt.

Edit 14.12.: Inzwischen hat man sich in Garmisch-Partenkirchen entschlossen, an den genannten Parkplätzen eine Parkgebühr von 15 Euro zu erheben.

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31 Kommentare

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Flegel

Ich denke wenn man uns die Freiheit lässt und die Lifte offen währen dann würde sowas nicht passieren . Wenn man Langlauf und andere Sportarten machen kann warum nicht Schiefahren .Wegen Versicherungen und den ganzen Schei...ist alles nur blabla. Die Corona grippe wie sie auch genannt wird kriegen sie di h nicht in Griff das ist unser 3. Weltkrieg.

Jackl

Das ist nun wirklich kein triftiger Grund.
Die Berge sind nicht nur für ein paar Großkopferte zum Geldverdienen da.
Sonst schert sich auch keiner über Tourengeher die durch die Pampa laufen.
Wenn die Luftbetreiber so in Sorge sind: kümmert euch halt altruistisch trotzdem um die Pisten.
Dieses Jahr gehen wegen Corona so viele unerfahrene Leute auf den Berg. Die sollte man schützen. Zamhalten. Aber die Luftbetreiber reden hier von Personenschutz und wissen genau: wenn sie zusperren, dann geht der unerfahrene Tourengeher dorthin wo es wirklich gefährlich ist...mangels Alternative!

Langerheinz

Leider zeigt diese Diskussion wie ähnlich gelagerte, Corona zeigt uns die Grenzen in vielerlei Hinsicht. Der Tonfall wird immer rauher und es scheint wenig Konsensfähiges zu geben. Einheimische gegen die Städter aus München Ulm und Göppingen. Die Geschäfte der Einheimische werben um uns Städter „Ausrüstung für deine erste Skitour“ - aber klar Parkplätze gibt es dann nur fernab der Tourengebiete. Vor Corona waren die Pisten voll die Parkplätze voll, Stau überall - Jetzt kann das nicht mehr sein - aber es wird gejammert. Wir sind eben Viele in Deutschland ???? und Viele die sich gerne bewegen. Jetzt brauchen wir anerkannte Persönlichkeiten aus all diesen Regionen um einen Konsens zu finden bevor wir uns unnötig zerfleischen. Wer organisiert so etwas? Dass der DAV sich zurückhält ist klar und war auch nicht anders zu erwarten. Mann müsste ja Position beziehen. Ich gebe zu es ärgert mich, dass in den deutschen Gebirgskommunen Parkplätze gesperrt werden - ich gebe aber genauso zu, dass mir nicht alle Sorgen der Einheimischen bekannt sind. Wir brauchen Konsens und wer glaubt in einem Jahr sei die Situation wesentlich anders der glaubt wohl auch an den Weihnachtsmann. Lasst uns zusammenarbeiten. Berg frei Heinz Buchmann

mhm

oh mai, das ist mal wieder deutsche Kreativität! Anstatt Schilder aufzuhängen, dass die Begehung auf eigene Gefahr erfolgt und fett Parkgebühren zu verlangen, so dass zumindest etwas Geld in die Kasse kommt, macht man ganz dicht und verärgert auch noch potenzielle zukünftige Kunden.

Mira

...dann sind halt alle aus dem Raum Garmisch in Tirol unterwegs.....braucht auch niemand....

Alexander N.

Am besten alles sperren und von staatlichen Subventionen leben

Fritzchen

Zu Rüdi

Wenn man das Grundstück eines anderen betritt, begeht man Hausfriedensbruch. Haben Sie mal überlegt, wie das ist, wenn man Ihren Garten zertrampelt? Viele Menschen müssen bis vor das Kassenhäuschen fahren, weil sie zu faul zum Laufen sind. Dann aber wollen sie Skisport betreiben. Es ist schlimmer, wie im Kindergarten. Wenn Dinge verboten werden, sollte man sich daran halten. Traurig ist, das Erwachsene Menschen sich schlimmer als Kleinkinder verhalten. Die sind einsichtig.

Berglarhansl

Liftbesitzer und Hoteliers jammern auf hohem Niveau, was ist mit dem Geld passiert was sie seit Jahren verdient haben. Nochmehr Touristen braucht das Allgäu mit Sicherheit nicht,der Sommer war schon schlimm genug. Aber anscheinend verdienen und leben wir ja alle davon. Lächerlich.

Pistenbully

Ich finde es unverantwortlich was die tourengeher momentan abziehen. Sie rennen im ganzen Kolonnen auf den zum Teil präparierten Pisten hirnlos herum! Die Gefahr von windenseil von dem zum Teil jetzt schon präparierenden Maschinen interessiert sie nicht. Selbst Absperrungen werden ignoriert und niedergerissen. Sie meinen wenn sie freies begehungsrecht haben kann ja nichts passieren. Mir tut keiner leid der sich die Beine bricht wenn er über ein windenseil fällt! Um den einzigen wo es mir leid tut ist der raupenfahrer der kann dann sein Haus verkaufen damit er das A.... Unterhalten kann.!!!

olliS.

Die meisten von uns wurden in Jahrzehnten großen Wohlstands, maximaler Selbstverwirklichung und Friedens groß. Jetzt ist es anders. Nicht alles, aber doch vieles. Selbstverständliches wird wieder zu etwas Besonderen und Freiheiten nicht mehr selbstverständlich. Lernen wir aus dieser Erfahrung, nutzen wir diese Krise für eine Reflektion unseres Handels und unserer Vorstellungen vom Leben ! Es ist an der Zeit zu erkennen dass wir uns mit vielen Dingen einfach geirrt haben. Corona legt den Finger in eine Wunde, die schon lange weit aufklafft. Leben ist wertvoll, einzigartig und schützenswert - nicht nur bei uns sondern auch dort wo viele Menschen für unseren Wohlstand ausbluten, für unser "alternativloses" Zerstören dieses Planeten ein Leben lang dahinfristen. Corona lehrt uns wieder Demütig zu werden.

olli

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