Hier findet ihr die gesammelten User-Kommentare zu unserem Kontrovers-Thema "Nutzungsdruck auf Wanderwegen".

Mehr Menschen in den Bergen sorgen für mehr Reibung unter den Erholungssuchenden. Das ist innerhalb einer Zielgruppe so, aber auch zwischen unterschiedlichen. Ein Grundkonflikt: Biken und Wandern findet auf dem selben Wegenetz statt. Und beide Sportarten sind sehr beliebt.

Gemeinsam auf den selben Wegen unterwegs: Wanderer und Mountainbiker.

| © DAV / Chris Pfanzelt

Laut DAV besitzen etwa zwölf Millionen Deutsche ein Mountainbike, davon geht etwa ein Drittel regelmäßig Biken. Beim Wandern seien es gar sieben Millionen, erklärt der DAV in einer Pressemitteilung. Damit alle auch zukünftig gut miteinander auskommen, appellierte DAV-Präsident Josef Klenner an die Wanderer*innen:

"Gelassenheit und Toleranz von allen Beteiligten ist jetzt gefragt" und richtet sich ergänzend an die Mountainbiker*innen: "Nehmt Rücksicht auf die, die zu Fuß unterwegs sind, und fahrt nicht querfeldein!"

Dass zwei Nutzungsarten mit unterschiedlichen Tempi, Bedürfnissen, Altersstrukturen und Wahrnehmungen auf einem Weg Spaß haben können, daran glaubt Klenner fest: "Wir sind eine Bergsportgemeinde. Respekt voreinander gehört zuunserem Grundverständnis!"

Dafür hatte der DAV bereits vor zwei Jahren das Projekt "Bergsport Mountainbike – nachhaltig in die Zukunft" gegründet. Das ergänzt er nun mit zehn Tipps zu rücksichstvollem und naturverträglichem Biken in der neuen Kampagne #natürlichbiken.

Schon 2019 hatte der Tourismus Oberbayern München e.V. die Initiative "FairBike – Berge erleben mitnand" (oberbayern.de/fairbike) ins Leben gerufen und bittet Biker*innen gemeinsammit elf oberbayerischen Alpenregionen um Rücksicht und Verständnis.

Gleichzeitig will man auch das Wege- & Trailnetz und die Beschilderung verbessern sowie Einigkeit, Transparenz und Sicherheit in Rechtsfragen herstellen. Jetzt ist es also an uns allen, diese hehren Ziele mit konkretem Verhalten zu erreichen!

Die gesammelten Stimmen unserer User findet ihr in den Kommentaren, das Ergebnis unserer Kontrovers-Umfrage präsentieren wir euch hier.

116 Kommentare

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Erwin

Gegen E-Bikes auf Bergwegen gibt es einige Gründe. Spinnt man die jetzige Entwicklung weiter, werden sich wohl bald E-Motorräder nach Moto-Cross-Manier auf Bergwegen tummeln - gute Nacht. Nicht erst heute gibt es Kritik am Run auf die Berge - und oft an grenzwertigen Zuständen, das Gespenst von Beschränkungen taucht auf. Was wird aus bewährten alpinen Idealen und dem Naturschutz, wer pflegt, repariert zerstörte Bergwege - und wer bezahlt Naturschäden? Welches echte Bergerlebnis hat ein E-Biker, den die Strecke (über?)fordert? Wie soll die Rolle der Berghütten sein, ist dann noch Platz für „einfache“ Wanderer? Alle Urlaubsregionen bieten schöne Talwege und Downhillstrecken - müsste doch gut sein. Klar, der Rubel muss rollen, immer mehr, immer Neues - Wachstum ohne Rücksicht - irgendwann aber Selbstzerstörung, einschließlich alpinem Reiz, Spaßgesellschaft eben. An gegenseitige Rücksichtnahme zu appellieren - vergiss es. Ein guter Kompromiss wäre aber, in geeigneten Bergregionen schöne Roten eigens für E-Biker einzurichten, die dann für Wanderer gesperrt sind. Auch auf ausgebauten Wirtschaftswegen hat sicher niemand was gegen E-Bikes. Gute Lösungen sind möglich, erfordern aber Mut und Einsicht.

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Wie so häufig gilt auch diesbezüglich "Menschen sind zu einem erheblichen Teil selbstsüchtige und rücksichtslose Menschen, die sich nicht an Regeln und Verbote halten." Leider ist das ein genereller Trend in der Gesellschaft und gilt nicht nur für Mountainbiker, sondern auch für Wanderer, SonntagsInGruppenSpazierengeher, NichtHörendeHundeHundeFreiLaufenLasser und andere im Wald anzutreffende Spezies." Ich fände es grossartig, wenn einfach alle ein bisschen Rücksicht aufeinander nehmen, dann haben alle.was vom Wald!

Heiner

Ob es nur die Mountainbiker hier sind ? Es ist auch im normalen täglichen Umgang miteinander eine Verrohung eingetreten die sich auch in den Bergen widerspiegelt. Da ich beides sehr gerne mache, wandern und MTB ist für mich der höfliche gegenseitige und respektvolle Umgang das Lot. Auch haben Biker nichts ausserhalb der Wege zu suchen an welches sich auch die Wanderer halten sollten. Mit einem freundlichen gegenseitigen "Servus, guten Morgen oder Grüß Gott" gehts einfach viel besser. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg !

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Was wir brauchen ist eine gezielte und flächendeckende Ausweisung von Mtb-Strecken, d.h. Wege und vor allen Trails, die nur für Mountainbiker angelegt werden, um eine Entzerrung zwischen Wanderer und Mtb zu erreichen. Darüber bedarf es auch Aufklärung gegenüber Wanderer, um eine höhere Toleranz bei diesen zu erreichen. Denn mache meinen, dass Mtb generell oder auf dieser bestimmten Strecke verboten sei, obwohl dies nicht der Fall ist.

Daniela

Es ist immer schwer zu verallgemeinern. Ja es gibt rücksichtslose Biker....aber eben auch aggressive Wanderer....ein Depp bleibt ein Depp ob er zu Fuss aufm Bike oder im Auto sitzt. Die Problematik ist meiner Meinung nach einfach die....dass inzwischen jeder auch mit einem EBike in Gefilden unterwegs ist wo er nicht hingehört

Jürgen

Ich bin häufig im Alpenraum (Italien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien usw.) mit meinem MTB unterwegs, und überall klappt es wunderbar zwischen Wanderern, Radlern, Trailrunnern, Kletterer usw. Nur in Deutschland wird sich über Alles und Jeden aufgeregt. Bestes Beispiel: In Italien auf einem Schotter weg mit dem MTB gemütlich bergab gerollt, da viele Wanderer unterwegs waren, die meisten gehen einen Schritt zur Seite, um den Verkehr im Fluß zu halten, nur ein Wanderepärchen blockiert den Weg, und schimpft dann auch lauthals in Deutsch. Die wären einem Trailrunner dann wohl auch im Weg rumgestanden?

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Die allermeisten Mountainbiker achten und schätzen die Natur! Viele von ihnen sind auch ab und an als Wanderer unterwegs und verhalten sich entsprechend rücksichtsvoll! Ich finde es absolut nicht in Ordnung alle Mountainbiker über einen Kamm zu scheren! Das nennt man Intoleranz!

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Gegenseitige Rücksichtnahme ist das A und O (und das nicht nur im Wald oder auf dem Berg). Wenn jeder von uns bereit ist auch mal zurückzustecken, den anderen seinen Spaß zu gönnen, auch wenn man ihn selbst nicht teilt oder nachvollziehen kann, ist am Ende allen geholfen.

Patrik

Aus meiner Sicht funktioniert es überwiegen super, sehr selten schlechte Erfahrungen - nur die bleiben einem stärker im Gedächtnis als die 99,99% unauffälligen. Deppen gibt es in jeder Gruppe - und meistens auch nicht mehr als in der anderen.

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Der Großteil der Begegnungen zwischen Mountainbike und Wanderer laufen ohne Probleme und absolut freundlich ab und werden daher auch nicht im Gedächtnis abgespeichert. Leider bleiben die wenigen unglücklichen Begegnungen im Gedächtnis und bilden das Bild über Mountainbiker. Mit gegenseitigem Respekt und Verständnis, dass alle nur ihrem Hobby nachgehen wollen und damit niemanden belästigen oder schaden wollen würde schon viel zu einem besseren "Klima" am Berg und im Wald beitragen.

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